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PWA Pozo 2017: Köster und Erpenstein überragend

Philip Köster gewinnt die Single Elimination, Lina Erpenstein schlägt Sarah-Quita Offringa überraschend und fährt auf's Podium.

Pozo at it's best: 40 Knoten schräg auflandig und massive Kicker-Wellen. Mit den kleinsten Segeln, die die Windsurf-Industrie herstellt, waren die besten Waverider der Welt heute auf Gran Canaria über die Maßen angepowert. Im Gegensatz zu gestern spielten auch die Wellen mit, sodass mehrere Moves und ansehnliche Turns möglich waren. Philip Köster bewies heute, dass er definitiv wieder der Alte ist. Gerade aus einer langen Verletzungspause zurück versägte er heute jeden, der sich ihm in den Weg stellte. Aufgrund eines Resails teilweise sogar zwei mal in Folge. Auch der amtierende Weltmeister Victor Fernandez war dem nicht gewachsen. Daida Moreno unterstrich mit ihrem Sieg in der Single Elimination der Damen ihren Herrschaftsanspruch, aber es war der Fight um Platz drei, der Aufsehen erregte. Lina Erpenstein aus Deutschland besiegte die Doppelweltmeisterin Sarah-Quita Offringa und sicherte sich so im Alter von nur 20 Jahren ihr erstes Podiums-Finish auf der Worldtour.

PWA Pozo 2017: Köster und Erpenstein überragend

Köster ist zurück.
Vor dem Event stand über dem Namen Philip Köster noch ein großes Fragezeichen. Niemand hatte ihn nach seiner Knie-Verletzung im September für lange Zeit auf dem Wasser gesehen, den Worldcup-Spot Pozo mied er in der heißen Phase direkt vor dem Contest. Aber: Der dreifache Weltmeister ist zurück, und er ist heiß auf mehr! Der 23-Jährige meldete sich heute mit einem Knall auf der großen Bühne zurück. Im Finale der Single Elimination waren Kösters Sprünge so gut, dass er für seinen Double-Forward und seinen Pushloop-Forward gleich zwei Mal die perfekten zehn Punkte von den Judges kassierte. Mehr geht nicht. Weltmeister Victor Fernandez gab sich nicht so einfach geschlagen, zeigte selber einen perfekten Double und den einzigen 10-Punkte-Waveride des Tages - am Ende war Köster jedoch der verdiente Sieger. Red Bull Storm Chase-Gewinner und Weltmeister von 2014 Thomas Traversa schlug Ricardo Campello im Kampf um Platz drei sowohl im Jumping als auch in der Welle.

Bester Deutscher hinter Köster wurde Dany Bruch auf einem geteilten fünften Platz. In seinem Heat gegen Aleix Sanllehy kratzte er mit einem Double und einer 9,38-Punkte-Welle gar an der 30-Punkte-Schallmauer. Gegen den amtierenden Weltmeister war dann aber Schluss. Leon Jamaer aus Kiel und Deutsch-Kanario Alessio Stillrich landeten ebenfalls in den Top-10. Morgen werden sie in der Double die Chance bekommen ihren Run an die Spitze fortzusetzen.


PWA Pozo 2017: Köster und Erpenstein überragend

Lina Erpenstein drückt der Single ihren Stempel auf.
Die Moreno Twins bewiesen heute einmal erneut, dass sie an ihrem Home-Spot das Maß der Dinge sind. Sicher arbeiteten sie sich ins Finale vor. Daida startete als Favoritin gegen ihre Schwester, die Weltmeisterin Iballa Moreno, und wurde dieser Rolle auch gerecht. Mit einem massiven Stalled Forward startete sie in den Heat, mit einem one-handed Backloop machte sie den Sack zu. Im Kampf um Platz 3 wurde es spannend. Lina Erpenstein aus Aschaffenburg - dem Punkt Europas, der von allen Küsten am weitesten entfernt ist - musste gegen die Doppelweltmeisterin Sarah-Quita Offringa aus Aruba ran. Die 20-Jährige kam heute das erste Mal in die Top-4. Das reichte ihr offensichtlich aber noch nicht. Mit einem Pushloop und einem Forward blieb sie in der Luft hinter Offringa zurück, auf der Welle machte sie das aber mehr als wett. Im Gegensatz zu Offringa fuhr sie immer aggressiv mit voller Wucht in die Pocket und sorgte für ordentlich Spray. Bei so viel Style in der Welle konnte Offringa nicht mithalten, womit sich Erpenstein verdient zu den Morenos auf das Treppchen stellen durfte.

