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Vincent Langer legt beim DWC Grömitz vor

2017-06-16 15:21:48 - Der frisch gekürte Formula-Weltmeister lässt in der ersten Slalom-Elimination Gunnar Asmussen hinter sich.

Vincent Langer legt beim DWC Grömitz vor
Vincent Langer mit voller Kontrolle.

Bei anspruchsvollen Slalom-Bedingungen ging es am ersten Wettkampftag in Grömitz beim Deutschen Windsurf Cup zur Sache. Mit einem Teilnehmerfeld von 64 Startern stellte Grömitz einen neuen Teilnehmerrekord auf, woraus ein volles Slalom-Feld mit acht Vorrunden-Heats resultierte.

Fünf bis sechs Windstärken begrüßten die Teilnehmer in Grömitz am ersten Veranstaltungstag. Im Finale der ersten Slalom-Elimination trafen schließlich die acht besten Windsurfer der Disziplin Slalom aufeinander. Dazu zählen der Formula-Weltmeister Vincent Langer (GER-1), Gunnar Asmussen (GER-2), Nico Prien (GER-7), Dennis Müller (GER-89), Fabian Mattes (GER-202) oder auch Giedrius Liutkus (LTU-11) aus Litauen.

„15 bis 27 Knoten direkt vor Grömitz sind natürlich grandios. Allerdings waren die Bedingungen wirklich nicht einfach und sowohl unsere Teilnehmer als auch unsere Crew hatten mit böigem Wind und tückischen Winddrehern zu kämpfen. Immer wieder musste der Kurs neu auf den Wind eingestellt und bei den Windsurfern das Material angepasst werden. Die Teilnehmerzahl und die Windausbeute sind aber natürlich ein super sportliches Ergebnis“, so Matthias Regber (CEO der Choppy Water GmbH).

Alle Favoriten wurden ihrer Rolle gerecht und qualifizierten sich von Heat zu Heat und von Runde zu Runde. Jeder der Vier siegte in seinen jeweiligen Ausscheidungsrunden. Im Halbfinale trafen erstmalig Vincent Langer und Gunnar Asmussen aufeinander. Bei Böen bis zu 29 Knoten (sieben Windstärken) waren es genau Asmussens Bedingungen. Er ließ Langer und alle Konkurrenten hinter sich und ging als erstes in Ziel. Vincent Langer folgt auf zwei vor Fabian Mattes und Oliver-Tom Schliemann (GER-1001).

Vincent Langer legt beim DWC Grömitz vor
Gunnar Asmussen konnte ausgerechnet im ersten Finale seinen Warp-Speed nicht ganz abrufen.

Im zweiten Halbfinale trafen Prien und Müller aufeinander. Nico Prien hatte einen Traumstart und führte das Feld mit weitem Vorsprung an. Dennis Müller sicherte sich Platz zwei.

Im großen Finale kam es zum Showdown der Favoriten. Alle vier Fahrer waren sichtlich nervös und mussten unbedingt einen Frühstart vermeiden. Vincent Langer ging als erstes über die Ziellinie, dicht gefolgt von Asmussen. Über den gesamten Downwind-Kurs hinweg kam niemand an ihm vorbei und er sicherte sich den ersten Laufsieg der Regatta. Platz zwei ging an Gunnar Asmussen. Nico Prien haderte kurzzeitig mit den Bedingungen und musste Dennis Müller passieren lassen, der sich schließlich Platz drei sicherte vor Prien. Die Top-5 komplettierte der Litauer Giedrius Liutkus.

„Wir hatten keine leichten Bedingungen auf dem Wasser. Im Finale hatte ich einen sehr guten Start. Durch die bessere Position an der ersten Tonne hatte ich Glück und konnte Gunnar hinter mir lassen“, so Vincent Langer.


Vincent Langer legt beim DWC Grömitz vor
Dennis Müller konnte sich noch an Nico Prien vorbei schieben.

Der Wind machte an dem ersten Regattatag aber immer noch nicht Schluss. Am Nachmittag konnte ein zweites Slalomrennen gestartet werden. Noch bis spät in den Abend hinein wurden weitere Vorrunden Heats ausgefahren. Für den zweiten Regattatag sind ebenfalls optimale Bedingungen für die Disziplin Slalom prognostiziert. Es darf also wieder auf spannende Rennen direkt vor der Wassersportschule Grömitz gehofft werden.

Am Samstag und Sonntag kommen jedoch nicht nur die Teilnehmer des Multivan Windsurf Cups zum Einsatz. Es ist ebenfalls eine Regatta der Jugendklasse BIC Techno 293 angesetzt. Die Teilnehmer zwischen 12 und 18 Jahren starten erstmalig bei einer Regatta des MWC. Für die zahlreichen Zuschauer bietet sich somit ein extrem vielfältiges und buntes Bild mit gefühlt tausenden Segeln und Brettern am Strand von Grömitz.

Neben der sportlichen Action auf dem Wasser bietet das Eventgelände ein abwechslungsreiches Angebot für die Besucher des Multivan Windsurf Cups. Die Cateringemeile lädt zum Verweilen an, während die Moderation über die Geschehnisse auf dem Wasser berichtet. Den abendlichen Abschluss bietet das Bandfestival täglich ab 19:00 Uhr auf der Eventbühne.

Update:


Aufgrund der perfekten Bedingungen konnte die zweite Slalomelimination beendet werden. Im Finale kam es zum erwarteten Showdown zwischen Langer und Asmussen. Dieses Mal wurde das Duell zu einem richtigen Slalomkrimi. Kopf-an-Kopf duellierten sich die beiden Topracer über die gesamte Renndistanz. Mehrfach wechselte die Führung, so dass den zahlreichen Besuchern am Strand der Atem stockte. Schließlich fiel die Entscheidung unmittelbar vor der letzten Halse. In einer extremen Böe drohte Langer die Kontrolle zu verlieren und musste kurz den Druck reduzieren. Asmussen drehte hingegen in diesen Bedingungen erst richtig auf. So zog er an Langer vorbei und gab die Führung nicht mehr ab.

Durch seinen Sieg im zweiten Finale sicherte sich Asmussen nicht nur den Laufsieg, sondern übernahm auch die Führung in der Veranstaltungswertung des Multivan Windsurf Cups in Grömitz. „Ein Hammertag! Im zweiten Finale hatten wir Volldruck. So habe ich mir das immer gewünscht“, strahlt Asmussen, als er nach seinem Sieg an den Strand kommt. Langer und Asmussen liegen zwar punktgleich mit 2,7 Punkten an der Spitze. Im Tiebreak setzt sich aber Asmussen an die Spitze, weil er die letzte Wettfahrt gewinnen konnte. Langer ist trotzdem nicht unzufrieden. „Das war heute ein Slalomduell auf Weltniveau. Die Bedingungen vor Grömitz waren unglaublich anspruchsvoll. Das Duell mit Gunnar war absolut am Limit. Mit 8,4qm war ich so überpowert, dass ich bei der Überböe kurz aufmachen musste. Morgen geht der Kampf weiter“, strahlt der sichtlich noch vom Race-Fieber gezeichnete Weltmeister.

Fotos: Nicole Riederer Lightnic Photography








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