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UPDATE: Gefahr für Hanstholm größer als gedacht?

2017-09-22 13:35:17 - Die geplanten Windkraftanlagen könnten größeren Schaden anrichten, als bisher vermutet.

UPDATE: Gefahr für Hanstholm größer als gedacht?

Direkt an Nordeuropas wohl besten Surfspots hinter dem dänischen Hafenstädtchen Hanstholm sind drei neue, gigantische Windräder geplant. Unser ausführlicher Artikel zu diesem Thema hat sehr viel Resonanz hervorgerufen. Unter anderem von Vertretern der Save Middles Initiative, die gerade Unterschriften gegen den Bau der Windkraftanlagen an dieser Stelle sammeln. Sie befürchten, dass der Einfluss der Anlagen auf die Surf-Bedingungen deutlich größer sein könnte, als bisher vermutet. Größer als von der besprochenen Studie errechnet.

UPDATE: Gefahr für Hanstholm größer als gedacht?

Korrektur: Es geht nicht nur um Side-Off Bedingungen.
Das Riff vor dem Spot Middles liegt nicht genau parallel zur west-nord-westlich verlaufenden Küste, sondern leicht schräg. Die Wellen treffen also nicht "gerade" auf die Küste. Wirklich Sideshore kommt der Wind beim Wellen-Abreiten bei 270° - das heißt also, wenn der Wind genau aus Westen kommt. Laut einigen dänischen Locals die beste Windrichtung für Middles. Bei dieser Windrichtung treffen die Abwinde von allen drei Anlagen die Brandungszone auf dem Riff. Gefährdet sind somit nicht nur wie bisher angenommen die Side-Off Bedingungen. Die Befürchtungen gehen aber noch weiter.

Von der Studie außen vor gelassen: Sind nördliche Windrichtungen auch betroffen?
In der vom auftragsausführenden Unternehmen gesponserten Studie wurden alle Windrichtungen mit nördlichem Einschlag mit dem Argument ignoriert, dass die Abwinde der Anlagen dann die Surf-Zone nicht treffen würden. Bei West-Nord-West kommt der Wind parallel zum Land und leicht onshore auf der Welle, was diese Windrichtung perfekt für Sprünge macht. Von den Forschern außer Acht gelassen wurde aber der Effekt, der auftritt, wenn mehrere Windkraftanlagen hintereinander stehen. Dieser Effekt sorgt bei Windpark-Betreibern häufig für Kopfzerbrechen. Die unten stehende Grafik zeigt, wie sich die Turbulenzen mit jeder weiteren in Reihe stehenden Anlage weiter verstärken und ausbreiten. Die Grafik ist kein Erzeugnis eines Modells, sondern eine Laser-gestützte Messung. Bei West-Nord-West liegen die geplanten Anlagen wie an einer Perlenkette perfekt hintereinander aufgereiht. Es kann also nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die durch die Anlagen-Reihe verstärkten Turbulenzen die Surf-Zone nicht doch auch bei nördlichen Windrichtungen beeinflusst. Im schlimmsten Fall sorgt der Effekt dafür, dass auch die west-nord-westliche Windrichtung zum Surfen wegfällt. Leider gibt es dazu aktuell noch keine Untersuchung.


UPDATE: Gefahr für Hanstholm größer als gedacht?

Die alten Anlagen wurden schon abgebaut, die neuen sollen im Februar 2018 stehen und anfangen Strom zu erzeugen. Vielleicht hat die Europäische Surf-Szene Glück und man kann den Spot weiterhin surfen. Im schlimmsten Fall ist 2017 das letzte Jahr, in dem man die Bedingungen vor der Fischfabrik, Middles und Hamborg in ihrem Weltklasse-Format genießen konnte.

Das Ziel von "Safe Middles": Verschiebung der Anlagen nach Westen.
Die Save Middles-Gruppe fühlt sich in ihren Bedenken von der Gemeinde und vom Hafen, um dessen Grundstück es sich handelt, alleine gelassen. Stehen die Windkraftanlagen einmal, können diese nicht mehr verschoben werden, selbst wenn sie den Surfspot zerstören. Das Ziel der Kampagne ist nicht einmal komplett zu verhindern, dass die Anlagen gebaut werden, sondern, dass die Windmühlen auf die West-Seite des Hafens verschoben werden. Die Surfspots wären damit außer Gefahr und der Hafen könnte trotzdem grünen Strom produzieren. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.




Grafik: windpowerengineering.com








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