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PWA Sylt 2017: Gollito verteidigt seinen Titel

Amado Vrieswijk begeht im Finale einen folgenschweren Fehler. Gollito Estredo wird zum achten mal Weltmeister.

Heute wurde auf Sylt der zweite Weltmeister-Titel der Woche vergeben. Die Freestyle Double Elimination konnte in heftigen Bedingungen abgeschlossen werden. Trotz der widrigen Umstände produzierten die besten Freestyler der Welt eine fantastische Show. Tausende Zuschauer verfolgten das Weltmeisterschaftsfinale von Amado Vrieswijk und Gollito Estredo bei Sonnenschein am Strand von Westerland. Eine bessere Kulisse hätte es gar nicht geben können.

PWA Sylt 2017: Gollito verteidigt seinen Titel

Im Kampf um Platz 2 schlug der 21-Jährige Amado Vrieswijk den Italiener Jacopo Testa mit progressiven Newschool-Moves. Mit einem Air-Skopu und seinem Signatur-Move, dem Double-Air-Culo, zeigte er Gollito Estredo, dass er ihn gleich im Finale richtig einheizen würde. An diesem Punkt war Vrieswijk auch der einzige, der Gollito seinen Weltmeistertitel noch abspenstig machen könnte. Dafür hätte er den amtierenden Weltmeister Gollito Estredo aber drei mal hintereinander schlagen müssen. Auf dem Papier eine quasi unmögliche Aufgabe, schließlich ist Gollito der geborene Wettkämpfer. Trotzdem: Amado war heiß, top fit und er springt mit viel Risiko extrem krasse Moves, die Gollito in seinen Heats nicht immer zeigt. Schon letztes Jahr hatte Amado Gollito im Finale geschlagen und in ein die Weltmeisterschaft entscheidendes Super-Finale gezwungen. Damals hatte er den Kürzeren gezogen. Etwas, was er heute wieder hätte gut machen können.

Das große Finale
Gollito startete mit seinem gewohnten Style ins Finale. Schnell durch einen einhändigen Air-Funnel-3 und einen Flaka-Shaka-3 rotiert und schon standen die ersten Punkte auf dem Scoresheet. Vrieswijk landete bei seinen ersten zwei Moves, einem Burner und einem Shifty im Teich - wahrscheinlich die Anspannung kurz vor seinem großen Ziel. Gollito sammelte mit Air-Culo, Backloop und Air-Chachoo routiniert weiter Punkte, während Vrieswijk erst in seinen Rhythmus fand. Vrieswijk drehte dann kurz richtig auf. Mit seinem Double-Air-Culo und einem Air-Kabikutchi war er auf einmal wieder direkt an Gollito dran. Gollitos Führung war so knapp, dass Kommentator Ben Proffitt im Nachhinein meinte, dass wahrscheinlich sogar ein Body-Drag gereicht hätte, um Gollito zu schlagen. Damit hätte er Gollito in einen weiteren Heat gezwungen. Das wäre dem Duell auch gerecht geworden. Aber es kam anders. Vrieswijk, der die ganze Zeit schon unterpowert aussah, kam kurz vor Ende des Heats nicht mehr ins Gleiten. Er schaffte es nicht, sein Scoresheet voll zu bekommen. Ein einziger Move fehlte. Hätte er seine Eröffnungs-Moves gestanden, hätte er gewonnen. Hätte er am Ende noch irgendeinen simplen Move nass gestanden, hätte er gewonnen. Und: Hätte er ein größeres Segel genommen, hätte er vielleicht gewonnen. Gollito war auf seinem 4,8er unterwegs und permanent im Gleiten. Vrieswijk hatte nur 4,4qm. Gollito hatte vor dem Heat gesehen, dass der Wind runter geht und das größere Segel genommen. Ein Poker-Spiel, dass sich auszahlte. Gollito crashte trotz der schwierigen Bedingungen nicht einen seiner Moves und fährt nun verdient mit seinem achten PWA Freestyle-Weltmeistertitel nach Hause. Auch die richtige Taktik macht eben manchmal den Unterschied!


PWA Sylt 2017: Gollito verteidigt seinen Titel

Zuletzt wurde auch noch ein Heat der Wave Double-Elimination der Damen ausgetragen. Justyna Sniady und Steffi Wahl kletterten nach oben und treffen nun im Heat um Platz 5 aufeinander. Der Sieger dieses Heats wird sich dann Lina Erpenstein stellen müssen. Die Vorhersage für morgen sieht so aus, als könnten die verbliebenen Heats der Damen Double ausgetragen werden. Dann hatte Sylt dieses Jahr so viel Wind, dass in jeder Disziplin eine komplette Double beziehungsweise zwei Eliminations ausgefahren werden konnten. Verfolgt die Action im Livestream und auch wir werden wieder aktuell berichten.

Fotos: PWA/John Carter

Stay tuned!

Ergebnis Freestyle PWA Sylt 2017 - Double Elimination
1. Jose ‘Gollito’ Estredo (Fanatic / NorthSails)
2. Amado Vrieswijk (JP / Severne)
3. Jacopo Testa (RRD / RRD Sails)
4. Sam Esteve (JP / NeilPryde)
5. Antoine Albert (Goya Windsurfing)
6. Yentel Caers (JP / Point-7)
7. Francesco Cappuzzo (RRD / RRD Sails)
7. Balz Müller (Patrik / Severne)
9. Mattia Fabrizi (Patrik / Sailloft Hamburg)
9. Adrien Bosson (Fanatic / NorthSails)
9. Youp Schmit (99NoveNove / Avanti)
9. Davy Scheffers (Tabou / GA Sails)
-
25. Julian Wiemar (Starboard / Severne)
25. Adrian Beholz (Patrik / Sailloft Hamburg)
25. Marco Lufen (Fanatic / NorthSails)
33. Tilo Eber (JP / NeilPryde)
33. Valentin Böckler (Starboard / Gun Sails)
33. Kevin Langbehn (Tabou / Severne)


Alle Bilder (24):
Sarah-Quita erobert Sylt.
Platz 3: Japoco Testa.
Top-10: Adrian Bosson.
Wieder Vize-Weltmeister: Amado Vrieswijk.
Kurz vorm Finale: Gollito steht unter Strom.
Gollito: Einhändiger Air-Funnel.
Acht Weltmeistertitel!
Hier noch glücklich: Amado Vrieswijk vor dem großen Finale.
Sonnenuntergangs-Stimmung auf Sylt.
Testa: Air-Chachoo.
Verrückter Style: Your Schmit.
Triumph: Gollito Estredo.
Deutschlands beste Waveriderinnen: Lina Erpenstein und Steffi Wahl.
Durchgedreht: Balz Müller.
Jetzt auch in der Welle: Lena Erdil.
Super schwierig und radikal aber sieht fotografiert nicht gut aus: Double Air Culo.
Hier wird gleich jemand abgeräumt!
Freestyle im
Gute Wave-Selection: Steffi Wahl.
Lina Erpenstein: Oh-oh!
Shove-it Spock: Anthony Ruenes.
Sonnenuntergang und Welle: Perfekt!
John Carter schafft es immer wieder perfekt die Stimmung einzufangen.
Spektakuläres Wolkenspiel auf Sylt.


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