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PWA Sylt 2016: Lupenreiner Hattrick von Matteo Iachino

Der Italiener rückt dem Holzpott immer näher: Nach seinem gestrigen Triumph gewann er auch am sechsten Eventtag alle Eliminationen. Langer wird sensationell Zweiter.

Sonne, Sylt – aber definitiv kein Sommer mehr: Bei Temperaturen, die gefühlt gerade so an der zweistelligen Marke kratzten, lieferte die Nordsee auch heute wettkampfwürdige Bedingungen. Gute vier Windstärken Nordostwind ermöglichten zwei weitere Slalom Eliminationen beim PWA Sylt.
Dennoch ging es erst etwas holprig zu. Etliche Male musste Heat Nummer zwei abgebrochen werden, weshalb später sogar Rennen vier den Vorzug bekam. Und da hätte Björn Dankers aus Köln heute sogar unter die ersten Vier surfen können: „Eigentlich war mein Plan, Michal Aftowicz etwas abzudrängen und dann an der letzten Boje an ihm vorbeizuziehen. Leider berührte ich mit dem Achterliek beim Shiften die Tonne, weshalb ich stürzte. Dennoch bin ich mit meinem bisher besten World Cup-Ergebnis zufrieden.“

Sebastian Kördel, auf dem heute neben Vincent Langer und Gunnar Asmussen aus deutscher Sicht die Hoffnungen lagen, schied im Viertelfinale leider durch einen Frühstart aus. Ebenso überraschend: Auch Frankreichs Pierre Mortefon, der bisher starke Weltmeisterambitionen pflegte, verabschiedete sich bereits im Viertelfinale! Besser machten es Kördels zuvor genannten Landsmänner, welche unisono ins Halbfinale einzogen. Für Langer ging es erneut ins Finale, während Asmussen an der kleinen Variante teilnahm. Doch bevor diese richtig losging, stürzte der Flensburger noch vor der Startlinie, was sein frühzeitiges Aus bedeutete.

PWA Sylt 2016: Lupenreiner Hattrick von Matteo Iachino

Während Langer gestern das Finale mit einem Frühstart verpasste, glitt er heute erst nach dem Schuss regelkonform über die Linie. Leider reichte es für ihn am Ende nur für einen siebten Platz. Aber dennoch: Extrem starke Leistung des Kielers, der auf der Insel immer ein Ticket fürs Finale löst!
Sensationell präsentierte sich sein Teamkollege Marco Lang, der als Zweiter ins Ziel rutschte – Glückwunsch. Siegreich war erneut das schwarze Piratensegel, welches natürlich von dem Italiener Matteo Iachino gehalten wird.

Nach kurzem Jubel der Finalisten gingen direkt die Erstrundenteilnehmer der dritten Elimination aufs Wasser und kreuzten zum Startboot – alle, bis auf John Skye. Der Brite verletzte sich am Ellenbogen und konnte heute nicht antreten. Dafür sorgte Nico Prien für Furore: Der deutsche Nachwuchssurfer gewann direkt seinen ersten Heat, weshalb selbst große Namen wie Marc Paré kein Ticket für die nächste Runde lösen konnten. Allerdings hieß es für den Schönberger Jung im nächsten Rennen, die Sachen zu packen. Gegen ein unfassbar starkes Teilnehmerfeld, reichte es nur für einen sechsten Platz.

Nachmittags zog der Wind konstant an – und mit ihm die verbliebenen Worldcupper. Selbst die Viertelfinals lasen sich extrem anspruchsvoll. Zwei ließen sich davon nicht beirren: Kördel und Langer – beide ergatterten Tickets für die vorletzte Runde. Leider konnte Erstgenannter diese Chance durch einen Frühstart nicht nutzen. Besser machte es sein Kieler Kollege, der abermals – und durch seine unglaubliche Leistung völlig verdient – in das Finale einzog.


PWA Sylt 2016: Lupenreiner Hattrick von Matteo Iachino

Und dort konnte ihn nur einer schlagen: Matteo Iachino. N-Joy-Moderator Christian Haacke moderierte passend: „Der könnte ja sogar einen Kopfstand machen und würde trotzdem gewinnen!“ Wahnsinn, in welcher Top-Form sich der Italiener zurzeit präsentiert. Mit drei Siegen aus drei Rennen macht er im Titelrennen langsam ernst.

Morgen ist bereits um 8.00 Uhr Skippersmeeting – diesmal allerdings für die Freestyle-Jungs. Bei richtig guter Vorhersage ist ein weiterer actionreicher Tag garantiert. Stay tuned!

Fotos: Joern Pollex / Hoch Zwei, John Carter / PWA










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