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Arnon Dagan: ‘Nächstes Jahr will ich Weltmeister werden’

Der Slalom-Profi und RRD-Cheftester erklärt im Gespräch mit WINDSURFERS, warum es etwas Besonderes ist, als israelischer Profisportler um die Welt zu reisen, und wie ihn das Alter besser werden lässt.

Der 39-jährige Israeli zählt zu den „Evergreens“ im World Cup Slalom. Seit den Anfängen dieses Jahrtausends kann Arnon Dagan stets ein Wörtchen bei der Podiumsbelegung mitreden. Und auch wenn die Uhr bald 40 schlägt, denkt der sympathische Hüne noch lange nicht ans Aufhören. Vielmehr hält er das zunehmende Alter – und die daraus resultierende Erfahrung – für einen Schlüssel zum Erfolg. So kommt es, dass Dagan sich für das nächste Wettkampfjahr ein amtliches Ziel gesetzt hat: den Weltmeistertitel.
Wie er sich dabei in einem Land, das eher für Religion, Geschichte und politische Unruhen bekannt ist, zum Windsurf-Profi mauserte, und warum er vergangenes Jahr nicht an der Eröffnungszeremonie auf Sylt teilnehmen wollte, erklärt der NeilPryde- und RRD-Cheftester im WINDSURFERS-Interview.

Arnon Dagan: ‘Nächstes Jahr will ich Weltmeister werden’
Arnon Dagan: ‘Nächstes Jahr will ich Weltmeister werden’

Vergangenes Jahr verweigertest du die Teilnahme an der großen Eröffnungsfeier des World Cups Sylt. Erkläre uns bitte, weshalb.
Bei der Sylter Opening-Ceremony werden die Athleten durch das Halten ihrer Flagge präsentiert. Ich entschied mich, nicht mitzumachen, weil die Organisatoren nun zwei Jahre infolge nicht die israelische Flagge für mich dabei hatten. Ich bin sehr stolz darauf, in Deutschland antreten zu dürfen, ich liebe Sylt und die deutschen Menschen. Aber als einziger Israeli auf der Tour, als ehemaliger Gewinner des PWA Sylt und hauptsächlich als Person, dessen halbe Familie im zweiten Weltkrieg ermordet wurde, kann ich es mir nicht erlauben, ohne Israelflagge auf die Bühne zu treten.

Anmerkung des Veranstalters: Zu unserem Bedauern kam es zu organisatorischen Problemen bei der Eröffnungsfeier, die natürlich aus der Welt geschaffen wurden. Wir freuen uns darauf, dass Arnon Dagan mit der israelischen Flagge als einer von rund 130 Startern aus aller Welt an der diesjährigen Eröffnungsfeier teilnehmen wird.

Eine Zeitlang las man in deinem Segel sogar die Inselmarke „Sylt Brands“ als Sponsor. Hast du also tatsächlich eine besondere Beziehung zu der Insel? Was denkst du über Sylt?
Ich traf die Macher von „Sylt Brands“ während eines Formula-Windsurfing-Contest auf der Insel. Wir mochten uns und sie sponserten mich von da an für einige Jahre. Ich liebe Sylt wirklich! Der deutsche World Cup ist mit Abstand mein bevorzugter Event auf der Tour und ich erlebte einige meiner besten Momente – auf und neben dem Wasser – auf der Nordseeinsel. Sylt ist das perfekte Beispiel dafür, wie der Windsurfsport repräsentiert werden muss. Die Freiheit, der Lifestyle und die Freude, die der Sport einem gibt.


Arnon Dagan: ‘Nächstes Jahr will ich Weltmeister werden’

Stichwort Repräsentieren: Dein Heimatland ist weniger als Windsurf-Mekka bekannt. Wie lebt es sich als professioneller Windsurfer in Israel?
Israel ist ein super Ort zum Windsurfen. Wir haben hier eine tolle Gruppe an Leuten, die zusammen aufs Wasser gehen und ich bin sehr froh, hier zu leben. Allerdings war es anfangs extrem komisch als einziger im Land mit einem Sport Geld verdienen zu wollen, von dem hier zuvor noch niemand leben konnte. Als ich etwas jünger war, fühlte ich mich deshalb wie ein Außenseiter, aber heute ist das okay.

Verrate uns doch bitte einmal die besten Spots. Und ist es voll auf dem Wasser?
Israel hat einige hervorragende Spots! Wir haben immerhin das Mittelmeer, das Rote Meer bei Eilat und natürlich den See Genezareth, wo Jesus übers Wasser lief und windsurfte (lacht).
In Bat Galim Haifa, meinem Homespot am Mittelmeer, haben wir solide Wellen und jede Menge Wind. In Eilat am Roten Meer gibt es hingegen perfekte Flachwasserspots und richtig starken Wind. Auf dem See Genezareth haben wir im Sommer für vier Monate jeden Tag satte 25 Knoten!

An meinem Homespot gibt es Bedingungen, die man beinahe mit Klitmöller vergleichen kann. Die Wellen brechen auf einem Riff – es kann also sehr gut werden.
Und zum Thema überfüllt: Es gibt einige Windsurfer hier in Israel, aber nirgends ist es wirklich voll.










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