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Nie war er so gut wie heute - Klaas Voget im Interview

Der Name Klaas Voget steht seit fast 15 Jahren für Topplatzierungen auf der PWA Wave Tour. Dieses Jahr fährt er so gut, wie nie zu vor. Warum? Wir haben den 35-Jährigen zum Interview getroffen und Antworten bekommen.

In den vergangenen 10 Jahren konnte sich Klaas 6 mal unter den Top 10 der Wave-Weltrangliste platzieren. Das ist keinem anderen in Deutschland lebenden Profi zu vor gelungen. Der Hamburger surfte bei PWA Events mehrfach auf das Podium: So stand er 2009 auf Sylt im Finale gegen Alex Mussolini und musste sich nur knapp geschlagen geben. Noch nie ist der 35-Jährige so gut in die Saison gestartet, wie in diesem Jahr. Im Interview verrät uns Klaas mögliche Gründe für seine Erfolgsserie.

Klaas, herzlichen Glückwunsch zu deinem aktuell 5. Rang in der Weltrangliste. Du bist in deiner Karriere noch nie besser in die Saison gestartet. Und das, entschuldige die Bemerkung, obwohl du mit 35 Jahren schon eher zu den älteren Eisen auf der Tour gehörst. Woran liegt das?
Danke, für beide Komplimente (lacht). Ich konnte mich für diese Saison gut vorbereiten und bin ohne großen Druck und besondere Erwartungen gestartet und hab es einfach auf mich zukommen lassen. Das lief bis jetzt ziemlich gut. Im letzten Jahr war das anders, die Saison hat für mich desaströs angefangen. Ich hatte eine langwierige Nasennebenhöhlenentzündung mit anschließender Op. Ich konnte dadurch fast 5 Monate nicht Windsurfen und trainieren. Mit diesen ganzen Problemen hatte ich dieses Jahr nicht zu kämpfen, und dazu kam noch der ein oder andere glückliche Umstand dazu. Jetzt bin ich fünfter der Weltrangliste, das fühlt sich natürlich ganz gut an. Und das, obwohl mir die Kanaren-Events gar nicht so liegen. Ärgerlich natürlich, dass ich jetzt hier in Klitmøller nur einen 9. Platz erreicht habe, es ist eigentlich mein Lieblingsspot auf der Tour, an dem ich regelmäßig bin, und den ich gut kenne. Aber die Bedingungen mit dem auflandigen und recht schwachen Wind haben die Sache nicht leicht gemacht. Und gegen Leon (Jamaer, Anm. d. Red.) kann man natürlich verlieren. Ich freue mich für ihn, dass er hier einen dritten Platz eingefahren hat, wäre aber natürlich selbst lieber besser gefahren.

Nie war er so gut wie heute - Klaas Voget im Interview
Nie war er so gut wie heute - Klaas Voget im Interview

Du sagst du bist ohne Druck in die Saison gegangen. Wie darf ich das verstehen? Ist es dir jetzt egal, was du für Ergebnisse fährst? Oder wird man mit zunehmendem Alter einfach gelassener?
Nein, egal ist mir das natürlich nicht. Dann könnte ich auch gleich zuhause bleiben. Aber ich habe mir kein konkretes Ziel gesetzt, wie z. B., ich will unbedingt in die Top 5 fahren. Eigentlich habe ich gedacht, es wäre schön noch mal bei einem Event auf das Podium zu fahren und habe dabei ein wenig auf den Chile Event geschielt. Ich kenne mich da sehr gut aus und es sind meine Lieblingsbedingungen. Aber ich habe mir kein Gesamtziel gesetzt, sondern eher den Vorsatz gehabt mit viel Spaß und entspannt in die Events zu gehen. Das scheint ein Erfolgsrezept zu sein (lacht).


Nie war er so gut wie heute - Klaas Voget im Interview

Jetzt folgt am Freitag der Event auf Sylt, der dir auch liegt!
Auf jeden Fall. Ich fahre auf Sylt im Jahr drei Events und habe damit mindestens die dreifache Erfahrung der meisten internationalen Konkurrenten. Wir fahren da im Jahr zwei deutsche Events und den Word Cup. Das tue ich seit 2000, das läppert sich also. Zum freien Fahren bin ich zwar selten dort, aber ich fahre viel auf der Nordsee und auch auf der Ostsee bei schräg auflandigen Bedingungen. Das ist natürlich ein Vorteil.










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