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Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test - Teil 2


Auf dem Wasser

Erster Eindruck: Wer zuvor noch nie in die Schlaufen eines solchen Boards rutschte, wird erstaunt sein, wie ‘normal‘ das Fahrgefühl ist. Selbst der Starboard Reactor mit seiner unfassbar kurzen Nose fuhr sich fast schon traditionell, und selbst die Angst vor dem unbeabsichtigten Eintauchen der Nase war absolut unberechtigt! Fanatic und JP bauen Modelle, die unbeschreiblich einfach zu surfen sind - gerade im Vergleich zu einem klassischen Waveboard. Der Starboard Reactor erwartet wiederum ein wenig mehr Technik, da das Brett zum Losfahren Power benötigt.

Fanatic Stubby:
Mit einem großen Vorsprung glitt dieser als Schnellster los. Vielleicht ist der Stubby sogar das angleitfreudigste Board, welches wir je gefahren sind! Die massive Breite unter dem hinteren Fuß, gepaart mit dem rechteckigen Shape, scheinen das Volumen hierfür an die richtigen Stellen zu verteilen. Auch beim Höhelaufen entfaltet dieses Brett sein ganzes Potential und knüppelt problemlos seine Bahnen in den Wind. Insgesamt ist es ausgesprochen einfach zu fahren, sehr ausbalanciert, gut getrimmt und ermöglicht ein durchweg ‘sicheres’ Gleiten. Zwar gehört der Stubby nicht zu den schnellsten Funboards auf den sieben Weltmeeren, dennoch reicht die Geschwindigkeit absolut aus und gerade die Beschleunigung zu dieser ist phänomenal.
Etwas ungewöhnlich fühlt sich der Stand des hinteren Fußes an, was wahrscheinlich dem breiten Tail geschuldet ist. Beim Geradeausfahren wünscht man sich eine Schlaufenposition, die etwas näher an den Rails sitzt, beim Springen dann wiederum eine in der Mitte. Apropos Springen: Hier ist Fanatics ‘Stummel’ eine echte Granate! Die kompakten Proportionen verleihen dem Brett in der Luft jede Menge Kontrolle, was gerade mit dem einfachen Anluven und der starken Gleiteigenschaft super Voraussetzungen für einen Jump sind.

Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test
Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

JP Slate:
Wie bereits geschrieben, wirkt dieses Testbord deutlich kleiner als die anderen zwei ‘Mittachtziger’. Vom Fahrgefühl erinnert es eher an den 77er Stubby, statt dem verwendeten 88-Liter-Board. Jedoch ist der JP das Brett mit dem höchsten Topspeed und gleitet nach dem Fanatic am ehesten los. Häufig bekommt man das Gefühl, dass der Slate mit etwas größeren Maßen noch mehr aus sich rausholen und noch schneller losgleiten würde. Grundsätzlich ist er spritziger und reaktionsfreudiger als der Stubby, braucht aber etwas mehr Technik beim Fahren und gleitet nicht ganz so schnell los. Ein klarer Kritikpunkt des Boards sind die Deckpads: Bei den vorderen beiden sind die Heel Dumper zu weit von den Schlaufen entfernt, was nicht wirklich angenehm ist. Bei dem hinteren Pad sind diese jedoch korrekt positioniert. Wie der Stubby ist auch der Slate ein super Brett zum Springen. Der Schnelligkeit, Reaktionsfreudigkeit und der guten Eigenschaft zum Höhelaufen sei Dank.

Starboard Reactor:
Das dritte und letzte Testbord braucht beim Loslegen erheblich länger als die Konkurrenz. Der außergewöhnliche Shape - und vielleicht sogar das Quad-Setup - behindern das Brett beim Anfahren etwas. Auch beim Topspeed (Geradeausfahren) fällt der Reactor auf den dritten Platz. Aber einmal in Fahrt zeigt das Brett, wie viel Grip es hat und auch die Höhe holt es im Alleingang. Grundsätzlich benötigt der Reactor etwas mehr Power, um in Bewegung zu bleiben. Am besten fuhr er mit kleineren Segeln (4,5 bis 4,7) und entsprechend stärkerem Wind.

Waveriding

Starboard Reactor:
Das Verhalten im Top-Turn und die kurze, punktuelle Nase zeigen einem schnell die Absichten dieses Boards. Die ersten 20 bis 30 Grad im Bottom Turn fühlen sich brillant an, danach allerdings, wenn man den Turn enger zieht, verliert das Brett leider etwas an Speed und weigert sich die Kurve zu verschärfen. Es braucht etwas Gewöhnungszeit, dem Reactor seinen großen, langgezogenen Bottom Turn zu gewähren. Allerdings bietet er etwas Spielraum, um hierbei gegebenenfalls schnell zu reagieren. Wer mit genügend Geschwindigkeit zur Lippe der Welle gelangt ist, wird sich jedoch über das Verhalten im Top-Turn, über den unfassbaren Grip und die engen Backside Turns freuen. Es ist allerdings schwer, mehrere Turns aneinander zu reihen, da das Brett dabei zu viel Geschwindigkeit verliert.
Einerseits könnte man meinen, dass das moderate Verhalten im Bottom Turn unerfahrenen Ridern in die Karten spielt, dennoch ist zu befürchten, dass ihnen die Technik fehlt, um die Geschwindigkeit zu halten. Das alles macht den Reactor extrem schwierig einzustufen und auch insgesamt ist es nicht klar, welche Vorteile Starboards Version bietet. Starboard baut zwar unglaublich geniale Waveboards, aus diesen sticht der Reactor aber nicht wirklich heraus. Auch im Vergleich zu den zwei anderen Testbords kann er nicht problemlos mithalten.

Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

Fanatic Stubby:
Zwar wirkt das nächste Brett in der Reihe auf den ersten Blick nicht so zielgerichtet wie der Reactor, aber wenn man den ersten Turn zieht, zeigt es deutlich mehr Potential. Man kann den Bottom Turn fast beliebig zeichnen und auch den Speed hält das Board deutlich besser als der Starboard. Nicht zuletzt durch das sehr breite Heck ist der Stubby ziemlich fehlerverzeihend, einfach zu fahren und ermöglicht gerade Aufsteigern das Wellenreiten schnell und easy zu lernen. Die breite Nose verleiht einem ein Gefühl von Sicherheit und macht das Brett stabil und kompakt unterm Fuß. Die dicke Stummelnase ist vor allen Dingen der Kracher, wenn es heißt zurück von der Lippe oder aus dem Weißwasser zu kommen, da sie definitiv für mehr Auftrieb sorgt als bei einem traditionellen Waveboard. Auch diverse New School Freestyle-Tricks - wie Takas oder Backside 360er - meistert der Stubby ohne große Probleme.



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