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Weltmeisterin Karin Jaggi: Freeriden auf Mauritius - Teil 2


Vom Flughafen ging es als erstes quer über die Insel Richtung Norden zu unserem Base Camp, dem Zilwa Attitude Hotel in der Grand Bay. Obwohl die Insel nicht sehr groß ist, zieht sich die Überfahrt infolge schlechter Strassen und verschlungener Wege. Auffällig ist der spannende Kulturenmix: Die mauretanische Bevölkerung setzt sich aus Indern, Chinesen, in der Kolonialzeit ausgewanderte Franzosen und den Kreolen (Afrikanern gemischt vor allem mit Europäern) zusammen. In der gleichen Straße findet sich deshalb eine Katholische Kirche, direkt neben einem indischen Tempel gefolgt von einer Moschee. Auf Mauritius scheint das kein Problem zu sein.

Auch die Insellandschaft ist abwechslungsreich - markante Felsbrocken ragen über weitreichende Zuckerrohrplantagen. Ende Juli ist mitten in der windigen Zeit - und mitten im Mauretanischen Winter. Das Klima und die Vegetation haben mich sofort an Maui erinnert. Durch den regelmäßigen Nieselregen, der aber wirklich nicht stört, ist die Insel immer schön grün, wohin man auch blickt. Dazu die schneeweißen Sandstrände und traumhafte Farben, die man sonst nur mit Photoshop erreicht. Ich bin mir ziemlich sicher, so muss das Paradies so aussehen!


Weltmeisterin Karin Jaggi: Freeriden auf Mauritius
Weltmeisterin Karin Jaggi: Freeriden auf Mauritius

Als wir im Zilwa Attitude Hotel ankamen, waren auch wir als langjährige Weltenbummler überwältigt. Durch den Eingangsbereich sieht man über die vier Stufen Pools direkt aufs Meer - nur getrennt von feinem weißen Sandstrand, schön angelegten Rasenanlagen und sich im Wind schaukelnden Palmen. Die ganze Anlage - inklusive Essen, Unterhaltung, etc. ist sozusagen draußen und nur durch ein Dach geschützt. Zum Glück gibt es hier keine Mücken! Dazu ideal für Familien mit Kindern - inklusive mini Club, Tennis, Strand, vier Pools, etc. Der Windsurfspot ist direkt vor dem Hotel - aufgeriggte Segel auf dem gepflegten Rasen sind kein Problem. Eine Surfstation ist auch vorhanden. Viele andere interessante Aktivitäten sind auch machbar. Und alle sind immer freundlich! Als Antwort bekommt man immer: „Ja, organisieren wir gleich.“ – Mauritius Spirit: „Relax and just do it“.

Die Mauritius Freeride Challenge gehört seit neuestem zur Eventserie "Defi on tour" - in Anlehnung an die größten und erfolgreichsten Massenwindsurfevents in Frankreich. Dennoch ist dieser Event in seiner Art total anders. Die Veranstaltung dauert eine Woche, an vier Tagen soll idealerweise Wettkämpfe stattfinden, an drei verschiedenen Austragungsorten. Die drei Tage layday - erlauben einfach mal selber für sich surfen zu gehen, die Insel anzuschauen, Schnorcheltouren zu machen, etc. Neben der Overall Wertung gibt es auch eine Teamwertung, welche dem ernsten Wettkampf eine lustige Note beifügt. Der Spot lässt Teilnehmer unterschiedlichster Könnensstufen zu, so findet man Teilnehmer vom Worldcup Profi bis zum Halsenanfänger. Insgesamt sind wir an drei verschiedenen Orten gesurft, immer innerhalb vom Riff, meist in stehtiefem Wasser.


Weltmeisterin Karin Jaggi: Freeriden auf Mauritius

1. Spot: "Le Morne"
Per Minibus und einem mit Material überladenem Transporter geht es quer über die Insel, ganz in den Süden zum wohl berühmtesten Spot von Mauritius. Nach gut zwei Stunden steige ich aus und direkt vor mir bricht das legendäre "one eye" – kräftig, schnell und fast ohne Leute! Wir riggen erstmal schnell unser Slalom Material auf, weil in Kürze gestartet werden soll. Weisse Fahnen signalisieren wo man mit grösseren Finnen nicht durchfahren sollte. Das es hier untief ist, kann man mit bloßem Auge erkennen. Deshalb folge ich erst mal den Einheimischen auf der ersten Kreuz zum Start in die "Kitelagune".











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