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Mathias Genkel der deutsche Meister im Interview

Mathias Genkel hat dieses Jahr zwei von drei GFB-Events gewonnen. Trotzdem darf er sich nicht 'Deutscher Meister' nennen. Wir trafen den 'Jahresranglisten-Ersten' zu einem Gespräch.

Herzlichen Glückwunsch zum Titel. Seit diesem Wochenende bist du so etwas wie der "Deutsche Meister im Freestyle". Ist es dein erster großer Contest-Erfolg?
Ich fahre ja schon ewig im Freestyle mit, aber in Contests war ich immer meist „nur“ zweiter in Deutschland. International bin ich bei der EFPT in Six Fours/ Frankreich einmal auf den 9. Platz gefahren. National wurde 2011 das letzte mal eine offizielle deutsche Meisterschaft im Freestyle vergeben. Der Contest wurde direkt bei Choppy Water (die Organisatoren des DWC, Anm. d. Red.) vor der Haustür in Stein bei Kiel durchgeführt. Da war ich damals gegen Fabi Weber im Finale. Andre Paskowski hat das Ganze gejudged. Das Ergebnis wurde damals schon ziemlich kontrovers diskutiert. Am Strand hatten mir alle nach dem Finale schon gratuliert, aber dann hieß es tatsächlich: "Es zählt die Overall-Impression und du hast zwei mal verduckt, damit kannst du nicht gewinnen." Das war schon eine heikle Sache und ich hätte damals auch offizieller deutscher Meister werden können. Ich konnte zu der Zeit schon ein paar Power-Moves wie Culo und Kono, und konnte die auch zeigen. Aber das ist beim Freestyle sowieso immer so das große Ding mit dem Bewerten. Ich bin sehr ehrgeizig, aber ich versuche das nicht mehr so an mich heranzulassen. Letztendlich lernt man in Contests sehr viel dazu und wird auch durch die anderen Fahrer gepuscht – und das macht unheimlich viel Spaß.

Mathias Genkel der deutsche Meister im Interview
Mathias Genkel der deutsche Meister im Interview

Die GFBs sind ja als Grassroot-Bewegung gestartet, firmieren jetzt aber offiziell unter dem Banner der GWA. Wieso darfst du dich trotzdem nicht Deutscher Meister nennen?
Das habe ich selbst nicht so richtig verstanden. Letztes Jahr hieß es, dass die German Freestyle Battles den Titel "Deutscher Meister" in der Saison 2015 noch nicht vergeben, weil das alles noch nicht offiziell genug ist. Für 2016 hieß es dann, das geht auf jeden Fall. Dann wurde das von Valentin Böckler (dem Organisator der GFBs, Anm. d. Red.) nach dem GFB in Orth auch schon kommuniziert, dass ich deutscher Meister geworden bin. Anschließend kam aber direkt eine Mail vom DWC-Chef, dass bei den GFBs kein Deutscher Meister-Titel vergeben werden darf. Das wäre nur im Rahmen der DM auf Sylt möglich gewesen. Außerdem wären zu wenig Freestyler Mitglied in der GWA und dem DSV. Das Ganze ist schon ziemlich undurchsichtig, zumal sich richtig viele Freestyler extra eine Segelnummer geholt haben, was ja im Freestyle nicht wirklich cool rüberkommt (lacht).


Mathias Genkel der deutsche Meister im Interview

Ärgert dich das?
Ich finde das super schade. Freestyle ist so eine kleine Sportart. Es soll in erster Linie Spaß machen. Das passt dann doch gar nicht, dass das wie beim Fußball strengstens reglementiert sein muss. Vor allem weil das Judging und die Events wie Valentin sie organisiert echt professionell sind. Wer, wenn nicht er mit seiner Organisation, könnte denn einen Deutschen Meistertitel im Freestyle vergeben? Zumal sie ja nun auch an die GWA angeschlossen sind. Ich bin jetzt offiziell "Jahresranglisten-Erster 2016" der GFBs. Es gab mit dem Surffestival, Ummanz und Orth drei Events mit Wind und von daher hatte das auf jeden Fall Aussagekraft.

Du arbeitest schon seit einigen Jahren Vollzeit als Lehrer. Was unterrichtest du? In welcher Klasse an was für einer Schule?
Das Schulsystem in Deutschland ist ja sehr bunt und ich bin in Hamburg an einer Stadtteilschule. Das ist im Prinzip eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe. Man kann also das Abitur machen, aber auch alle anderen Abschlüsse. Ich unterrichte also sehr vielfältig, von der sechsten Klasse bis zu 13. ist alles dabei. Von Klassen die man aufs Abitur vorbereiten muss, bis zu Klassen wo es mehr darum geht, dass sich die Schüler 45min auf den Unterricht konzentrieren können, und dass ein sozialer Zusammenhalt in der Klasse entsteht.

Bist du auch Klassenlehrer?
Ja, in einer neunten Klasse. Das kann schon anstrengend sein, aber ich habe schon eine sehr nette Klasse (lacht).



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