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Adam Lewis im Interview

Das Vereinigten Königreich ist zurzeit in aller Munde. Höchste Zeit also, um mit dem englischen Waverider Adam Lewis über sein Heimatland zu sprechen.

In letzter Zeit wurde dem Vereinigten Königreich in nahezu allen europäischen Medien vermehrt Aufmerksamkeit gewidmet. Queen Elizabeth II. – sitzt seit 1952 unangefochten auf dem Thron – stieß kürzlich auf die nächsten 90 Lebensjahre an; Nordirland feiert seit Tagen frenetisch einen Will Grigg, der bei der EM in Frankreich durchgehend „on Fire“ zu sein scheint und ausgerechnet heute stimmen die Briten auch noch über das Verlassen der EU ab. Anlass genug, um mit Adam Lewis über sein Heimatland zu reden. Im WINDSURFERS-Interview erklärt der 28-Jährige, dass die UK mehr als nur Fußball und Fish & Chips auf dem Kasten hat.

In Deutschland und England ist es wahrscheinlich ziemlich identisch: Fast alle Kinder haben nur Fußball im Kopf. Wieso entschiedest du dich fürs Board anstatt zu bolzen? Und schlägt dein Herz dennoch für ein Premier League Team?
Haha, ja, Fußball ist hier wirklich so ziemlich das Wichtigste (lacht). Aber ich habe irgendwie nie richtig gespielt. Wir waren mehr eine Rugby-Familie, weshalb ich dementsprechend viel die ovalförmige Kugel warf, als ich jünger war. Damals drückte ich übrigens auch dem FC Arsenal die Daumen, aber heutzutage verfolge ich ihre Spiele kaum noch.

Einige Wettkämpfe machte ich zusätzlich auch im Schwimmen. Wahrscheinlich fing bereits damals die Liebe zum Wasser an. Schwimmen, Surfen, Windsurfen – all diese Sportarten liebte ich von Anfang an. Es ist zwar meistens arschkalt in Großbritannien, aber wir sind nunmal vom Meer umgeben. Was wäre es für eine Verschwendung, dieses nicht zu nutzen?

Adam Lewis im Interview
Adam Lewis im Interview

Sehen das viele auf der „Insel“ so? Wie groß ist Windsurfen in deiner Heimat und hat man es leicht, Profi zu werden?
Nein, absolut nicht. Ich glaube, es ist verdammt hart. Um das Level der World Tour zu erreichen, muss man schon einige Hürden meistern. Ich hatte damals das Glück, auf Teneriffa arbeiten zu können, wo ich schlagartig deutlich besser wurde. Wir haben zwar auch extrem gute Bedingungen in der UK, aber leider nicht konstant genug, um richtig trainieren zu können.

Hinzu kommt, dass das Level auf der Tour täglich besser wird. Dadurch wird es immer schwieriger, dort hinzugelangen.

Wie weit vom Meer bist du aufgewachsen? Und seit wann fokussierst du dich komplett aufs Windsurfen?
Ich wohne eigentlich recht nah an der Küste. Ungefähr eine halbe Stunde vom nächsten Spot entfernt und zirka 1:40 Stunde bis nach Gwithian, wo beispielsweise auch die Storm Chase stattfand. Ich lernte jedoch anfangs auf einem See, der unendlich doll nach Entenscheiße stank, aber nur wenige Minuten von meinem Haus entfernt lag.

Nachdem ich mit 15 Jahren das erste Mal aufs Board kletterte, ging alles ziemlich schnell, Schlag auf Schlag. Ich fokussierte mich eigentlich nie besonders auf irgendwas speziell, wollte jedoch immer so viel Windsurfen wie nur irgendwie möglich.


Adam Lewis im Interview

Wie kam es denn zu deinem „ersten Mal“? War es die typische „Mein Papa brachte mich zum Windsurfen“-Story?
In gewisser Weise, ja. Meine Eltern lebten in Bahrain, wo mein Vater mit dem Windsurfen anfing. Als ich geboren wurde, zogen sie zurück in die UK. Mit ungefähr 15 Jahren fragte mich Papa, ob ich nicht auch mal Lust drauf hätte, denn er wollte mit dem Sport neu beginnen. Ich sagte natürlich ja. Ab dann nahm alles seinen Lauf und wurde von Tag zu Tag mehr.

Im Winter sieht man dich fast ausschließlich auf Teneriffa. Bist du inzwischen mehr auf den Kanaren als in Großbritannien?
Zurzeit bin ich wohl etwas mehr in der UK, aber nach wie vor auch viel auf Teneriffa. Außerdem reise ich nebenbei noch zu einer Menge anderer Plätze. Teneriffa ist aber mit Abstand mein Lieblingsziel. Pozo ist zwar sicherlich windreicher und Fuerteventura sowie Lanzarote haben größere Wellen, aber dennoch hat man auf Teneriffa viel bessere Waveride-Bedingungen als in Pozo und deutlich mehr Wind als auf Fuerte. Man bekommt also das Beste von den zwei Inseln „addiert“. Zusätzlich ist die Stadt El Médano ein wirklich hübscher und spezieller Ort.










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