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Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

Die neuen Stubby Waveboards im Test. Für wen sind die kurzen Neulinge von Fanatic, JP und Starboard geeignet?

Nirgends gibt es so bahnbrechende und ständige Neuerungen wie beim Wave-Material. Ob Multifinboards oder Vier- beziehungsweise Drei-Latten-Segel - immer wieder erfinden sich die Marken neu. Der aktuelle Trend sind nun die stets kürzer und breiter werdenden Waveboard-Varianten. Die sogenannten Stubbies (dt.: Stummel) haben kaum noch etwas mit einem klassischen Brett zu tun, sehen extrem radikal, klein und kompakt aus. Aber durch die abgeschnitten Nose auch gewöhnungsbedürftig. Die Frage ist allerdings, ob die exotischen Wunderwaffen tatsächlich die nächste bedeutende Evolution darstellen oder doch nur ein Fashiontrend sind. Unsere Test Crew um Adrian Jones machte sich bewaffnet mit den Modellen von Fanatic, JP und Starboard auf die Suche nach Antworten.

Zwar ist der innovative, kompakte Waveshape der Stubbies im Windsurfen noch eine viel diskutierte Neuheit, beim Wellenreiten hingegen eher ein alter Bekannter. Bereits vor vier Jahren wurde die Outline der Surfboards grundlegend überdacht, um die Bretter so effizient wie möglich zu gestalten - bei gleichzeitig interessantem Look, versteht sich. Neue Rails wurden designed, um Geschwindigkeiten zu erhöhen, breite Tails, um mehr Lift zu schaffen und schlussendlich eine kurze Nose, um das Gewicht zu senken.

Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

Im April 2015 wagte Fanatic als erste Marke (SSD brachte zuvor bereits einige Customs heraus) den Schritt, das in anderen Sportarten erfolgreich etablierte Konzept auch auf dem Windsurfmarkt als Serienbord zu präsentieren. Seitdem sind nahezu alle bekannten Hersteller auf den Zug mit aufgesprungen und brachten eigene Versionen heraus. Dieser Test nimmt den Fanatic Stubby, JP Slate und Starboard Reactor genau unter die Lupe.

An Land

Alle drei Boards sehen extrem radikal aus und ziehen die Blicke bereits am Ufer auf sich. Das Starboard hat sicherlich den ungewöhnlichsten Look, da die Nase sehr breit und kurz im Vergleich zum schmalen Heck wirkt. Außerdem ist es der einzige Quad unter den Testbrettern. Während Fanatic auf drei Finnen setzt, kommt JP mit fünf Boxen um die Ecke. Auf Raten des Herstellers wurde das Board allerdings als Thruster getestet. Obwohl alle Marken derselben Idee folgen, setzen sie die unterschiedlichsten Konzepte um. Fanatic hält sich beispielsweise am stärksten an die Originalidee aus dem Surfsport, achtet auf parallele Seiten und eine Squad-Nose bei extrem geringer Länge. JP wiederum folgt mehr den konservativen Richtlinien, baut sein Modell etwas länger und wählt ein schmaleres Heck. Starboard hingegen geht einen komplett anderen Weg, setzt auf extreme Kürze bei maximaler Breite und einem weit vorne gelegenen Schwerpunkt. Hinzukommend wird ein recht gewöhnliches, schmales Heck verbaut, was den Shape im Vergleich zur Konkurrenz insgesamt deutlich runder wirken lässt.

Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

Fakten: Jede Version besitzt ein Double-Diamond-Tail, wobei Fanatic abermals dem originalen Surfshape am ehesten treu bleibt. Die Volumina sind mit 86 (JP), 87 (Starboard) und 88 Litern (Fanatic) nahezu identisch - obwohl der Unterschied auf dem Wasser immens ist: Der Fanatic fühlte sich mit Abstand am größten an, was vielleicht auch wirklich mit der höheren Literanzahl zu tun haben kann. Der Starboard Reactor wirkte bereits etwas kleiner, eher wie ein 82-Liter-Brett, wohingegen das JP auch problemlos als 80-Liter-Version oder kleiner durchgehen könnte. Dazu aber später mehr.

Starboards Version ist mit einer Breite von 61,5 Zentimetern ein echter Wonneproppen und deutlich massiger als die zwei Test-Kollegen. JPs ist mit 56,5 cm das Schmalste, gefolgt von dem Fanatic Stubby (57,5 cm). Wegen der durch und durch verschiedenen Maße im Heckbereich lässt sich der gigantische Unterschied der Reactor-Form zu der vom JP erklären. Auch beim Gewicht bringt das ovale Brett am meisten auf die Wage. 8,17 Kilogramm sind nicht von schlechten Eltern, Fanatic und JP liegen bei 7,52 beziehungsweise 7,45 Kg.

Jedes Modell blüht mit einem 4,7er Segel am besten auf (lediglich der Fanatic Stubby fuhr mit einem 5,3er noch besser), allerdings ist der Einsatzbereich ziemlich unterschiedlich. Das Brett der von Jason Polakow gegründeten Marke lässt sich mit Tüchern zwischen 4,2 und 5,3 Quadratmetern komfortabel fahren, bei Starboard sollte man etwas mehr Power einkalkulieren. Wir fanden die Range zwischen 4,5 und 5,3 m2 am besten. Für Fanatic Stubby riggt man besser größer: 4,7 bis 6,0 ist unser Tipp.



Alle Bilder (10):






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