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Antoine Albeau - vom Gejagten zum Jäger

Antoine Albeau im Interview. Der Franzose spricht über seine Rivalität mit Björn Dunkerbeck und den Weg, als Erster die Ziellinie zu überqueren.

Antoine Albeau wurde von 2007 bis 2010 ununterbrochen Weltmeister im Slalom. 2011 musste der 40-Jährige die Krone Björn Dunkerbeck abgeben und auch in diesem Jahr liegt der Franzose nach 4 von 7 Events im Ranking hinter seinem Erzrivalen. Im Interview spricht er über die Rivalität mit seinem Dauer-Konkurrenten und welcher Fähigkeiten es bedarf, im Slalom erfolgreich zu sein.

Antoine, lass uns zuerst über den vergangenen Event in Sotavento auf Fuerteventura sprechen. Der Spot liegt dir, oder?
Ja, ich glaube ich habe hier die letzten 6 Jahre immer gewonnen. Starker Wind und Chop aus allen Richtungen sorgen für sehr anspruchsvolle Bedingungen und der Fahrer macht den großen Unterschied. Anders als an Spots mit perfekten Bedingungen, wo das Feld näher zusammenrückt und kleine Unterschiede am Material das Zünglein an der Waage spielen. Auf Fuerteventura ist geistige und körperliche Fitness gefragt, man muss seine Leistung viele stürmische Tage in Folge abrufen. Dieses Jahr war das leider etwas anders, wir konnten nur 4 Rennen fahren.

Gibt es trotzdem irgendwelche speziellen Anforderungen, die Fuerteventura an das Material stellt?
Wie gesagt es ist sehr choppy und windig, da muss das Material vor allem gut zu kontrollieren sein. Ich reise immer einige Tage vor dem Event an, um mein Set Up optimal zu tunen. Die gesamte Abstimmung von Board, Finne und Rigg muss perfekt stimmen.

Antoine Albeau - vom Gejagten zum Jäger
Antoine Albeau - vom Gejagten zum Jäger

Welcher Typ Slalomfahrer ist gefragt in den schwierigen Bedingungen von Sotavento?
Um auf Fuerteventura gut zu sein, brauchst du vor allen Dingen Erfahrung. Daher sind es eher die alteingesessenen Fahrer, die hier vorne mitmischen. Auch technische Fähigkeiten spielen an diesem schwierigen Spot eine wichtigere Rolle, als beispielsweise einfach nur hinhalten zu können. Natürlich ist es auch kein Nachteil ein ordentliches Kampfgewicht auf die Waage zu bringen.

Dieses Jahr auf Fuerteventura warst du nur Dritter. Im Gesamtranking liegst du hinter Björn Dunkerbeck auf Platz 2. Die Dominanz des Antoine Albeau der Vorjahre ist vorbei. Wie erklärst du dir das?
Ich bin keineswegs schlechter geworden, die Konkurrenz wird einfach immer stärker. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Die anderen Marken arbeiten hart an der Entwicklung ihres Materials. Es gibt keine langsamen Boards oder Segel mehr, und auch keine schlechten Fahrer. Alle rücken näher zusammen. Außerdem mache ich dieses Jahr unnötige Fehler, die ich sonst nicht gemacht habe.


Antoine Albeau - vom Gejagten zum Jäger

Von welcher Art von Fehlern sprichst du?
Meist taktische Kleinigkeiten, die am Ende aber Siege kosten. Vor allem bei Halbfinal- und Finalläufen hatte ich einige knappe, aber total unnötige Frühstarts. Darüber ärgere ich mich sehr, denn diese Fehlstarts haben mir schon einige Ergebnisse ruiniert. Es gab auch noch andere Fehler, die ich gemacht habe, die will ich aber lieber nicht verraten (lacht).

Die Rolle des einsamen Gejagten bist du dadurch immerhin los. Wie gefällt dir deine neue Rolle als Jäger von Björn Dunkerbeck?
Ich bin immer noch der Gejagte! Auch wenn ich im Eventranking gerade nicht mit Abstand auf Position Eins liege, oder wenn während eines Events jemand anders der temporäre Leader ist. Das Feld lässt mich trotzdem nie aus den Augen. Ich habe immer das Gefühl dass alle hinter mir herrennen und mich beißen wollen. Ansonsten kann ich mit der Rolle des Gejagten gut leben. Ich fühle mich auf Platz 1 wohler als auf den folgenden. Drum ist es auch mein Ziel da wieder hin zu gelangen.










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