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Julien Pockrandt – das boot-Talent 2016 im Interview

Der 17-jährige Rostocker Julien Pockrandt wurde gerade zum Windsurf-Talent des Jahres gekürt. Im WINDSURFERS-Interview steht der DJ und Slalom-Racer Rede und Antwort.

<b>Moin Julien! Du hast gerade den Talentförderungspreis der boot in Düsseldorf erhalten. 2016€ sind für einen Schüler meist ja schon eine Menge Holz. Weißt du schon, was du dir davon leisten willst?
Ich habe gerade schon meine neuen Segel von Challenger Sails bekommen, aber meine Boards von 99NoveNove fehlen noch. Dafür brauche ich schon einmal einen Teil. Nächstes Jahr möchte ich dann wahrscheinlich nochmal nach Teneriffa fliegen. Von der "Anschubfinanzierung" möchte ich dann Flug, Unterkunft und auch das Training bezahlen. Dieses Jahr war ich schon einmal da und habe direkt eine Woche dran gehängt. Zum Glück geht das bei meiner Schule!

Aus dem Worldcup kennt man Geschichten, dass Profis teilweise schon als kleine Kinder aufs Board gestellt und von ihren Eltern regelrecht gedrillt wurden. Wie bist du zum Surfen und Regatten gekommen?
Das war bei mir nicht so! Surfen gelernt habe ich mit meinem Vater in Griechenland, als ich neun Jahre alt war. Zuerst war ich nur im Urlaub surfen, aber irgendwann habe ich mir dann doch mein erstes Board und mein erstes Segel gekauft. Das war so ein ganz altes Board, so ein F2 Xantos. Ich bin an dem Sport hängen geblieben, und habe meinen Vater mitgezogen.

Julien Pockrandt – das boot-Talent 2016 im Interview

Der Xantos ist ein echter Klassiker! Den ist sicher jeder schon einmal gesurft
Haha ja! Das hatte um die 140l. Nach zwei Wochen war mir das dann schon zu langweilig, dann habe ich mir schon ein kleineres gekauft. Ein 100-Liter-Board Freerider von Quatro. Mit dem habe ich dann richtig viel geübt. Irgendwann habe ich dann die Jungs am Gardasee Slalom trainieren gesehen. Das sah richtig cool aus und ich hab mich dann auch direkt informiert, wie man zum Regatta-Fahren kommt. So bin ich dann auch in die DWC-Szene reingerutscht. Bei uns in der Nähe, in Kühlungsborn gibt es auch einen DWC Tourstop. Da war ich dann mit meinem Vater, fand das mega cool und habe mir gesagt: "Nächstes Jahr fährst du da auch mit!"

Hast du dir einfach Slalom-Material zugelegt und hast angefangen darauf zu üben?
Ja, klingt simpel aber eigentlich schon! Ich habe damals nur mit einem kleinen Slalom-Segel mit 5,8qm, und einen superkleinen iSonic, den ich mir zum Geburtstag gewünscht habe, angefangen. Mehr Material hatte ich nicht. In der nächsten Saison bin ich dann das erste Mal beim DWC auf Sylt gestartet.


Julien Pockrandt – das boot-Talent 2016 im Interview

Sylt kann ja ein richtig anspruchsvolles Revier sein. Hat das direkt funktioniert?
Naja, ich bin dann erst einmal nur eine Elimination mitgefahren, und bin da letzter geworden. Eine Saison später war ich dann viel besser vorbereitet und bin direkt Deutscher Meister in der U17 geworden.

Gab es da denn schon viel Konkurrenz oder bist du quasi alleine gefahren?
Das war schon ein harter Kampf! Zuerst lag ich auch sehr weit hinten, da waren mit Luis Ponseti, Michele Becker und Lars Paustian schon einige richtig gute dabei.

Das sind ja quasi dieselben Protagonisten wie heute in der U20.
Ja genau! Dieses Jahr ist Michele Deutscher Meister geworden, einen Punkt dahinter kam ich. Das war richtig knapp! Wäre ich im Slalom einen Platz weiter vorne gelandet, wäre ich ein Jahr nach meinem Titel in der U17 auch deutscher Meister U20 geworden. Leider hatte ich am Anfang der Saison eine Lungenentzündung. Das hat nicht so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Dafür lief es beim Euro-Cup ganz gut. Auf der Tour fahren einige der besten Slalom-Windsurfer Europas mit. Insgesamt bin ich nach allen Events auf einem zehnten Platz gefahren und habe damit auch die U20 Wertung gewonnen. Das ist mein bisher größter Erfolg. Wir hatten dieses Jahr auch ziemlich viele Wave-Events auf der Tour. Ich glaube das waren insgesamt sogar vier Stück. Die bin ich alle mitgefahren und bin da auch U20-Meister geworden.









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