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Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test - Teil 3


Dennoch hat auch Fanatics innovativstes Projekt seine Nachteile. Zwar werden Aufsteiger das einfache, sichere Fahren und auch das Fehlerverzeihende sehr mögen, dennoch entfaltet es nicht diese unfassbaren Qualitäten, wie vielleicht einige erwarten. Ehrlich gesagt hält es den Speed auch nicht besser als ein reguläres Waveboard. Gerade fortgeschrittene Wellenschlitzer werden im Bottom Turn ein kleines ‘Aufstoßen’ merken. Insgesamt kann man den Stubby definitiv nicht so eng und radikal drehen, wie es ein erfahrender Rider mit einem normalen Brett mit dünnerem Heck machen kann.

Ohne Zweifel macht der Stubby jede Menge Spaß, gerade was das das unfassbar einfache Fahren angeht, wenn man allerdings eine Welle richtig pushen möchte, hält es einen zurück. Tipp: Nimmt man eine Nummer kleiner (in diesem Fall 77 Liter), entfaltet auch der Stubby seinen Speed und lässt sich deutlich radikaler behandeln.

Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test
Modetrend oder zukunftsweisend? Stubby Waveboards im Test

JP Slate:
Wie beschrieben wirkt der Slate von Anfang an wie ein kleineres Brett und spricht eher die fortgeschrittenen Windsurfer an. Das Brett fühlt sich insgesamt freier und lebendiger an als die zwei Vergleichbords. Sowohl im Bottom Turn als auch im Cutback kann man mit dem Slate beliebig enge und radikale Drehungen vollziehen, hart carven und fantastische Backside Turns fahren. Weniger erfahrene Jungs und Mädels werden den JP immer noch einfacher zu fahren finden als ein typisches Waveboard, da es trotzdem Stabilität und Sicherheit verleiht.

Insgesamt ist diese Version die Drehfreudigste von den drei Testdummies. Dennoch bleibt auch hier die Frage, welche Vorteile es einem ambitionierten Windsurfer gegenüber einem regulären Waveboard bietet. Zwar gleitet es etwas früher los, zieht einfacher Höhe, doch auf der Welle fühlt es sich leider nicht so frei und bissig an wie bekannte Shapes. Was es bietet, ist ein anderes Fahrgefühl, Leichtigkeit und einen radikalen Look. Wenn man danach sucht, ist der Slate ein verdammt gutes Brett! Und auch Fahrer, die Takas, Backside 360s und Co. lernen möchten, stehen diese auf so einem Board natürlich deutlich leichter. Ebenso lernt man mit dieser Variante (zählt auch für den Fanatic) erheblich besser die Aerials. Das breite Tail und die dicke Nose verleihen einem reichlich Pop beim Absprung und sind fehlerverzeihend beim Landen. Auf dem Face der Welle kann es einem regulären Waveboard jedoch nicht das Wasser reichen.


Zielgruppe

Diese neuen, radikalen Shapes rufen bei vielen Windsurfern gemischte Gefühle hervor. Die einen halten sie für Marketing Gags, andere wiederum für geniale und radikale Waveboards. Nach diesem Test war uns klar, dass bereits bessere und radikalere Waveboards auf dem Wasser unterwegs sind, die pummeligen und kurzen Bretter dennoch eine Zukunft haben. Wahrscheinlich jedoch mehr im Bereich Freewave- oder Easy-going-Waveboards. Die gigantische Windrange, das einfache und unkomplizierte Fahrgefühl sowie der große Einsatzbereich an Bedingungen sprechen für sich.

Technische Daten:
Volumen: 88 Liter
Breite: 57,5 cm
Heckbreite: 41 cm
Länge: 213 cm
Gewicht (komplett): 7,52 kg
Finnen: 19 cm + 2*12 cm (US & Slot)
Fanatic Stubby: Der 88er Stubby ist ein super Waveboard für Einsteiger in der Welle oder fortgeschrittene Windsurfer. Gerade aus 08/15-Bedingungen holt dieser kleine Moppel einiges raus. Er ist so unbeschreiblich einfach zu surfen - da hält kein Einsteiger-Waveboard auf dem Markt mit. Gerade Fahrer, die zuvor eher ein Freewave statt ein reinrassiges Wellenbrett bevorzugten, sollten sich spätestens jetzt nach einem Stubby umsehen. Für ambitionierte Fahrer sei gesagt, dass eine kleinere Version deutlich mehr Radikalität, Drehfreudigkeit und Geschwindigkeit aus dem Brett herausholt. Der Einsatzbereich, die Kontrolle, Sprungeigenschaften und das Easy-Handling sind jedoch auch so aller Ehren wert.

Technische Daten:
Volumen: 87 Liter
Breite: 61,5 cm
Heckbreite: 39,5 cm
Länge: 211 cm
Gewicht (komplett): 8,17 kg
Finnen: 2*14.5 cm + 2*11 cm (Slot)
Starboard Reactor: Ein Brett, das wirklich schwer zuzuweisen ist, da es einfach nicht so arbeitet, wie es eigentlich sollte. Es ist zu langsam beim Angleiten und zu anspruchsvoll beim Speedhalten. Es fordert zu viel Technik für mittelmäßige Fahrer und ist nicht reaktionsfreudig genug für Fortgeschrittene. Das Potential des Boards ist dennoch da und unverkennbar. Wenn Starboard noch hier und dort eine Kleinigkeit ändert, könnte der Reactor ein echt Winner sein. Bisher aber leider etwas enttäuschend.

Technische Daten:
Volumen: 86 Liter
Breite: 56,5 cm
Heckbreite: 39 cm
Länge: 218 cm
Gewicht (komplett): 7,45 kg
Finnen: 20 cm + 2*10 cm (Slot + Mini-Tuttle)
JP Slate: Der JP ist ein tolles Board, welches solide und gut funktioniert. Der einzige Haken ist nur, dass es schwierig ist, eine Besonderheit herauszustellen. Nichts macht ihn speziell. Wie beschrieben ermöglicht er ein anderes Fahrgefühl und hat einen wirklich funky aussehenden Look. Doch macht ihn das im Vergleich zu den klassischen Varianten bereits zu einem besseren Waveboard? Das Brett pendelt ein wenig zwischen dem Markt für radikale Boards und dem für Aufsteiger.



Alle Bilder (10):


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