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Ricardo Campello - das Enfant Terrible im Interview

Nach seinem Rauswurf bei JP/NeilPryde dreht Ricardo Campello richtig auf! Im WINDSURFERS Interview erfahrt ihr warum.

Ricardo Campello war in seinen jungen Jahren der einflussreichste Freestyler der Welt und erfand bahnbrechende Moves, wie zum Beispiel den Shaka, die aus dem Windsurfen nicht mehr wegzudenken sind. Nach drei Weltmeistertiteln in Folge zog er sich etwas zurück um sich später in Richtung Wave umzuorientieren. Zuerst lachten die etablierten Waverider. Aber Ricardo ließ sich nicht unterkriegen, wurde 2010 und 2011 Vizeweltmeister in der Königsdisziplin und kam auch in den folgenden Jahren immer in die Top-5. Dann der Schock: Seine Sponsoren verlängern Anfang 2014 den Vertrag plötzlich nicht mehr. Was jetzt? Der 29-Jährige kommt kurzfristig bei Patrik und Point-7 unter unter und kann neue Energie tanken. Nach einer Saison mit unglaublichen Höhen und Tiefen wird der Venozolaner zum Titelkandidat und kommt letztendlich auf den dritten Platz der Weltrangliste. Ein Gespräch über seine starke Saison, seinen ungewollten Sponsorwechsel und seine kriselnde Heimat Venezuela.

Ricardo Campello - das Enfant Terrible im Interview
Ricardo Campello - das Enfant Terrible im Interview

Ricardo! Lass uns zuerst über die Saison sprechen. Die begann für dich trotz widriger Umstände sehr gut! Beim ersten Wave-Worldcup der Saison auf Gran Canaria konntest du auf den zweiten Platz kommen. Unter anderem hast du dabei den Favoriten Philip Köster an seinem Homespot geschlagen. Dabei hattest du dir morgens beim Warmfahren bei einem Air-Chachoo {ein Frontloop mit Segel-Shiften während der Rotation} die Finnen deines Boards in den Fuß gehämmert. Du wurdest direkt ins Krankenhaus gefahren, wo die Wunde mit elf Stichen genäht werden musste. Was geschah danach?
Ich war wirklich glücklich neue Sponsoren und neues Material von JP - äh sorry, Patrik und Point-7 zu haben. {RC lacht über seinen Versprecher.} Und das hat mich ein wenig übermotiviert. An dem Tag war morgens noch nicht so viel Wind aber wir wussten, dass die PWA den Contest zumindest anfangen wird. Ich schnitt mir dann natürlich genau an der Stelle in den Fuß, wo die Fußschlaufen sind. Ich wurde ins Krankenhaus gebracht und zwei Stunden nach dem Unfall war ich dann schon wieder auf dem Wasser. Und irgendwie schaffte ich es durch meinen Heat. Danach flauten die Bedingungen zum Glück wieder ab, und als dann am Ende der Woche nochmal Wind kam, hatte ich einen richtig guten Tag. Der Heat mit Köster war knapp. Wir hatten dieselbe Punktzahl, aber mein Wave-Score war höher. Nach der Tie-Break Regel hatte ich damit gewonnen. Das hat mich echt glücklich gemacht, denn gerade in Pozo ist Philip sehr stark. Im Finale gegen Victor verlor ich dann mit 0.03 Punkten - aber immerhin stand ich wieder einmal auf dem Podium!


Ricardo Campello - das Enfant Terrible im Interview

Auf Teneriffa lief es ja nicht so gut…
In der Single auf Teneriffa war ich richtig böse auf die Judges. Die hatten entschieden den Contest bei gefühlt wirklich null Wind und kaum Wellen zu beginnen. Ich war auf meinem größten Equipment draußen und kam kaum ins Gleiten. Springen ist dann echt schwer (lacht)! Manchmal läuft es halt nicht so wie man es sich wünschen würde.

Aber in Klitmøller gab es doch auch kein Wind und keine Wellen. Zumindest sah das im Livestream so aus. Trotzdem kamst du auf den fünften Platz.
Ja die Bedingungen waren sehr onshore und schwierig, aber ein fünfter Platz ist auch nicht gut genug, wenn man eigentlich den Titel anstrebt. Aber immerhin besser als ein 17.! Top-3 ist eigentlich immer mein Ziel. Ich hatte zwar wieder einen sehr guten Heat gegen Victor. Aber eine meiner Wellen wurde zu schwach bewertet. Der Score hätte viel Höher seien sollen, aber so ist das nunmal mit dem Judging-System.










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