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Philip Köster - Auf dem Weg zum Triple

Dritter Weltmeistertitel und dreifache Vorwärtsrotation: Der 21-jährige Superstar im Gespräch über seine großen Ziele.

Jung, sympathisch und erfolgreich: Philip Köster ist trotz seines geringen Alters das Aushängeschild der gesamten Windsurfszene. Nach seinem letzten Weltmeistertitel folgten für den Deutschen eher durchwachsene Jahre auf der PWA World Tour. Mit bereits zwei gewonnen Events zeigt er sich 2015 so gut wie nie zuvor und steht aktuell kurz vor seinem dritten Streich. WINDSURFERS erwischte Philip auf Sylt - ein Interview über Erfolgsdruck, Equipment und Zukunftsprojekte.

Nachdem die letzten zwei Jahre für dich nicht optimal liefen, wirkst du diese Saison nahezu unbesiegbar. Wie ging es dir in der Zeit davor und woran lag dein Tief? Hattest du zwischenzeitlich die Motivation verloren?
2014 hatte ich leider viel Pech und traf haufenweise falsche Entscheidungen in den Heats. Hinzukommend war ich vorletztes Jahr beim finalen Stopp auf Maui auch noch im Krankenhaus und konnte deswegen nicht mitfahren. Insofern hatte ich einerseits nicht gerade Glück auf der Tour, andererseits lief es aber auch einfach nie wirklich gut. Aber so ist es halt, ist ja nun mal Sport. Die Motivation war auf jeden Fall die ganze Zeit da.

Philip Köster - Auf dem Weg zum Triple
Philip Köster - Auf dem Weg zum Triple

2011 und 2012 gewannst du zwei Weltmeistertitel in Folge. Hast du im Anschluss einen zu starken Erfolgsdruck gespürt?
Es ging eigentlich. Druck war in gewisser Weise schon da, aber das hielt sich alles noch in Grenzen. Ich konnte damit auf jeden Fall umgehen. Allerdings haben es natürlich auch die Sponsoren gern, wenn man gewinnt. Insofern war es teilweise etwas doof, dass es nach den zwei erfolgreichen Jahren plötzlich nicht mehr so super gut lief.

Diese Saison konntest du bereits zwei von drei Events gewinnen, unter anderem in Dänemark. Wie waren die Bedingungen für dich beim letzten Stopp in Klitmøller? War ja recht wenig Wind, was nicht unbedingt deine Lieblingsbedingungen sind, oder?
Cold Hawaii hat mir extrem gut gefallen! Da lief wirklich alles perfekt für mich. Ich hatte einen neuen, extra breiten Prototyp mit 100 Liter Volumen dabei. Zum Glück hat der auf Anhieb funktioniert. In einem Heat musste ich nach einem Double das Board tauschen, bekam auf dem Quad jedoch nicht genügend Geschwindigkeit, weswegen ich dann eben dieses neue Board nahm. Das war glücklicherweise absolut die richtige Entscheidung. Die Woche in Dänemark war somit optimal für mich.


Philip Köster - Auf dem Weg zum Triple

Bei den bisherigen Stopps gab es stets Wind von links, auf den nächsten Events wird sich das vermutlich ändern. Dir wird häufig vorgehalten mit Wind von rechts nicht klarzukommen. Angenommen bei einem Contest sind solche Bedingungen angesagt - würdest du auf Flaute hoffen?
Nein, grundsätzlich freue ich mich, wenn ich aufs Wasser komme. Außerdem habe ich in letzter Zeit auch viel in Bedingungen mit Wind von rechts trainiert. Zum Beispiel war ich lange auf Maui, aber auch in Japan, wo es mir übrigens sehr gut gefallen hat! Windsurfen wird dort in letzter Zeit auch immer populärer, was ich super finde. Mich haben sogar einige Leute erkannt - die Japaner sind wirklich cool (lacht)!

Wie sind denn da die Bedingungen? In deinen Videos sah es ja unfassbar gut aus!
Es war echt super als ich da war. Zwar gab es etwas zu auflandigen Wind, aber dafür extrem gute Wellen. Allerdings war es ziemlich kalt! Luft und Wasser hatten so geringe Temperaturen, dass die anderen Windsurfer alle mit einer Art Halbtrocken-Neos gefahren sind. Als ich raus ging, haben die Locals dann alle Doppelloops gemacht (lacht).










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