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The rolling Stone - Shootingstar Jaeger im Porträt

Bis vor wenigen Wochen hatte kaum einer den 23-jährigen auf dem Zettel, jedoch hat sich dies spätestens seit dem PWA World Cup auf Gran Canaria schlagartig geändert. Der zwischenzeitliche Weltranglistendritte überzeugte in den vergangenen Monaten Zuschauer und Judges durch atemberaubende Performance und Wellenabritte, die sauberer und radikaler sind als bei so manchem "Tour-Oldie". Windsurfers stellt euch den Newcomer vor.

Ich möchte für zwei bis drei Jahre die World Tour mitfahren und schauen wie ich mich anstelle und was ich erreichen kann. Danach werde ich mir überlegen ob es mir Spaß macht und ob ich das Gefühl habe, dass ich eine Chance auf den Titel habe. Wenn das der Fall ist mache ich weiter. Wenn nicht, werde ich meine Arbeit als Physiotherapeut wieder aufnehmen."

Jaeger Stone kann man eigentlich nur beneiden. Es hat den Anschein, als würde er ohne viel Training und mit einer Hand voll Events im Jahr die Weltrangspitze im Windsurfen angreifen. Und das alles ganz nebenbei, denn Physiotherapie ist auch eines von Stones Zielen, die er mit Ehrgeiz und viel Engagement verfolgt. "Ich habe vor, auch die nächsten Jahre meine Physiotherapie-Karriere fortzusetzen und an meinen Skills zu arbeiten. Allerdings wäre es ganz nett, wenn ich die eine oder andere Stunde mehr aufs Wasser kommen würde", so das Supertalent aus Down Under.

The rolling Stone - Shootingstar Jaeger im Porträt
The rolling Stone - Shootingstar Jaeger im Porträt

Umso beachtlicher ist das extrem hohe Level des Australiers, welches er bei den wenigen Contests vorzeigt. Nach den Tourstopps auf den Kanaren belegte Jaeger den dritten (!) Platz in der Weltrangliste - und viele fragten sich: Wie geht das?

Um Jaegers unglaubliche Karriere zu verstehen, muss man wissen, dass der 24-jährige auch sonst nicht wirklich in das typische Bild eines Windsurfprofis passt. Stone fährt keine teuren Serienboards, sondern Bretter, die sein Vater Marc shaped, er liebt es mit Freunden und Familie fischen zu gehen und nebenbei absolviert er auch noch erfolgreich ein Studium. Reisen findet er zwar toll, doch am liebsten ist Jaeger Stone zu Hause in West Australien. Dass der Tourneuling trotzdem so gut windsurft liegt auch an seinem Vater. Marc Stone ist eine lokale Shaper-Legende und Gründer des Firma SSD (Stone Surf Designs). Klar also, dass auch Jaeger Surfen und Windsurfen lernte.


The rolling Stone - Shootingstar Jaeger im Porträt

Sein großer Vorteil war nur, dass er nicht lange für teure Boards sparen musste, sondern sich nagelneue Bretter hinterm Haus in Papas Werkstatt einfach nehmen konnte. Bis heute ist Jaeger seinem Vater Marc treu geblieben und fährt nach wie vor Boards von SSD. Für Jaeger sind die Bretter von seinem "alten Herrn" aus mehreren Gründen einfach die Besten. Zum einen hat Marc Stone über 30 Jahre Erfahrung im Shapen von Wellenreitern und auch heute noch fertigt er erst ein Board zum Surfen, testet es dann eine Woche lang und probiert die Eigenschaften auf ein Windsurfboard zu übertragen. "Außerdem ist Papa gegen Epoxy allergisch. Das macht seine Boards im Vergleich zu den großen Marken einzigartig, da seine aus Polyester gefertigt werden", sagt Stone.

Die Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit des Australiers wirken sehr sympathisch, doch trotzdem brachte dies dem Newcomer eine menge Ärger mit der PWA ein, denn auf der World Tour darf man nur Boards von Marken fahren, die Mitglied bei der PWA sind. "Seit Pozo und Teneriffa 2011 darf ich keine SSD Boards mehr fahren, solange sie nicht schwarz/weiß sind oder wir der PWA beitreten. Mein Vater fand das zwar in Ordnung, dass ich Boards ohne oder mit einem anderen Firmenlogo fahren würde, da ihm das nicht so wichtig ist, doch ich wollte das auf keinen Fall. Papa arbeitet total fröhlich in einer kleinen Hütte hinterm Haus, ohne Pläne sich zu vergrößern und ist total happy, wenn er ein paar Boards die Woche shaped. Ich wollte keine nackten Bretter oder welche mit anderen Logos fahren und deswegen habe ich der PWA Geld für dieses Jahr gezahlt." Aber nicht nur Papa Stones Boards, nein, auch als Vater begeistert Marc seinen Sohn. "Ich würde nicht das Wort "Held" gebrauchen, aber die Person zu der ich am meisten aufschaue ist definitiv mein Vater! Er hat immer Bock auf Windsurfen, egal wie die Bedingungen sind, so dass mein Bruder und ich häufig Schwierigkeiten haben mit ihm mitzuhalten. Auch bei seiner Arbeit kommt er ständig mit neuen Ideen und Designs. Dabei kann man merken, wie viel Gedanken er sich über seine Arbeit macht, wie viel er analysiert und wie viel mehr er weiß als man selber!"










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