Die Vorhersage für morgen sieht schlechter aus. Es bleibt abzuwarten, ob morgen mit der Double Elimination fortgefahren werden kann. Reichen die Bedingungen nicht aus, wird der Nachwuchs-Contest gestartet. Im Livestream könnt ihr die gesamte Action verfolgen und auch wir werden natürlich erneut berichten.

Stay tuned!

Fotos: PWA/John Carter

Ergebnis PWA Pozo 2017 Single Elimination - Damen
1. Daida Moreno (Starboard / Severne)
2. Iballa Moreno (Starboard / Severne)
3. Lina Erpenstein (Patrik / Severne)
4. Sarah-Quita Offringa (Starboard / NeilPryde)
5. Birgit Rieger
5. Caterina Stenta (RRD / RRD Sails)
5. Justyna Sniady (Simmer / Simmer Sails)
5. Sarah Hilder (Simmer / Simmer Sails)

Ergebnis PWA Pozo 2017 Single Elimination - Herren
1. Philip Köster (Starboard / Severne)
2. Victor Fernández Official (Fanatic / NorthSails)
3. Thomas Traversa (Tabou / GA Sails)
4. Ricardo Campello (Point-7)
5. Adam Lewis (Fanatic / NorthSails)
5. Omar Sánchez (Carbon Art / KA Sail)
5. Jaeger Stone (Starboard / Severne)
5. Dany Bruch (Starboard / Flight Sails)
9. Antoine Martin Windsurf (JP / NeilPryde)
9. Alex Mussolini (RRD / RRD Sails)
9. Robby Swift (JP / NeilPryde)
9. Alessio Stillrich (Fanatic / NorthSails)
9. Leon Jamaer (JP / NeilPryde)
9. Marcilio Browne (Goya Windsurfing)
9. Aleix Sanllehy (Tabou / GA Sails)
9. Dieter Van der Eyken (Starboard / Severne)


Alle Bilder (25):
In Pozo super gefährlich: Local Aleix Sanllehy.
Platz 5: Style-Granate Jaeger Stone aus Australien.
Bester Deutscher hinter Philip Köster: Dany Bruch.
Der Weltmeister: Victor Fernandez auf der Welle.
Die Sieger: Daida Moreno und Philip Köster ganz oben.
Die absolute Favoritin: Daida Moreno.
Ein Water-Shot wie aus dem Studio: Philip Köster fliegt.
Aus Kiel: Leon Jamaer mit ordentlich bumms dahinter.
One-Handed: Für Philip Köster kein Problem.
10 Punkte: Pushloop-Forward von Philip Köster.
Aus Aschaffenburg an die Weltspitze: Lina Erpenstein im Luftraum.
Massiver Backloop: Lina Erpenstein verdient auf Platz 3.
Wahnsinn: Leon Jamaer zaubert einen Pushloop direkt vor die Linse.
Philip Köster: Ruhig, konzentriert und verdammt hoch!
Massiver Sturz: Leon Jamaer überschlägt sich gleich drei Mal auf dem Weg nach unten.
Weniger geht kaum: Philip Köster mit nur einem Arm und Bein.
Pushloop-Forward auf Knopfdruck: Ricardo Campello.
Nur Platz 4: Sarah-Quita Offringa.
Podium in Pozo: Thomas Traversa.
Massiver Double: Victor Fernandez.
Goiter vom Weltmeister: Victor Fernandez.
Quasi dem Kameramann auf den Kopf gesprungen: Robby Swift.
Pozo-Style: Loops gehen hier auch off-the-lip beim Wellenritt.
Airtime: Victor Fernandez.
Ebenfalls Top-10: Deutsch-Kanario Alessio Stillrich mit einem einhändigen Tweaked Pushloop.


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