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PWA Teneriffa 2016: Kösters Sieges-Serie scheitert an Krampf

Drama pur! Nach einer unglaublichen Aufholjagd bleibt Philip Köster der Einzug ins Finale verwehrt. Steffi Wahl sichert sich Podiums-Finish.

Heute war mit Abstand der beste Tag des diesjährigen PWA Worldcups auf Teneriffa. Auch wenn die Vorhersage eigentlich etwas anderes behauptet hatte - auf den Kanaren ticken die Uhren anders. Zwischenzeitlich knallte es mit Pozo-Windstärke, während konstant bis zu Logo-hohe Wellen in die Contest-Area von Cabezo liefen. Wie gestern war die Wave-Selection der Knackpunkt in jedem Heat. Hier trennte sich die Spreu vom Weizen. Steffi Wahl konnte ihren Erfolg aus der Single Elimination nicht wiederholen, da Daida Moreno selbst für ihre Verhältnisse als mehrfache Weltmeisterin unglaublich beeindrucken surfte. Bei den Herren arbeitete Philip Köster heute stark an seinem Ruf als absoluter Angst-Gegner auf der Worldtour. Mit eiserner Disziplin arbeitete er sich Heat um Heat nach oben und holte immer um die 35 von 40 möglichen Punkten. Nach einem ganzen Tag auf dem Wasser machte ihm sein Körper im Kampf um Platz 2 jedoch einen Strich durch die Rechnung.

PWA Teneriffa 2016: Kösters Sieges-Serie scheitert an Krampf

Herren
Titelverteidiger Philip Köster war heute auf einer Mission - und diese Mission hieß Event-Sieg! Unglücklich für seine Kollegen, den Freestyle-Weltmeister Dieter Van der Eyken und den Australischen Shooting-Star Jaeger Stone aus dem Starboard-Team. Sie waren die ersten, die ihm zum Opfer fielen. Mit knochentrockenen Doubles, Pushy-Forwards, Wave-360s, einhändigen Goitern und den besten Turns des Feldes zerlegte Köster seine Gegner nach allen Arten der Kunst. Er stand alles, was er wollte, und machte sich dabei nicht einmal die Haare nass. Robby Swift zeigte sich als Kämpfer und produzierte mit einem massiven Push-Forward die höchste Heat-Punktzahl seiner Karriere - Köster lang am Ende trotzdem über drei Punkte vor ihm. Alex Mussolini und Thomas Traversa sind zwar zwei absolute Weltklasse-Windsurfer, in diesen Bedingungen hatten sie jedoch nicht den Hauch einer Chance. Alles lief nach Kösters Plan. Inzwischen hatte sich der 22-Jährige zum Zweitplatzierten der Single Elimination Victor Fernandez, dem Weltmeister von 2010, hochgekämpft. Wieder startete er mit einem wahnsinnigen Double in den Heat. Leider forderte sein Körper für die fünf 16-Minuten-Heats unter Vollbelastung einen Tribut. Nach einem Wellenritt ließ sich der dreifache Weltmeister auf dem Riff ins Wasser fallen. Sein schmerzverzerrtes Gesicht ließ erst Schlimmes erwarten, glücklicherweise handelte es sich jedoch "nur" um einen Krampf. Seinen Heat konnte er jedoch nicht mehr beenden. Fernandez verdiente sich mit einer guten Leistung 33,01 Punkte und zog ins Finale zu Marcilio Browne ein. Trotzdem ärgerlich: Köster hatte in jedem seiner Heats heute - zumindest knapp - mehr Punkte gesammelt.


PWA Teneriffa 2016: Kösters Sieges-Serie scheitert an Krampf

Damen
Amanda Beenen beendete Alice Arutkins Comeback, während Lina Erpenstein die Italienerin Nicole Bandini sowohl auf der Welle als auch in der Luft fertig machte. Eine Runde weiter zog Erpenstein gegen Beenen trotz Pushloop trotzdem den Kürzeren. Beenen wurde danach von Sarah Quita Offringa mit perfekten Pushloops, Stalled Forwards und kraftvollen Turns gestoppt. Die frischgebackene Freestyle-Weltmeisterin hatte daraufhin die undankbare Aufgabe gegen Daida Moreno anzutreten. Diese war in der Single sensationeller Weise von Steffi Wahl geschlagen worden. Daida hatte sich offensichtlich von ihrem Schock erholt und ließt Offringa mit ihrer Lufthoheit keine Chance. Sie landete einen Monster-Stalled-Forward, der auch aus dem Herren-Feld stammen könnte. Wahrscheinlich war es sogar der höchste Sprung der jemals in einem Damen-Heat gezeigt wurde. Was meint ihr?



Als nächstes konnte sich Daida für ihre Niederlage in der Single revanchieren. Steffi war zwar einmal mehr auf der Welle besser, insgesamt lag Daida jedoch vorne. Als nächstes steht wieder ein reines Moreno-Finale aus. Je nachdem ob die Bedingungen eher Sprünge oder Waverides zulassen, liegt eine andere der Zwillinge vorne. Es bleibt also spannend.

Wer wird das Rennen am finalen Tag des Worldcups machen? Kann Marcilio Browne Victor Fernandez von seinem zweiten Sieg in dieser Saison abhalten? Wird Daida ihre Schwester mit ihren unglaublichen Sprüngen besiegen?

Stay tuned!

Fotos: PWA/John Carter

Alle Bilder (16):
Unglaubliches Pech: Philip Köster scheidet wegen eines Krampfes aus.
Keine Angst: Amanda Beenen geht gerne Risiko ein.
Waveriding-Meister: Victor Fernandez.
Sieht aus wie bei Sideshore-Wind: Philip Köster zeigte heute die besten Bottom-Turns.
Geht auch einhändig: Goiter von Philip Köster.
Lina Erpenstein: Die Nachwuchs-Waveriderin sorgte heute für eine gute Show!
Sein bester Heat aller Zeiten: Robby Swift drehte richtig auf.
Ein Vogel? Ein Flugzeug? Nein, das ist Philip Köster!
Spray von Steffi Wahl.
Bester Sprung des Tages: Ricardo Campello mit einem unglaublichem Pushy-Forward.
Im Duell: Swifty gegen Köster.
Alex Mussolini: Goiter.
Thomas Traversa: Wave-360.
Köster mit einem 10,5 Punkte Pushloop-Forward.
Im Finale: Victor Fernandez surfte seinen Heat alleine zuende.
Schöner Bottom-Turn: Steffi Wahl landete auf dem dritten Platz.


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