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Aloha Classic 2017: Morgan Noireaux erneut Ho'okipa-Champion

Pünktlich zum Finale dreht Ho'okipa richtig auf! Morgan Noireaux sichert sich seinen dritten Sieg vor Bernd Rödiger und Kevin Pritchard.

Der Aloha Classic endete heute mit den besten Bedingungen des ganzen Events und einem alten Bekannten ganz an der Spitze. Ho'okipa auf der Hawaii-Insel Maui produzierte masthohe Sets und die schräg-ablandigen Trade-Winds machten den Spot zu einem perfekten Spielplatz für die verbliebenen Waverider. Die lange Heat-Dauer pushte die Fahrer bis an ihr Limit. Ohne großes Risiko konnten sie so alle Moves zeigen. Headjudge Duncan Coombs nannte das Level schlechtweg atemberaubend. Am Ende siegte Local Morgan Noireaux, der nun eine dritte Aloha Classic-Trophäe sein eigen nennen darf.

Viertelfinale
Im ersten Heat des Viertelfinales waren alle Augen auf Mauis Prodigy Kai Lenny gerichtet. Mit seinem Style zerlegte er eine masthohe Welle nach der anderen mit unglaublicher Leichtigkeit. Hinter ihm qualifizierte sich Boujmaa Gouilloul für das Halbfinale. Einen Heat weiter waren es wieder die Favoriten, die sich durchsetzten. Graham Ezzy und Morgan Noireaux eliminierten die beiden Franzosen Lesauvage und Fevrier ohne Probleme. Noireaux gewann diesen Heat sogar, obwohl er nach einem gigantischen Air sein Material bei der Landung verloren hatte. Der folgende Heat war stacked: Der junge Local Bernd Roediger traf auf die beiden Worldcupper Camille Juban und Robby Swift - und es wurde richtig eng! Roediger eröffnete den Heat mit einem sauber gelandetem, massiven Goiter und kassierte dafür 9,7 Punkte. Wahl-Hawaiianer Robby Swift saß mit guten Wellen entspannt auf dem zweiten Platz. Aber Camille Juban war noch nicht fertig. Er antwortete mit einem Wave-360 und einer zweiten exzellenten Welle, die ihm 8,7 Punkte einbrachte. Juban gewann den Heat, Roediger war ebenfalls weiter, Swift war raus. Im letzten Heat des Viertelfinales war der einzige Deutsche Teilnehmer des Contests, Moritz Mauch, leider nicht dabei. Er musste Maui leider schon verlassen um an einem SUP-Event in Portugal teilzunehmen. Schade! Ohne ihn waren Levi Siver, Kevin Pritchard und Antoine Martin zu dritt in ihrem Heat. Pritchard und Siver nutzten ihre gesamte Erfahrung um nur die größten Wellen der Sets herauszupicken. Mit Late Hits und Aerials qualifizierten sie sich für die nächste Runde, Antoine Martin konnte nicht richtig mithalten.

Aloha Classic 2017: Morgan Noireaux erneut Ho'okipa-Champion

Halbfinale
Im ersten Halbfinale standen vier Hawaiianer gegeneinander: Levi Siver, Kai Lenny, Bernd Roediger und Morgan Noireaux. Siver zeigte ein paar gute Turns auf seiner ersten Welle, bevor er jedoch einen Move zeigen konnte, brach sie Close out. Noireaux antwortete direkt mit kraftvollen Turns und perfekt getimeten Hits in der kritischen Zone und bekam dafür 8,8 Punkte. Bernd Roediger zeigte einen Goiter und bekam dafür eine gute Anzahl an Punkten. Siver fand eine neue Welle, zeigte aber keinen Move, wie zum Beispiel seinen berühmten Wave-360. Kai Lenny surfte eine massive Welle nach der anderen aber hatte Probleme an die Scores seiner Konkurrenten heranzukommen. Das Ticket ins Finale lösten Noireaux und Roediger - beide hatten am meisten überzeugt. Im zweiten Halbfinale stand der Gewinner des letzten Aloha Classics, Kevin Pritchard, gegen Worldcupper Camille Juban, Boujmaa Guilloul aus Marokko und Local Graham Ezzy. Juban hätte fast einen einhändigen Goiter gestanden, versaute aber leider die Landung. Pritchard brachte mit extrem späten Cutbacks und einhändigen Aerials solide Scores zusammen. Ezzy zeigte einen 360, Juban einen stylischen Head-dip Aerial. Pritchard antwortete mit einem deutlich höheren 360. Guilloul fand währenddessen keine guten Wellen und Ezzy kam nicht an die Punktzahlen der anderen heran. Pritchard und Juban kamen weiter ins Finale.

