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Kauli Seadi

Kauli Seadi ist die unumstrittene Nummer 1 in der Welle. Nicht zuletzt durch zwei aufeinanderfolgende Weltmeister-Titel und seinen Auftaktsieg auf den Kaperden zur diesjährigen PWA-Tour hat der sympathische Brasilianer dies bewiesen.

In diesem Frühjahr überraschte Kauli die Windsurf-Gemeinde mit seinem Wechsel zu JP und Neil Pryde. Wir nutzen einen zweitägigen Deutschlandaufenthalt des Shooting-Stars zu einem Gespräch über die Gründe für seinen Sponsorenwechsel und seine Pläne für dieses Jahr. Ausserdem fragten wir nach den Vor- und Nachteilen der neuen Twinser-Boards (Anm. d. Red.: Boards mit zwei parallel angeordneten Finnen).

WS: Kauli, vor einer Woche warst du auf Maui, gestern noch in Brasilien und jetzt treffen wir dich auf Fehmarn. Du scheinst ein reisefreudiger Mensch zu sein?

K: Das bin ich auch. Aber in den letzten Monaten wurde es sogar mir ein wenig zu viel. Ich war fast 3 Monate auf Maui, um an meinem neuen Signature- Segel von Neil Pryde zu arbeiten und Boards zu testen. Dann bin ich für den ersten World Cup auf die Kapverden geflogen. Dann ging es für Photoshoots zurück nach Maui. Nach einem kurzen Stopp in Brasilien bin ich jetzt hier auf Fehmarn beim Surf-Festival. Von hier geht es dann direkt nach Frankreich zum Defi-Rennen (Anm. d. Red.: Long Distance Race in Gruissan mit annähernd 1000 Startern). Seit Januar war ich so nur 3 Tage zu Hause. Aber das wird sich kommende Woche ändern.

Kauli Seadi
Kauli Seadi

WS: Deinen Wechsel zu Neil Pryde und JP kann man durchaus als überraschend bezeichnen. Du hast in den vergangen Jahren immer betont, das persönliche Umfeld bei einer kleineren Marke wie Quatro zu bevorzugen. Mit Naish-Sails hat es sich ähnlich verhalten. Jetzt bist du bei den Marktführern unter Vertrag.

K: Ich war auch immer sehr zufrieden mit Quatro und Naish. Beide Marken haben mich immer hervorragend unterstützt und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dahin zu kommen, wo ich jetzt bin. Aber im Laufe einer Karriere ändern sich die Gegebenheiten und Ziele. Ich war jetzt auf der Suche nach Partnern, die genug Power haben mich auf meinem weiteren Weg zu begleiten und meine Visionen umzusetzen. JP und Neil Pryde schienen mir dafür ideal. Einerseits besitzen beide Marken gut funktionierende Entwicklungs-Teams um neue Produkte nach meinen Vorstellungen umzusetzen. Andererseits haben sie die Grösse, diese dann auch international zu vermarkten und damit möglichst viele Surfer zu erreichen.

WS: Und werden deine Erwartungen bis jetzt erfüllt?

K: Voll und ganz. Ich bin im Januar nachdem wir uns geeinigt hatten, direkt nach Maui gereist. Dort sitzt ja das Entwicklungszentrum von Neil Pryde. Ich hatte sehr genaue Vorstellungen, wie ein von mir mit-designtes Segel auszusehen und funktionieren hat. Das waren die Vorgaben von meiner Seite. Für Neil Pryde war es natürlich wichtig, dass sich das neue Segel in die bestehende Palette einfügt. Dort existieren ja durchaus gute Wavesegel, die auch von guten Fahrern wie Jason Polakow oder Antoine Albeaux entwickelt wurden und sehr erfolgreich funktionieren. Das hat aber perfekt geklappt. Robert Stroj (Anm. d. Red.: Segeldesigner bei Neil Pryde) hat sich sofort mit mir an die Arbeit gemacht. Er hat genau verstanden, was ich mir vorstelle. Und das Set Up in der Loft ist grandios. Am Tag werden die ersten Entwürfe am Computer erstellt, über Nacht dann die Prototypen fertig gestellt. Am kommenden Tag konnte ich die Segel schon testen und dann Verbesserungsvorschläge machen. Wir haben so in kürzester Zeit bis zu 14 Prototypen pro Segelgrösse erstellt und getestet. So was hatte ich noch nicht erlebt. Schon vor dem World Cup auf den Kapverden hatte ich ein serienreifes Segel in allen Grössen zur Verfügung. Dieser Prozess dauert anderswo viele Monate. Parallel wurde an dem optischen Erscheinungsbild gearbeitet. Das Ergebnis hat mich mehr als überzeugt. ÑThe Flyì wird jetzt schon in wenigen Wochen erhältlich sein. Parallel habe ich mit JP ein Twinser-Board entwickelt.











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