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PWA Maui 2016: Victor Fernandez ist Weltmeister

Fernandez macht in den besten Bedingungen der ganzen Saison seinen zweiten Titel klar.

Wer dachte, dass die Bedingungen in Ho'okipa auf Maui nach den ersten drei unglaublichen Tagen nicht mehr besser werden können, wurde heute eines besseren belehrt. Mit 30 bis 35 Knoten, dem bisher stärksten Wind des Events, und bis zu doppelt-masthohen Brechern waren die Bedingungen wohl die besten des ganzen Jahres – für einige jüngere Fahrer waren es wahrscheinlich die besten Bedingungen, die sie auf der Tour jemals gesehen haben.

Nachdem Ex-Weltmeister Kevin Pritchard gestern die Single Elimination gewinnen konnte, wurde heute beim fünften Heat der Double Elimination wieder eingesetzt. Es wurden ganze 16 Heats ausgetragen, sodass wir euch leider nur die absoluten Highlights präsentieren können.

PWA Maui 2016: Victor Fernandez ist Weltmeister

Klaas Voget stand direkt im ersten Heat des Tages. Er fand seinen Rhythmus und gewann den Heat deutlich. Auch in Runde zwei der Double hätte er seinen Heat gewinnen können, leider fehlten ihm bei der Bewertung seiner letzten Welle 0,27 Punkte, sodass er "nur" als Zweiter hinter Ross Williams in die dritte Runde einzog. Hier wurde das Level schon deutlich höher: Der Hamburger musste nun gegen Ricardo Campello, Keith Taboul und seinen Trainingspartner Victor Fernandez ran. Während Victor echte Probleme hatte, fand Voget direkt zwei gute Wellen und lag damit fast die gesamte Dauer des Heats vorne. In den letzten Minuten drehte Ricardo dann doch noch einmal richtig auf. Er schnappte sich eine Welle, düste Down-the-line rotierte durch einen hohen Air Taka, setzte direkt danach zu einem Frontside-Hack an und hängte noch einen 360 dran. Boom! Neun Punkte und der Heatsieg für den Venezolaner. Klaas kam als zweiter in die nächste Runde, Victor Fernandez schied aus. Für ihn hieß es jetzt um seinen Titel zu zittern. Alex Mussolini war sein letzter verbliebener Konkurrent im Titelrennen. Sollte Musso die Double gewinnen können, müssten die beiden Spanier den Titel wegen Gleichstand in der Weltrangliste Mann gegen Mann ausfahren.

Dafür hätte Alex Mussolini aber zuerst ein kolossales Comeback starten müssen. In Heat 38 machte er seine Ambitionen mit einem dominanten Heat-Sieg klar. Eine Runde weiter schied er aber genau wie Klaas Voget gegen Campello und Ross Williams aus. Besonders bitter: Gegen den Briten Ross Williams fehlten Mussolini nur 0,16 Punkte. Damit war es offiziell: Victor Fernandez ist der neue König der Weltmeister und sichert sich sechs Jahre nach seinem Titel in 2010 seinen zweiten Weltmeistertitel. Auf dem Weg hier hin hatte er beide Kanaren-Events auf Gran Canaria und Teneriffa gewonnen und auf Sylt den vierten Platz geholt. Das geduldige Warten hat sich für den 32-Jährigen gelohnt!


PWA Maui 2016: Victor Fernandez ist Weltmeister

Der beste Fahrer auf dem Wasser war derweil ohne Zweifel SUP-Athlet und Big Wave Surfer Kai Lenny. Heute konnte er zeigen, was für ein unglaublich kompletter "Waterman" er ist. Mit seinem gesamten Local-Wissen und seinem extremen Talent produzierte er heute einen Heat, von dem Local Rob Funk sagte, es wäre der beste Heat gewesen, den er jemals in Ho'okipa gesehen hat. Kai Lenny kassierte nicht nur die erste perfekte 10-Punkte-Wertung für eine einzelne Welle, sondern hätte fast den 20-Punkte-Heat geschafft: Wenn der 24-Jährige noch seinen letzten Aerial gestanden hätte, wären die perfekten 20 Punkte drin gewesen. So muss er sich jetzt mit 18,88 Punkten zufrieden geben - immerhin noch der höchstbewertete Heat des Tages. Im letzten Heat des Tages produzierte der Brite Robby Swift die zweite 10-Punkte Welle des Worldcups. Der Wahl-Hawaiianer eröffnete mit einem massiven Aerial bevor er nach einen messerscharfen Turn durch einen Wave-360 rotierte und dann noch die End-Section mit etwas Liebe versah. Damit gewann er den Heat vor Camille Juban, der sich heute schon den gesamten Tag als absoluter Favoriten-Schreck präsentierte.

Die Vorhersage für morgen variiert je nach Modell, aber der Wind wird wohl nicht die heutigen 30 Knoten erreichen. Auch wenn die Wellen kleiner sind als heute, sind definitiv fahrbare Contest-Bedingungen dabei. Gegen 23h lohnt es sich also einen Blick in den Livestream zu werfen. Auch wird werden an dieser Stelle natürlich wieder berichten.

Stay tuned!

Fotos: PWA/John Carter












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