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Mission Impossible

Genau 84 Stunden Zeit hatte die Crew des Red Bull Storm Chase, um den Event in Tasmanien punktgenau zu organisieren. Weniger eine logistische Herausforderung als vielmehr eine Mission Impossible. Wir sprachen mit Event Director Jobst von Paepcke von bsp media und werfen einen Blick hinter die Kulissen des spektakulären Events.

Gut eine Woche ist es her, dass uns die ersten Bilder der zweiten Mission des Red Bull Storm Chase aus Marrawah, Tasmanien, erreichten. Dort, am anderen Ende der Welt, battleten die noch verbliebenen sechs Storm Chaser Marcilio ‚Brawzinho’ Browne, Dany Bruch, Victor Fernandez, Leon Jamaer, Julien Taboulet und Thomas Traversa in doppelt masthohen Wellen und 45 Knoten Windgeschwindigkeit um die vier Finalplätze des wahrscheinlich krassesten Windsurf-Contests aller Zeiten. Wir trafen Red Bull Storm Chase Event Director Jobst von Paepcke nach seiner Rückkehr aus Tasmanien exklusiv zum Gespräch in Hamburg, um von ihm etwas mehr über die logistischen Hintergründe und Herausforderungen zu erfahren.

Hi Jobst, wie seid ihr auf Tasmanien als möglichen Spot für den Red Bull Storm Chase gekommen?
Wir haben im Frühjahr 2012 über die Event-Website und Windsurfmedien einen offiziellen Aufruf in der globalen Community gestartet. Gesucht waren die besten Spots der Welt für Extrem-Windsurfing in der Welle. Dabei spielten diverse Faktoren eine Rolle, darunter die Erreichbarkeit des Spots. Diesbezüglich war Tasmanien – am anderen Ende der Welt liegend – wegen der langen Anreise für uns an der Grenze des logistisch Machbaren.

Mission Impossible
Mission Impossible

Wie lange hat es gedauert von der Entscheidung „wir fliegen los“ bis zum ersten Heat?
Bei unserer ersten Mission in Irland waren das ca. 60 Stunden, also zweieinhalb Tage, Zeit. Bei der zweiten Mission nach Marrawah, Tasmanien, haben wir den Startschuss aufgrund der langen Anreise bereits 84 Stunden vorher gegeben, also dreieinhalb Tage vor anvisiertem Contest-Start. Die Sache funktioniert so, dass wir mit dem offiziellen Mission Go den Hebel umlegen und alles in Gang setzen, was wir vorab organisiert haben. So haben wir bis jetzt bestimmt schon ein gutes Dutzend Missions bis ins kleinste Detail vorbereitet, um sie dann wieder zu verwerfen, weil sich der Forecast nicht erfüllt hat. Einfacher wäre es sicherlich, wenn wir die Arbeit erst nach einer Go-Entscheidung aufnehmen würden. Aber dann müssten wir den Startschuss drei Tage früher geben und riskieren, dass die Bedingungen vor Ort womöglich nicht so radikal wären, wie zuletzt in Tasmanien. In der Art wie wir es organisieren können wir die größtmögliche Sicherheit herstellen, wirklich radikale Bedingungen zu scoren. Wobei man auch sagen muss: Es bleibt immer ein gewisses Risiko, dass sich der Forecast auflöst und wir mit der ganzen Bagage umsonst um die Welt fliegen.


Mission Impossible

Wie habt ihr das mit dem extrem kurzen Vorlauf und ohne genaue Ortskenntnisse organisiert?
Die Vorbereitungen laufen inzwischen seit Juni 2012, also seit die Red Bull Storm Chase Regionen fest stehen. Dabei zählt: Je häufiger wir eine mögliche Mission organisieren, desto genauer werden unsere jeweiligen Kenntnisse. Wir haben ein internationales Team und jeweils nationale Unterstützung von Local Experts. Alle Teilbereiche des Projektes werden von verschiedenen Personen organisiert, so dass jeder von uns mit dem kurzen Vorlauf klar kommt. Besonders kompliziert ist immer das Thema Reiselogistik: Da werden die meisten Nachtschichten geschoben. Wenn z.B. der Mission-Tag sich ändert, weil der Sturm später ankommt, dann heißt es: zurück auf Anfang und alle Verbindungen neu raussuchen, optieren und so weiter… Eine wichtige Rolle hat auch der lokale Event Manager. In Irland war das Finn Mullen, der auch unser Safety Director ist, in Tasmanien hat John Pott die lokale Organisation gemacht.




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