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Alex Mussolini

Durch peitschenden Regen tönt es durch die, durch Sturmböen wackelnden, Lautsprecher am Strand von Westerland: Der Sieger der Doubleelimination des Colgate Worldcup Sylt 2009 ist ... Alex Mussolini! Die Menge tobt und freut sich gemeinsam mit dem jungen Mann, der dort, in dem vom Wind und Flut verwüsteten, Equipment-Areal jubelt. Viele der 200000 Besucher des Megaevents auf Sylt hören den Namen zum ersten Mal. Dabei gehört der 24 jährige Spanier schon seit vielen Jahren zu den besten Fahrern auf der PWA Tour. Am Tag nach dem größten Erfolg seines Lebens sprachen wir mit dem sympathischen Mann aus Barcelona.

<b>Alex, herzlichen Glückwunsch zu deinem Sieg hier auf Sylt. Wie fühlst du dich heute?

Noch immer total ko.

Und abgesehen von dem körperlichen Gefühl?

Ich weiß es nicht. Ich bin hier im Materialzelt und packe, wie nach jedem Event, meine Sachen. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich etwas geändert hat. Und auch nicht, dass ich etwas Großartiges vollbracht habe. Ich denke nur, dass ich hier gute Heats gefahren bin.

Das hört sich danach an, dass du noch nicht realisiert hast, dass du das erste Mal in deinem Leben einen Worldcup gewonnen hast.

Das hoffe ich irgendwie. Mein halbes Leben habe ich darauf hin gearbeitet und nun fühlt es sich so erschreckend unspektakulär an. Aber ich merke schon, dass sich etwas anders ist. Ich bekomme minütlich Glückwünsche aus der ganzen Welt. Das ist natürlich schön.

Alex Mussolini
Alex Mussolini

Du bist ja auch schon eine ganze Weile auf der Tour dabei. Wie bist du denn zum Windsurfen gekommen?

Ich war ungefähr 10, als ich das erste Mal auf dem Board stand. Mein Vater ist auch Windsurfer. Und in dem Alter findet man natürlich alles toll, was der Papa macht. So war ich dann jedes Wochenende mit meinem Vater unterwegs.

Ich habe dich vor ca. 10 Jahren das erste Mal auf dem Wasser gesehen. Das war auf Maui. Wie bist du da in so jungen Jahren hingekommen?

Mein Vater hat gemerkt, dass ich dafür, dass ich nur an den Wochenenden surfte, schell besser wurde. Da hat er das Gefühl gehabt, dass ich ein besonderes Talent besitze und dass er mich fördern muss. Er hat dann von einem Freund gehört, dass es auf Maui die Ocean Academy gibt. Die wurde von den Eltern von Luke und Levi Siver betrieben. Kids konnten dort Surfen und zur Schule gehen. Da hat mein Vater mich dann hin geschickt als ich 14 war. Ich bin für 2 Jahre dort gewesen.

Wie war die Zeit?

Unvorstellbar toll. Wie auch sonst? Wenn du als Jugendlicher Windsurfen liebst und dann nach Hawaii kannst, wie soll es anders sein? Ich würde mein Kinder da auch hinschicken.

Dann hat es aber, wenn ich mich recht erinnere, eine Weile gedauert bis man wieder etwas von dir gehört hat.

Stimmt. Mit 16 kam ich dann zurück nach Spanien und wollte sofort Surfprofi werden. Das hat meinem Vater dann nicht gefallen. Er hatte das Gefühl, dass der Lifestyle der Surfer doch etwas zu relaxt ist. Vielleicht hatte er auch Recht. Ich war schon ziemlich tiefenentspannt, als ich zurück kam und habe viel rumgehangen. Auf jeden Fall sollte ich dann erst mal meine Schule beenden. Ich war dann fast 2 Jahre fast überhaupt nicht auf dem Wasser. Nur ab und zu in der Nähe von Barcelona und in den Ferien mal auf Gran Canaria.


Alex Mussolini

Und dann?

Dann war ich auf einer spanischen Meisterschaft. Und da war zufällig auch Martin Brandner von JP. Der hat mich gesehen und wollte mich dann unterstützen. Das war 2003. Ein Traum ging für mich in Erfüllung als ich mein erstes Gehalt bekommen habe und somit vom Windsurfen leben konnte. Das war das schönste Erlebnis in meinen Leben.

Abgesehen von dieser Woche auf Sylt?

Ja vielleicht (lacht)!

Was war denn dein unschönstes Erlebnis in deiner Karriere?

Immer wenn ich aus Dummheit oder mit Pech einen Heat verliere. Das ist jedes Mal ein schreckliches Gefühl. Z.B. wenn mir mein Material bricht und ich deshalb verliere. Oder ich zu weit in Lee rumsurfe und mich die Judges dann nicht sehen oder bewerten.









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