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Victor Fernandez - Der neue König der Weltmeister

Seit vergangener Woche ist Victor Fernandez Weltmeister in der Konigsdisziplin des Windsurfens Waveriding. Damit hat sich der junge Spanier seinen eigenen Traum verwirklicht und steigt zugleich in die Top Liga der Windsurfstars auf.

Hier stellt er einen neuen Typ da. Der 26 Jährige gilt als sehr zurückhaltend und ruhig – auf Partys wird er fast nie gesehen und auch Interviews überlässt er normalerweise gerne seinen Widersachern.

Victor verbringt praktisch jede mögliche Minute auf dem Wasser und lässt lieber Taten als Worte sprechen. Das ist vielleicht der Grund warum – außer seinen Konkurrenten und denen, die ihn besser kennen- wohl nicht zu Viele auf einen Weltmeister Victor Fernandez gewettet hätten. Windsurfers unterhielt sich kurz nach seinem Triumph mit dem neuen Champion.

Victor Fernandez - Der neue König der Weltmeister
Victor Fernandez - Der neue König der Weltmeister

Victor, zunächst sagen wir auch von unserer Seite noch einmal herzlichen Glückwunsch. Wie fühlst du dich heute, einige Tage nach dem Gewinn der PWA Wave-Tour?
Ich fühle mich heute sehr glücklich. Ich glaube, dass wird noch einige Tage so weitergehen. Heute Abend haben Freunde von mir ein großes Dinner mit jeder Menge Leuten vorbereitet. Ich freue mich jeden Tag von morgens bis abends, seit mein Titel offiziell ist.

Wie hast du den Moment wahrgenommen, als du erfahren hast, dass du Weltmeister bist?
Am Dienstag, beim letzten Skippersmeeting auf den Kapverden, hat der Head Judge Duncan Coombs plötzlich gesagt: „Wir haben alle Spots der Insel gecheckt. Es sind nirgends Wellen, es ist kein Wind. Wir beenden den Event.“ Und dann: „Victor, ich gratuliere dir zu deinem ersten Weltmeistertitel!“ Dann sind plötzlich von allen Seiten die Leute auf mich zugestürmt und haben mir gratuliert. Es war ein unglaublicher Moment, ich konnte es für einige Minuten selbst gar nicht glauben. Aber es waren genug Menschen um mich herum, die mir bestätigt haben, dass es wahr ist.

Wie und mit wem hast du den Sieg denn gefeiert? Das hast du doch wohl? Sonst sieht man dich ja fast nie auf einer der Worldcup-Partys.
Am gleichen Abend gab es eine riesige Party. Ich hatte das Gefühl, dass alle Menschen auf der Insel dabei waren. Natürlich mein Vater, Klaas (Voget, Anm. d. Red.), alle spanischen Fahrer und alle anderen Fahrer auch. Klaas hat sich alle Mühe gegeben, dass ich nicht nüchtern ins Bett gehe. Das ist ihm ausnahmsweise auch gelungen (lacht). Jeder hat sich mit mir gefreut. Das war ein großartiges Gefühl!


Victor Fernandez - Der neue König der Weltmeister

Wie viele Glückwünsche hast du in den letzten Tagen erhalten?
Das war eine regelrechte Flut von Glückwünschen via SMS, Facebook, E-Mails, Skype, Anrufe usw. Natürlich von meiner Familie, Sponsoren und Freunden aus aller Welt. Auch im Fernsehen und Radio wurde mir gratuliert. In Gestern wurden auch Interviews und Bilder mit zusammen mit dem Bürgermeister meines Heimatortes Almeria gemacht.

Wie wichtig ist für dich als Profisportler der Weltmeistertitel?
Es ist etwas ganz Besonderes. Ich habe davon schon geträumt, als ich 11 oder 12 Jahre alt war. Ich habe mir immer wieder Videos mit Polakow, Goya, Robby (Naish, Anm. d. Red.) und Björn Dunkerbeck angeschaut. Jetzt habe ich meinen Traum verwirklicht. Ich glaube ich bin der 10. Wave-Weltmeister. Es ist ein tolles Gefühl mit diesen Namen jetzt in einer Reihe zu stehen.

Mal ehrlich! Wann hast du lauter gejubelt? Als das Finale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Spanien und Holland abgepfiffen wurde, oder als euer Event in Sal beendet wurde?
(Lacht) Bei beiden Momenten habe ich laut gejubelt. Bei meinem eigenen Titel habe ich vielleicht nicht lauter aber deutlich häufiger gejubelt. Es ist schon etwas Besonderes sich über den eigenen Titel zu freuen. Ich bin froh, dass ich diese Erfahrung machen kann.

Jetzt kommt eine etwas gemeine Frage. Hast du dich gefreut, dass auf den Kapverden kein Wind war? Oder wärst du lieber gegen deine Gegner angetreten? Wie nervös warst du die 10 Tage?
Ich war, ehrlich gesagt, überhaupt nicht nervös. Ich habe es für absolut ausgeschlossen gehalten – insbesondere nach den beiden letzten Jahren mit großartigen Bedingungen – dass wir auf Sal kein Ergebnis bekommen würden. Ich war schon 3 Wochen vor dem Event nach Sal gekommen um mich vorzubereiten. Ich hatte ungefähr 7 gute Tage zum Windsurfen und war sonst jeden Tag Wellenreiten. Ich habe mich gut vorbereitet gefühlt, deutlich besser als in den vergangenen Jahren. Ich habe nicht darüber nachgedacht, dass es vielleicht keinen Wind geben könnte, sondern über meinen möglichen ersten Heat. Sich auf Windvorhersagen zu verlassen macht keinen Sinn, da es oft anders kommt als gedacht.
An den beiden letzten Tagen wurden Mein Vater und ich schon etwas nervös, weil die Vorhersage so schlecht war. Ich war aber jederzeit bereit zu starten.









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