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Formula-Weltmeister 2017 - Vincent Langer im Interview

Im WINDSURFERS-Interview erklärt der 30-Jährige, wieso er die Deutsche Tour mitfährt, obwohl er auch im Worldcup ordentlich was reißen könnte, verrät das Geheimnis seines Erfolges und sein größtes Ziel.

Du hast gerade deinen ersten Formula-Weltmeistertitel gewonnen. Dazu erst einmal Gratulation!
Dankeschön! Als ich das Ding gewonnen hab, war ich erst einmal total überrascht. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Mein bestes Ergebnis im Formula war 2012 in Lettland. Danach war ich tatsächlich nie wieder unter der Top-10. Ich bin mit dem Ziel Top-5 zu fahren auf Sylt angereist. Damit wäre ich auch schon zufrieden gewesen. Aber das ich jetzt gewonnen habe ist natürlich einfach der Hammer.

Am letzten Tag der Weltmeisterschaft wurde es ja wirklich noch einmal extrem spannend. Ihr habt euch an der Spitze ja ein richtiges Duell geliefert…
Bis zum letzten Tag konnten tatsächlich noch vier Leute Weltmeister werden: Der amtierende Weltmeister Alexandre Cousin, Vizeweltmeister Sebastian Kördel aus Deutschland, Ex-Weltmeister Steve Allen aus Australien und ich. Für den letzten Tag hatten wir eine sehr geile Windvorhersage. 20 Knoten aus Süd-West. Das ist auf Sylt schräg-auflandig von links und bedeutet ordentlich Welle. Große Wellen liegen mir sehr gut. Ich wusste, dass ich bei wenig Wind deutlich stärkere Defizite habe, als bei viel Wind. Im Vergleich zu allen anderen konnte ich also wesentlich entspannter in den Tag gehen. Das hat sich dann auch gleich bemerkbar gemacht. Die Favoriten wurden ihrer Rolle nicht gerecht. Sebastian ist immer knapp in die Top-10 gefahren, Steve war in keinem einzigen Rennen vor mir. Alexandre war stark, mit dem habe ich gekämpft, aber man kann auch nicht sagen, dass er am letzten Tag noch unglaublich schnell war. Durch die veränderten Bedingungen waren komplett andere Leute vorne. Gunnar Asmussen und Caspar Bouman zum Beispiel. Die Jungs haben mir dann geholfen, indem sie sich zwischen mich und die anderen Titel-Kandidaten geschoben haben. Dadurch haben die anderen deutlich mehr Punkte bekommen.

Formula-Weltmeister 2017 - Vincent Langer im Interview
Formula-Weltmeister 2017 - Vincent Langer im Interview

Und du fährst vor Sylt ja auch mehrere Regatten im Jahr. Das spielt dir natürlich auch ein wenig in die Karten.
Definitiv! Sylt ist ein Spot, an dem ich mich extrem wohl fühle. Flachwasser liegt mir ehrlich gesagt nicht so, weil ich das hier auch nie fahre. Sylt hingegen kenne ich wie meine Westentasche! Seit 2012 habe ich außerhalb vom Worldcup kein Event auf Sylt mehr verloren. Die Serie will ich natürlich weiterführen (lacht)!

Grundstein deiner Windsurf-Karriere ist, dass du früher in Schilksee bei Kiel RS:X gefahren bist. Hilft dir das heute immer noch?
Angefangen habe ich durch meinen Vater, der ist früher auch Regatten gefahren. Dann wurde ich in den Landes-Kader berufen, damals aber noch auf dem alten One Design.

Das Mistral One Design? Vier Meter lang und unfassbar schwer?
Genau die alte Scheiß-Planke (lacht)! Damit habe ich angefangen, wurde später in den Olympia-Kader berufen und bin dann in der RS:X-Klasse gestartet. Durch die langsameren Brettklassen lernt man deutlich mehr Technik. Bei einer taktischen Disziplin wie Formula hilft es natürlich ganz besonders, dass ich am Olympia-Stützpunkt noch einen Trainer hatte, mit dem ich Vor- und Nachbesprechungen gemacht habe und, dass ich eine richtige taktische Ausbildung bekommen habe. Da profitiere ich auch heute noch von. Das kann ich wirklich nur jedem Jugendlichen empfehlen. Erstmal mit dem T293 starten und dann später erst mit der Shortboard-Geschichte anfangen.


Formula-Weltmeister 2017 - Vincent Langer im Interview

Würdest du dich heute nochmal auf das RS:X stellen und für Deutschland bei Olympia starten?
Haha, dafür bin ich zu schwer! Das Idealgewicht liegt für’s RS:X bei 72-73kg. Aber würden wir ein anderes Brett bekommen, mit dem ich bei meinem Gewicht von 90kg konkurrenzfähig bin, wäre Olympia natürlich immer noch der größte Traum für mich.

In Deutschland wirkt es so, als wäre der erste Platz für dich immer garantiert. Wird dir das nicht langweilig?
Naja, so richtig langweilig ist das nicht! Jetzt gerade beim Tourstop in Grömitz habe ich von Gunnar (Asmussen, Anm.d.Red.) einen auf die Mütze bekommen! Die Konkurrenz in Deutschland ist extrem stark. Bei der Formula-WM zum Beispiel ist Gunnar jetzt Fünfter geworden, Kördel Vierter und Nico Prien Achter. Gegen die Jungs kämpfe ich in Deutschland. Das ist definitiv kein Selbstgänger! Und wenn man sich im Worldcup mal die Slalom-Ergebnisse anguckt, dann ist das auch so, dass Gunnar und Nico ab und zu bis ins Finale fahren. Das Level ist hoch und es ist deshalb null langweilig.



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