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Markus Rydberg - Worldcuper mit Nebenjob

Der 25-jährige Schwede fährt seit knapp drei Jahren nahezu sämtliche Wave-Events der PWA World Tour mit, leben kann er alleine von dem Sport allerdings nicht. Zwischen Job, Reisen, Zukunftsplänen und seiner medialen Vermarktung probiert das Muskelpaket sich dennoch so häufig wie möglich in den Neo zu pellen, um sein großes Ziel zu erreichen, einmal zu den besten Zehn der Welt zu gehören. Im WINDUSRFERS Porträt stellen wir euch einen extrem bodenständigen Mann vor, der fernab von weltklasse Spots für sein großes Ziel wortwörtlich kämpfen muss.

„Bass, Schlagzeug, Trompete, Klavier und Saxophon“ listet Markus Rydberg stolz die Instrumente auf, die er beherrscht. Um Haaresbreite hätten wir den sympathischen Skandinavier nicht auf der World Tour, sondern auf Schwedens oder gar Europas Bühnen bestaunen dürfen. „ Bevor ich mit dem Windsurfen startete, hatten wir eine Band und tourten lange durchs Land“, erzählt der Mitte Zwanzigjährige und schwärmt noch heute: „Das war eine coole Zeit!“

Doch wie jeder weiß, zog es Rydberg glücklicherweise auf eine ganz andere Bühne: die des World Cup-Zirkus. „Ich bereue die Entscheidung keinesfalls!“, versichert Schwedens Vorzeigesurfer, „Erst 2012 entschied ich mich für den Schritt Windsurfprofi zu werden. Der Sport hat mir immer verdammt viel Spaß gemacht und nebenbei war es mein großer Traum - warum es also nicht ausprobieren?“

Markus Rydberg - Worldcuper mit Nebenjob
Markus Rydberg - Worldcuper mit Nebenjob

Von Sonne, Reisen, Wettkämpfen und den besten Wellen der Welt träumen wohl die meisten Wassersportler. Doch der Schritt vom Amateur hin zum World Cup Pro ist selbst für einen talentierten Nachwuchssurfer alles andere als einfach. Gerade dann, wenn das Umfeld einem die Karriere nicht in die Wiege gelegt hat. Deutschlands Slalom-Rambo Gunnar Asmussen stellte einst die Theorie auf, dass man als Windsurfer nur vom Sport leben kann, wenn man zu den wenigen Besten der Welt gehört - oder steinreiche Eltern hat. Mit anderen Worten: Ob man Profi wird oder nicht, hängt häufig vom Elternhaus ab. Doch neben finanzieller Unterstützung ist es natürlich auch gerade der Ort, wo man aufwächst, der die Karten bestimmt. Markus Rydberg ist weder von Beruf Sohn, noch wohnt er in Vargas. Und trotzdem hat er sich ein amtliches Ziel gesetzt: Einmal unter die zehn besten Windsurfer der Welt zu kommen.


Markus Rydberg - Worldcuper mit Nebenjob

Der 25-jährige Waverider muss für seinen Traum sicherlich mehr investieren als viele seiner Kollegen. „Generell ist es in Schweden ein längerer Weg, Profi zu werden, als anderswo“, fügt Rydberg an. Als junger Windsurfer würde man kaum beachtet werden - geschweige denn gesichtet. Somit benötigt es einen amtlichen Aufwand, die ersten Schritte zu bewältigen. Wer allerdings die primären Hürden genommen hat, steht paradoxerweise schnell vor den Toren der World Tour. „Da Windsurfen in Schweden recht klein ist, kommt nach den nationalen Contests mehr oder weniger direkt die PWA“, lacht der Simmer-Teamrider.

Ihm selbst gelang der Start in das Profi-Business durch viele kleine Wettbewerbe und jede Menge Reisen. Doch auch abseits des Wassers benötigte es einen Haufen Arbeit. Nicht zuletzt, um den eigenen Namen zu verbreiten. „Einmal mediale, natürlich gerade in dem Bereich Videos, aber auch einfach nur um Geld für die Reisen zu verdienen. Es ist ein harter Weg, bis man endlich wahrgenommen wird.“










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