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Ross Williams im Interview: Der beste Overall-Windsurfer der Welt - Teil 2


2012 hast du deinen ersten Weltmeistertitel im Formula geholt. Würdest du sagen, dass das dein absolutes Karriere-Highlight ist?
Die Formula-Worlds zu gewinnen war echt ein großes Ding für mich! Über 100 Fahrer waren dabei und das Level war extrem hoch. Als das Feld in die Gold und Siver-Fleet geteilt wurde, war ich schon in einer guten Position und bereit 100% zu geben. Die dann folgenden Races waren meiner Erinnerung nach die taktisch besten Races, die ich bis dato gemacht habe. Ich bin ein perfektes Event gefahren und ich glaube jeder der dabei war wird sagen, dass ich zu der Zeit einfach der Beste war und nicht aufzuhalten. Ich war sehr stolz, meine Konkurrenten solche Sachen über mein Racing sagen zu hören und auch, dass mein Vater dabei war, und mir vom Strand aus beim Siegen zugesehen hat, war ein super Moment. Ich weiß zwar nicht, ob das wirklich schon das Highlight meiner Karriere war, aber es ist sicher in den Top-5!


Ross Williams im Interview: Der beste Overall-Windsurfer der Welt
Ross Williams im Interview: Der beste Overall-Windsurfer der Welt

Bis 2012 warst du zusätzlich auch noch in zwei unterschiedlichen PWA-Disziplinen dabei – und zwar verdammt erfolgreich! Am Ende der Saison hast du den siebten Platz im Wave und im Slalom. Aber seitdem fährst du nur noch die gesamte Slalom-Tour. Warum? Warst du es satt immer mit 500kg Übergepäck am Flughafen aufzuschlagen?
Haha, ich wurde in dem Jahr auf Sylt Fünfter in der Welle und hatte das Gefühl, dass ich, ohne mich nur auf Wave zu fokussieren, nicht wirklich noch besser hätte werden können. Ich wusste, dass ich es mit einem Großteil der besten Waverider der Tour aufnehmen kann und mein Waveriding war richtig stark - aber ohne die Nötigen Verbesserungen bei meinen Sprüngen wären die Top-3 unerreichbar gewesen. Außerdem habe ich zu der Zeit den britischen Vertrieb für meine Sponsoren übernommen. Ich wollte mich erstmal auf Slalom konzentrieren und auf die Wave-Tour zurückkehren, wenn ich genug Zeit fürs Training hatte, um auf's Podium zu steigen. Aber auf die Zeit warte ich aktuell noch. Vielleicht 2018.

Außerdem ist die Wave-Tour für nächstes Jahr ehrlich gesagt auch nicht so der Knaller. Nur zwei mal Kanaren, Sylt und Maui stehen im Kalender…
Es ist verdammt traurig, dass wir nicht mehr Events haben. Mit Wind von links und von rechts, mit Springen und Abreiten. Aber aktuell können wir Windsurfer wirklich nicht wählerisch sein. Die Kanaren sind super wichtig und dort können die Jungs auch richtig abgefahrene Sachen machen. Die Tour ist die Tour. Das ist das erste, was man sich klar machen muss, wenn man ein erfolgreicher Wettkämpfer sein will. Wenn ich mich entscheide, wieder im Wave mitzufahren, wird das meine Einstellung sein.


Ross Williams im Interview: Der beste Overall-Windsurfer der Welt

Muss man sich deiner Meinung nach eigentlich auf eine Disziplin konzentrieren, um auf der PWA Tour Weltmeister in etwas zu werden?
Ich glaube jeder sollte seinen Träumen und eigenen Zielen folgen. Aber es ist heutzutage ein hartes Stück die Nummer 1 in zwei Disziplinen zu sein. Aber mit dem richtigen Support ist alles möglich. Bei mir kam es nicht zusammen, sodass ich mit Wave aufgehört habe, um jetzt eine richtig gute Chance im Slalom zu haben.

Ist es überhaupt nötig sich zu spezialisieren, was das Training angeht? Du könntest doch bei viel Wind in die Welle, beim mittlerem Slalom fahren und beim keinem Wind Formula…
Es ist sehr schwer, das mit dem Weltmeistertitel ernst zu nehmen, wenn man seine Zeit auf dem Wasser auf drei Disziplinen aufteilen muss. Eines der wichtigsten Sachen, die ich gelernt habe ist, dass man seinem Körper auch mal eine Pause gönnen muss. Mit 20 geht das vielleicht noch. Für mich geht es eher darum das Richtige zur richtigen Zeit zu machen, damit ich weiterhin Wettkämpfe fahren kann und auch erfolgreich dabei bin.










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