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Hardboard gegen Inflatable: Welches ist das ideale Anfängerboard? - Teil 2


Aufbauen – Gewinner: Air
Das Aufbauen beim Windsurfen ist stets ein Theater und alles, was diese nervige Zeit verringert, ist eine super Sache! Um ehrlich zu sein ist es nicht ideal vor einer Session noch 22 PSI in ein Board zu jagen. Außerdem führt das US-Boxsystem beim Air zum nervigen Herumfummeln mit Schrauben und Platten. Für ein zierliches Mädchen ist es praktisch unmöglich, das Board auf 220 PSI zu pumpen. Zum Glück kann man für rund 60€ eine elektrische Pumpe erwerben, die einem die Arbeit abnimmt. Und das alles in noch weniger Zeit als man zum Neo-Anziehen benötigt. Wenn man öfter vorhat, das Board auf und abzublasen, braucht man definitiv eine elektrische Pumpe. Auch in dieser Kategorie ist es schwer einen Sieger zu ermitteln. Ohne Elektropumpen würde das Hardboard klar gewinnen. Doch wenn man die maschinelle Hilfe berücksichtigt und nicht vergisst, dass das Brett leichter zu tragen und zu verstauen ist, gewinnt auch hier das Air.

Hardboard gegen Inflatable: Welches ist das ideale Anfängerboard?
Hardboard gegen Inflatable: Welches ist das ideale Anfängerboard?

Auf dem Wasser – Gewinner: Hardboard
Als Anfängerboards sind beide Versionen definitiv mehr als nur tauglich. Beide Testpersonen machten rapide Fortschritte – egal auf welchem Board. Heutzutage ist Windsurfen erheblich einfacher zu lernen, mit großen, stabilen Boards und leichten Riggs. Wer bisher noch kein Inflatable ausprobiert hat, sollte dies auf jeden Fall schnell nachholen. Alleine schon der Neugier wegen. Wie weit sich die Technology in den letzten Jahren entwickelte, ist bemerkenswert! Interessanterweise gefiel die Performance des Hardboards den Anfängern besser. Der dünnere Shape und das höhere Gewicht machten es im Wasser einfach deutlich stabiler als das Air. Nebenbei half das Schwert ungemein bei der Stabilität und dabei, den Kurs zu halten. Trotzdem muss man sagen, dass der Gesamtunterschied recht klein war und der spezifische Unterschied ausschließlich zwischen den beiden Modellen stattfand und eventuell nicht für alle Inflatables gilt.

Fanatic Viper (Hard)
Länge: 285 cm
Breite: 85 cm
Volumen: 220 l
Gewicht: 15,2 kg
Preis: ca. 1.300 Euro
Fortschritt – Gewinner: Hardboard
Der komplexere Shape (gerade an den Rails), Fußschlaufen und das Power-Boxsystem macht die harte Ausführung des Vipers zur einzigen logischen Wahl für alle, die fortgeschrittenes Windsurfen erleben wollen. Alleine schon um das Fahren in Fußschlaufen, im Trapez oder Gleiten zu lernen. In der Zukunft wird es vielleicht Inflatables geben, die deutlich schneller angleiten, doch im Moment behindern die Boards aufgrund ihrer Form eher den Gleitprozess. Bei diesem Punkt ist es also ein klarer Sieg für das Hardboard. Für den Moment zumindest.

Haltbarkeit – Gewinner: Hardboard
Anfängerboards müssen ziemlich was einstecken und somit extrem beständig sein. Doch können dies auch die Inflatables vorweisen? Wer das erste Mal ein aufblasbares Board benutzt, sollte nicht denken, dass es so anfällig sei wie ein Fahrradschlauch und beim ersten Kontakt mit Seegras zerplatzt. Fanatic beschreibt das äußere Material als ein rustikales Planen-PVC. Und dieses Zeug hält wirklich eine Menge aus. Natürlich ist das Inflatable auch deutlich elastischer als das Hardboard. Wer beispielsweise ausrutscht, muss mit einem aufblasbaren Brett nicht die Befürchtung haben, dass es gleich kaputt geht. Der Fakt, dass es leichter ist, lässt es auch nicht mehr mit solcher Kraft zu Boden donnern, dass irgendetwas anderes kaputt geht. Wie das Material auf Abnutzung reagiert, wird sich erst mit der Zeit zeigen. Aber in den letzten Jahren schienen diese Boards hierbei nichts Negatives vorzuweisen. Gerade wenn man sich Boards aus dem Verleih anschaut, sehen die Inflatables nach einem Jahr noch deutlich besser aus als ihre harten Kollegen. Wer jedoch ein Board sucht, was auch noch in 15 Jahren leben soll, der sollte sein Geld in ein Hardboard investieren. Wer wiederum eins sucht, dass die vielen Dellen der Anfängerphase in den nächsten fünf Jahren wegsteckt, der ist mit dem Inflatable besser beraten. Insgesamt ist die Langlebigkeit hier aber entscheidend und da gewinnt das Hardboard.


Overall – Gewinner: Air
Zusammenfassend ist es nicht ganz einfach einen Gewinner zu ermitteln. Wer nach einem Leichtwindboard sucht, das auch noch fancy aussieht und die Option zum SUP bietet, dann hat das Air einige Argumente parat. Wenn man die Punkte Transport und Verstauen beachtet, ist das Inflatable die einzige Option und der klare Gewinner. Wer jedoch auf die Langlebigkeit beim Board schaut und auf die Performance auf dem Wasser achtet, der sollte sich für den Dinosaurier unter den Boards entscheiden. Denn diese Fakten halten ihn am Leben. Für Anfänger ist zwar praktisch nichts drin, aber nach einem Fortschritt wird nur das Hardboard vernünftige Gleiteigenschaften liefern. Wer nach einem Beginnerboard sucht, das auch für Basis-Gleittechniken herhalten soll, der ist mit einem Hardboard bestens bedient. Eine Alternative ist natürlich, sich zuerst ein Inflatable zu kaufen und nach ein paar hochgekletterten Stufen auf der Könnenstreppe das Inflatable als SUP zu behalten und ein Hardboard zu erwerben, um das Können zu verbessern. Da aufblasbare Boards sich immer rasanter entwickeln, ist davon auszugehen, dass die Zukunft der großen Bretter den Inflatables gehört. Es wird nicht mehr lange dauern bis die Shapes präziser werden und sich auch die Gleiteigenschaften verbessern. Wenn man das mit der günstigeren Konstruktionstechnik, dem leichteren Gewicht und dem Fakt, dass sie in einem kleinen Rucksack verstaut werden können, berücksichtigt, dann werden wir bald alle das Aussterben des Dinosauriers, des Einsteiger-Hardboards nämlich, miterleben.

Text: Adrian Jones





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