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Boujmaa Gouilloul

Worldcup Sylt 2008, tausende Menschen am Strand, der Wind bläst dir ins Gesicht, es regnet und deine Augen wandern über das Materiallager. Dann siehst du ihn: Er ist klein, dunkelhäutig, hat ein Grinsen im Gesicht und einen Kopf voller Locken. Er zwängt sich in seinen Neoprenanzug, nimmt sein Rigg in die Hand und kämpft mit dem Beachbreak des Brandenburger Strandes. Boujmaa ist ein Exot in der Windsurfwelt und der heißeste Exportschlager, in Sachen Windsurfen aus Marokko, seit Rashid Roussafi. Für uns stand der Mann mit der Segelnummer M-3 Rede und Antwort.

<b>Windsurfers: Hey Boujmaa, das letzte Mal durften wir dich auf dem Worldcup Sylt bewundern. Die Bedingungen waren seit langem mal wieder richtig gut an der Nordsee. Wie hat dir Sylt gefallen?

Boujmaa: Die Bedingungen waren echt gut und der Event war super. Besonders in den frühen Morgenstunden ging es richtig zur Sache. Ich hatte etwas Pech, aber dafür konnten die Jungs im Finale wahnsinnige Wellen abreiten.

WS: Bei dir vor der Haustür brechen aber auch ein paar ganz nette Wellen. Ursprünglich kommst du ja aus Marokko. Das Land ist nicht die typische Windsurf-Nation. Wo kommst du her und wie bist du aufs Brett gekommen?

B: Marokko hat in den letzten Jahren viel für den Sport an sich getan. Seit ein neuer König an der Macht ist, hat sich einiges geändert. Immer mehr Kids kommen mit ihren Surfbrettern an die Strände von Moulay oder Sidi Kaouki. Ich komme aus Essaouira, südlich von Casablanca. Mit 13 war ich das erste Mal auf dem Board. Davor war ich immer nur am Bodyboarden oder am Wellenreiten. Windsurfen hatte für mich ein etwas angestaubtes Image und die Leute, die ich damals auf einem Windsurfbrett gesehen hatte waren alt und hatten viel Geld.

WS: Ohne Moos nichts los! Wie bist du an dein erstes Windsurfbrett gekommen?

B: Ich war ein sehr guter Schüler (lacht)! Meine Mutter kaufte mir mein erstes Brett für umgerechnet 30 Euro als ÑBelohnungì. Meine schulischen Leistungen hielten sich nach dem Kauf in Grenzen.

Boujmaa Gouilloul
Boujmaa Gouilloul

WS: Das war aber erst der Anfang deiner Karriere. Es gab viele Kids in Moulay, die Talent hatten. Warum gibt es nicht mehr Profis aus Marokko?

B: Ich glaube ich hatte einfach nur Glück. Von Anfang an unterstützten mich meine Familie, meine Freunde und Starboard und Severne. Nach dem Sponsoring ging es Schlag auf Schlag. Erst durfte ich nach Hawaii fliegen und dann machte ich auch schon die ersten Photoshoots. Du musst dir einen Namen machen. Aber warum nicht die anderen Kids? Der Punkt ist das Geld. Bist du kein Profi hast kein Geld. Die Moulay brauchen Unterstützung. Wer könnte sich sonst ein Ticket von ihnen leisten?!

WS: Es gab aber schon einen marokkanischen Windsurfer-Profi vor dir: Rashid Roussafi. Nach Rashid bist du der einzige Windsurfpro in der arabischen Welt. Wie kommt das?

B: Marokko ist das einzige Land mit richtig guten Bedingungen. Ich kenne ein paar Leute aus Tunesien, Ägypten und Algerien, die wirklich gut surfen. Aber die haben kein Geld und können es sich einfach nicht leisten zu verreisen.


WS: Rashid konnte sich das leisten. Er verdiente Geld mit dem Windsurfen. War er so eine Art Idol für dich?

B: Als Kind habe ich immer zu ihm aufgeschaut. Er war der einzige Landsmann weit und breit, der sein Geld mit Windsurfen verdiente. Klar war ich ein Fan und ich wusste, was ich werden wollte. Hat ja auch ganz gut geklappt.

WS: Genug über Marokko gequatscht. Wann hast du eigentlich das erste Mal dein Heimatland verlassen und wie hast du dich gefühlt?

B: Das erste Mal bin ich 2002 nach Frankreich, zu einem Surf-Contest, gefahren. Das war schon komisch. Wir waren mit einem Bus unterwegs und ich war fasziniert von Spanien und Frankreich. Es war ganz anders als zu Hause. Eine schöne Erfahrung, aber viel zu kaltes Wetter.









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