Finale
Camille Juban eröffnete das Finale mit zwei Aerials und einer Reihe kritischer Turns auf einer Welle. Pritchard und Noireaux antworteten mit eigenen Wellen und gingen damit knapp in Führung. Roediger flog über eine riesige Section, konnte im Anschluss aber keine Turns finden. Direkt danach schnappte sich der junge Hawaiianer jedoch noch eine Welle und brillierte mit kritischen Turns, einem sauberen Goiter und zwei Anschluss-Turns. Juban zeigte dahinter noch einmal seine Aerial-Künste. Es war klar: In diesem Finale wird niemandem etwas geschenkt. Noireaux schnappte sich die größte Set-Welle, fuhr direkt in die Lippe für einen floaty Aerial und zerlegte die Welle danach mit seinen Cutbacks. Goiter waren jetzt überall zu sehen und es wurde schwierig zwischen den Fahrern zu differenzieren. Die Zeit wurde knapper und Juban zeigte zwei heftige Hits auf einer großen Welle. Noireaux stürzte auf seiner letzen Welle und konnte den Aerial nicht landen. Direkt dahinter kam Roediger und versuchte den größten Goiter des Tages. Leider verpasste er die Landung. Weniger als ein Punkt trennte alle vier Finalisten und der Goiter hätte Roediger wahrscheinlich den Sieg beschert. So war es Morgan Noireaux, der das dritte Mal den Aloha Classic gewann. Sein Alleinstellungsmerkmal waren einmal mehr seine Full-Rail-Turns. Kein anderer Fahrer schafft es, so viel Rail beim Turn in das Wasser zu pressen und so elegant um die Kurve zu kommen.


Aloha Classic 2017: Morgan Noireaux erneut Ho'okipa-Champion

Damen
Im ersten Halbfinale der Damen zeigte Wahl-Hawaiianerin Sarah Hauser keine Gnade. Bei ihren Wellenritten fuhr sie mit smoothen Turns direkt unter die Lippe. Auf ihrer dritten Welle wurde sie abgeräumt und musste länger schwimmen, ihr Ticket ins Finale hatte sie aber schon gelöst. Shawna Cropas manövrierte unterdessen die sonst so gefährliche Fiona Wylde aus und sicherte sich das zweite Ticket. Das zweite Halbfinale wurde durch Tatiana Howard geprägt. Mit ihren Flow schnappte sie sich die wahrscheinlich beste Welle des gesamten Tages. Hinter ihr kam Vickey Abbott. Das Finale war ein echter Show-Down. Sarah Hauser zeigte erneut die besten Turns ihrer Division, während Tatiana Howard die Welle mit ihrem ganz eigenen Style abritt. Hauser wurde aber immer besser und besser, mit jedem Turn wurde sie radikaler. Am Ende des Heats rollte noch einmal ein massives Set durch die Bucht, bei dem alle Finalistinnen ihre besten Scores absahnten. Hauser beendete ihren großartigen Heat mit Style: Sie zeigte zwei knackige Turns und feuerte sich dann in einen Aerial, der auch in der Division der Herren richtig Punkte gegeben hätte. Leider verpasste sie die Landung und musste den Rest des Heats schwimmen. Den Sieg hatte sie jedoch schon sicher. Zweite wurde Tatiana Howard vor Vickey Abbott.

Den Abschluss der Contest-Saison bildet der PWA Slalom-Worldcup in Neu Kaledonien. Ab dem 21. November fahren die schnellsten Windsurfer der Welt hier bei tropischen Temperaturen um die Wette. Wir werden natürlich berichten.

Stay tuned!

Fotos: IWT/Si Crowther

Alle Bilder (32):
Local: Bernd Roediger auf einem Nugget.
Der Sieger kommt an Land: Morgan Noireaux.
Massiv: Goiter von Camille Juban.
Cutback: Camille Juban.
Goiter: Bernd Roediger.
Ihre letze Welle: Sarah Hauser.
Aerial: Camille Juban.
Style pur: Camille Juban.
Aerial: Kevin Pritchard.
Konnte leider nicht brillieren: Levi Siver.
Zum Finale gab es die besten Bedingungen des Contests.
Auch bei den Damen ging es richtig ab.
Der Sieger: Morgan Noireaux.
Sarah Hauser: Sieg!
Kevin Pritchard.
Morgan Noireaux.
Er kann alles: Kai Lenny.
Aerial: Tatiana Howard.
Einhändiger Aerial: Kevin Pritchard.
Die Sieger: 1. Morgan Noireaux, 2. Bernd Roediger, 3. Kevin Pritchard, 4. Camille Juban.
Der Sieger: Morgan Noireaux.
Late Hit: Kai Lenny.
Super Fotos: Si Crowther schwamm mit der Kamera im Line-Up.
Die Siegerin: Sarah Hauser.
Head dip Aerial: Camille Juban.
Hatte die beste Wave-Selection: Kevin Pritchard.
Kunst.
Goiter: Bernd Roediger.
Cutback: Morgan Noireaux.
Style pur: Morgan Noireaux.
Im Finale der Damen ging es zu Sache.
Aerial: Camille Juban.






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