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Sturmtage in Cold Hawaii

Der norddänische Spot 'Fischfabrik' lief die vergangenen Tage auf Hochtouren und produzierte Bedingungen, die selbst für Cold Hawaii absolute Ausnahme sind.

Gerade am Montag rieben sich einige verwundert die Augen: Ist das tatsächlich die Nordsee? Schräg ablandiger Wind gepaart mit masthohen Wellen – die so sauber rollten wie sonst nur der Ball im Camp Nou – sorgten für Pazifik-Feeling in der Region Thy.
Lediglich ein winterlicher Temperatursturz (mittags teilweise unglaubliche 12 Grad!) holte einen zurück auf den Boden der Tatsachen. Und dennoch: So gut, so sauber und so perfekt hat man die Wellen vor den Küsten Cold Hawaiis nur selten, und in den Sommermonaten fast noch nie, gesehen.
Während die vergangenen Monate diverse Wind- und Wetterdienste stets Atomhack zum Ende der Woche ankündigten, dann jedoch stündlich revidierten, bis 15 Knoten übrig blieben, behielten sämtliche Anbieter diesmal Recht. Bereits Tage vorher prognostizierten sie unisono einen amtlichen Sommersturm, über 40 Knoten Wind und satte drei Meter Welle bei elf Sekunden Abstand.
Mit einer Mischung aus Skepsis, Vorfreude und gegenseitiger Panikmache brach deshalb nahezu die gesamte nordeuropäische Windsurfgemeinde nach Hanstholm auf.

Sturmtage in Cold Hawaii

Da alle 16 Bundesländer derzeit Sommerferien haben und hinzukommend ein Wochenende zu den besagten Traumtagen zählte, wurden Klitmöller und Hanstholm von Pkw und Wohnmobilen regelrecht überflutet. Selbst die riesige Wiese in Lee der nach Fischkadaver stinkenden Fabrik war restlos "ausverkauft", was einige nicht davon abhielt, auf dem Schotterweg zu parken. Zwischenzeitlich war der Spot somit dicht – auch für Leute, die aufbrechen wollten. So voll wie die Wiese war auch das graue Nass, wo sich mehrere Hundert Windsurfer und Kiter tümmelten. Wer erzählt, der Sport sei tot, wurde hier eines Besseren belehrt. Ja, fast schon als schizophren abgestempelt. Unter den hunderten Surfern waren auch sämtliche "Big Names" der lokalen und nationalen Szene. Gerade Frithjof Blaasch, Nico Prien oder Gunnar Asmussen sorgten für eine spektakuläre Show.

Am Sonntag setzten dann manche bereits auf einen Tag Pause und das eine oder andere regenerative Bier. Kein Wunder, nachdem am Vortag selbst ein flachgetrimmtes 3,7er mehr zog als ein AMG Mercedes auf der deutschen Autobahn. Für alle Süchtigen bot das Muschelriff am Abend dennoch entspannte und solide Bedingungen, um ein wenig Spaß zu haben.

Als absolutes Highlight sollte sich der Montag entpuppen. Westsüdwest-Wind feuerte aus allen ihm zur Verfügung stehenden Rohren über die weiße Nordsee. Einige gingen in Klitmöller raus, wo das Meer kochendem Nudelwasser glich. Ganz anders sah hingegen Middles aus. Wer sich trotz des ablandigen Windes die 20 Kilometer Fahrt in den Norden traute, wurde mit den vielleicht besten Bedingungen seit Jahren belohnt: Down-the-Line, wie man es höchstens aus Chile, Marokko oder dem warmen Hawaii kennt.
Und das Beste: Der Spot blieb verhältnismäßig leer!
Der nachgereiste Leon Jamaer freute sich ebenso wie Lokalmatador Lars Petersen über die einmaligen Bedingungen.

Zum krönenden Abschluss folgte am Dienstag noch ein typischer Hanstholm-Tag mit guten 30 Knoten und masthohen Wellen – mehr geht nicht!


Sturmtage in Cold Hawaii

Leider gingen diverse Beschwerden in der Redaktion ein, dass sich ein Teil der deutschen Besucher massiv daneben benahmen. Dauercamping am Strand, rumliegender Müll und zu Toiletten umfunktionierte Dünen ließen den Unmut der Bevölkerung – zu Recht – laut werden. Wenn wir weiterhin diese gigantischen Bedingungen in Hanstholm und Klitmöller genießen wollen, sollten wir alle mehr Rücksicht und Dankbarkeit den Einheimischen entgegenbringen.

Den Aufruf der Chefredaktion könnt ihr hier nachlesen.

Habt auch ihr Fotos der vergangenen Tage gemacht? Dann ladet sie gerne in unsere Gallery hoch und gewinnt wöchentlich ein schniekes WINDSURFERS-T-Shirt!











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