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Twin-Cam vs. Race-Segel - Welches Segel macht mehr Sinn?

Kompromisslose Race-Segel sind sicher die schnellsten Segel auf diesem Planeten. Aber was muss man alles für das letzte Quäntchen Top-Speed im Vergleich mit einem freundlicheren Freeride-Segel opfern?

Ist das eine schwierige Entscheidung? Zur Wahl stehen zwei Segel: Eines davon ist leichter, schneller aufzubauen, schneller im Gleiten, weniger anstrengend zu fahren und dazu noch 40% günstiger: Ist es nicht wahnsinnig, dieses Segel nicht zu nehmen? Unser Testteam um Adrian Jones hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht.

Offensichtlich scheinen eine Menge Windsurfer wahnsinnig zu sein. (Wen wundert’s?) Wenn man sich die europäischen Verkaufszahlen von Neil Prydes Hornet, einem Freerider mit zwei Cambern, und Antoine Albeaus Waffe, dem RS:EVO 7, anschaut, dann wird man kaum einen Unterscheid feststellen können.

Wir haben uns gewundert, warum so viele Windsurfer bewusst auf all die Vorteile eines Freeriders verzichten und trotzdem das deutlich anspruchsvoller zu fahrende Race-Segel kaufen. Ist der Speed-Vorteil wirklich so groß? Oder sind die Zahlen Ergebnis eines erfolgreichen Marketing-Feldzuges? Oder neigen Windsurfer einfach zur Selbstüberschätzung? Zeit einen Vergleichstest zu machen!

Twin-Cam vs. Race-Segel - Welches Segel macht mehr Sinn?
Twin-Cam vs. Race-Segel - Welches Segel macht mehr Sinn?

Auf dem Papier – Sieger Twin-Cam
Das wohl offensichtlichste Argument gegen ein reinrassiges Race-Segel ist der Preis. Ein Neil Pryde RS:EVO 7 in 6,4qm kostet saftige 1.200€. Da können einem schon mal die Tränen kommen. Das Hornet in 6,2qm schlägt dagegen mit 750€ zu Buche. Noch einmal zum Mitschreiben: Das Race-Segel kostet 37,5% mehr. Hinzu kommt das Gewicht. Das Race-Segel wiegt 5,87kg, während das Twin-Cam Segel mit 4,92kg fast ein Kilo leichter bzw. 16% leichter ist. Die Gabelbaumlänge ist dabei fast identisch, das Race-Segel hat jedoch aufgrund des 20cm längeren Vorlieks eine höheres Aspect Ratio.

Am Strand – Sieger Twin-Cam
Wir dachten, dass das Freeride-Segel viel einfacher aufzubauen ist als das Race-Segel. Ehrlich gesagt besteht hier jedoch kein allzu großer Unterschied – bis es zum Durchziehen des Vorlieks geht. Bevor man das RS EVO:7 richtig aufbauen kann, muss der durchschnittlich kräftige Windsurfer erst einmal ein paar Stunden im Fitness-Studio verbringen.

Beim Design der Segel gibt es konzeptionelle Unterschiede. "Das Hornet so designt, dass es viel weniger Spannung auf dem Vorliek braucht. Sowohl die Vorliekskurve als auch der Shape wurden darauf angepasst. Der Twist wurde auf einen geringeren Top-Speed ausgerichtet und für leichten bis mittleren Wind optimiert", erklärt der Neil Pryde DesignerRobert Stroj.

NeilPryde Hornet
Größe: 6.2 qm
Vorliek: 432 cm
Gabelbaum: 194 cm
Latten: 7
Camber: 2
Gewicht: 4.7 kg
Es ist auch erwähnenswert, dass das Race-Segel deutlich weniger robust wirkt. Das Material ist leichter und dünner und obwohl wir sehr vorsichtig mit beiden Segeln umgegangen sind, hinterließ das Aufriggen auf Asphalt direkt Spuren an der Rennmaschine. Wenn man sich also ein reinrassiges Race-Segel zulegt, muss man es auch mit deutlich mehr Vorsicht behandeln, als ein normales Segel wie das Twin-Cam Hornet.

Auf dem Wasser - Sieger Twin-Cam
Sei es das Tragen zum Strand, der erste Beachstart oder der Wasserstart nach einem Sturz: Das zusätzliche Gewicht und die Unhandlichkeit des Race-Segels sollte man nicht unterschätzen. Drei Faktoren sprechen entschieden gegen das Race-Segel. Es ist schwerer, wirkt stocksteif und rotiert deswegen schlechter. Wasserstarten wird zu einer echten Herausforderung sobald einmal Wasser in die Masttasche gelaufen ist. Es ist schwer hier Noten zu vergeben, aber es ist nicht übertrieben, dem Twin-Cam doppelt so viele Punkte in den Kategorien Tragen, Beachstart und Wasserstart zu geben.

Twin-Cam vs. Race-Segel - Welches Segel macht mehr Sinn?

Angleiten - Sieger Twin-Cam
Aktuell sieht es noch nicht allzugut für das Race-Segel aus, aber das Segel wurde auch ausschließlich für seine Leistungsfähigkeit auf dem Wasser gebaut. Für extreme Leistungsfähigkeit - aber offensichtlich nicht zum frühen Gleiten. Wieder ein Sieg für das Twin-Cam Segel. Dank des geringeren Gewichtes und dem steiferen Leech kommt das Hornet konstant früher ins Gleiten als das 0,2qm größere Race-Segel. In schwachen Bedingungen läuft es sogar mehr Höhe.










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