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WINDSURFERS in Japan: von Tokio nach Okinawa - Teil 2


Tokio ist gigantisch, Tokio ist unglaublich sauber, Tokio ist schrill – und trotzdem fliehe ich schon nach wenigen Tagen vor den Menschenmassen, die alle so wortlos und funktionierend durch die Stadt rennen. Mit der U-Bahn fahre ich an die Pazifikküste, nach Kamakura. Ich bin froh, ohne Windsurfgepäck zu reisen. Im Zentrum Tokios sind die Züge voller als in Deutschland an einem Bundesligawochenende. Zwar hüpfen und singen Japaner nicht mit Dosenbier in der Hand, aber eine drei Meter Boardbag an der Tür anzumelden, wäre dennoch absurd. Schließlich gibt es auf den Bahnsteigen „Pusher“. Diese werden bezahlt, um die Menschenmengen in die Waggons zu drücken.

WINDSURFERS in Japan: von Tokio nach Okinawa

Das kleine Strandörtchen am Rande des urbanen Molochs ist im Vergleich zu Tokio eine Oase. Viele kleine Bars und Restaurants machen den Ort genauso lebenswert wie die freundlichen Menschen und der Blick auf den beschneiten Mount Fuji. Die Windsurfbedingungen sind mit Sideonshore von rechts und mittelmäßigen Wellen für einen Großstadt-Homespot vollkommen ausreichend.

Lost in Translation

Ich stehe an einem verlassenen Bahnhof im Südosten Japans, vor mir der letzte Bus des Tages. „Omaezaki?“, wiederhole ich meine Frage. Doch der Mann mit weißen Handschuhen und schwarzer Schaffnermütze antwortet nicht. Wie fast alle Japaner spricht er kein einziges Wort Englisch. Für mich gibt es nur Kopf oder Zahl: entweder eine Nacht am Bahnhof bleiben, oder aber gucken, wo der Bus mich hinbringt. Ich nicke ihm lächelnd zu und steige ein. An einem Feld hält der Fahrer plötzlich und dreht sich grinsend zu mir um: „Omaezaki, Omaezaki!“, ruft er. Ich steige aus. „Arigatou gozaimasu“, mit langgezogenem A, was vielen Dank heißt. Dann verschwindet der leere, aber hell ausgeleuchtete Bus in der Dunkelheit.


WINDSURFERS in Japan: von Tokio nach Okinawa

Ich bin verloren. Oder wäre es gewesen, wenn die Japaner nicht so ungewohnt hilfsbereit wären. Ohne dass wir uns richtig verständigen können, führt mich eine Passantin zum Gasthof. Ihr Fahrrad samt Einkauf lässt sie stehen. Den Wirt frage ich per Google-Translate-App, ob er ein Zimmer für mich frei hat. Von seiner ausschweifenden Antwort verstehe ich mal wieder: nichts. Erst später lerne ich, dass „so, so, so, so“ oder ein stöhnendes Schulterzucken in Japan Zustimmung bedeutet. In die Übersetzungs-App schreibe ich, wie schön ich sein Haus finde. Doch seiner angeekelten Reaktion und sofortiger Flucht ist zu entnehmen, dass mein Telefon übersetzte: „Ich finde dich hübsch.“



Alle Bilder (28):
Beliebter See zum Foilen: Kawaguchi am Mount Fuji
Omaezaki
Die Bucht von Omaezaki
Foilen wird in Japan immer mehr zum Trend.
Kleine Left in Okinawa.
Bis zu den Riffen müssen lange Distanzen zurückgelegt werden.
Der weite Weg lohnt sich dennoch.
Lagune in Okinawa.
Sonnenuntergang in Omaezaki
Der Südwesten Okinawas ist militarisiert, aber mit soliden Breaks ausgestattet.
Rampe in Omaezaki Long Beach
Der Norden Okinawas
Fritz Lüders in Omaezaki
Backloop
Die schönen Strände des japanischen Südens
Traditionelle Hochzeit in Tokio
Shinjuku
Surfen im Herzen einer Metropole
Die Rainbow Bridge
Tokio bei Nacht
Der Westen Tokios






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