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Welche Art von Wavesegel passt zu mir? - Teil 3


4-Latten Design (The Fly 5.1 qm)
In den vergangenen Jahren pflegten wir eine Art Hassliebe zum Fly – das hat sich mit dem neuen 2014er Modell eindeutig geändert. In unseren Augen ist das neue The Fly die ideale Definition eines 4-Latten Segels und bietet genau die Eigenschaften, die man von einem solchen Segel erwartet. Es liefert konstante aber weiche Power für schnelle Turns, bietet zugleich genug Flexibilität um die Kraft zu erhalten, wenn man sie benötigt, oder aber das Segel bei Bedarf zu entpowern. Das Fly fühlt sich sehr kompakt an und, trotz der etwas längeren Vorliekslänge im Vergleich zum Combat (was uns überrascht hat), ist es subjektiv das handlichste Segel auf der Welle. Die Leistung im unteren Windbereich ist hervorragend, es kommt ähnlich schnell ins Gleiten wie das Atlas. Die Performance im oberen Bereich ist auch ähnlich zum Atlas, wenn auch mit einer unterschiedlichen Charakteristik. Während das Atlas sein Limit durch den starken Zug auf der hinteren Hand erreicht, wird das Fly im obersten Windbereich durch seine Flexibilität limitiert – es fühlt sich dann ein wenig schwammig an. Im Vergleich zum Combat entwickelt es mehr Zug auf die hintere Hand, im Zusammenspiel mit dem weicheren Gefühl ist es so schwieriger zu kontrollieren als der sehr ausbalancierte Allrounder.

Das Fly fühlt sich dank seines weicheren Profils kompakt, kraftvoll, handlich und fehlerverzeihend an. Der Einsatzbereich ist der kleinste der drei Segel, da es im oberen Windbereich schwieriger zu handhaben ist als das Combat, und bei Speed-Runs etwas weniger Komfort und Stabilität als das Atlas und das Combat bietet.

Welche Art von Wavesegel passt zu mir?
Welche Art von Wavesegel passt zu mir?

Fazit:
Eines können wir nach diesem Test gleich zu Beginn feststellen: Alle drei Segel sind nicht nur für bestimmte Bedingungen geeignet – sie sind sehr vielseitig einsetzbar und sprechen somit Fahrer mit unterschiedlichen Präferenzen beim Fahrgefühl an. Jules Denel hat das Fly also beim Worldcup in Klitmøller nicht benutzt, weil er nicht bemerkt hat, dass der Wind auflandig wehte, sondern weil er das weiche Handling des Fly mag und ihm das flexible Segel bei der Landung von Sprüngen unterstütz und den Drive im Turn gut beibehält. Und Philip Köster fährt das Combat, weil er das generell ausgewogene Fahrgefühl mehr mag, als das des steiferen Atlas und des weicheren Fly. Es funktioniert in allen Bedingungen, vermittelt ein ausreichend weiches Gefühl auf der Welle und zugleich ein kontrolliertes und sportlich, festes Feeling z.B. für Geschwindigkeit und hohe Sprünge. Das Combat ist sehr populär und wird von dem meisten Neil Pryde Team Fahrern gewählt.

So hat sich die Frage nach der richtigen Segelwahl ähnlich entwickelt, wie das Finnen Set-up für Boards. Es dreht sich weniger um die Fragen gut oder schlecht oder welche Bedingungen vorherrschen. Es geht eher um die Frage nach persönlichen Vorlieben und Präferenzen. Und bei persönlichen Vorlieben ist es nicht entscheidend wie viele Latten ein Segel hat, sondern mit welchen Charakteristiken es aufwartet.

4-Latten Design (The Fly 5.1 qm)
Es ist offensichtlich, dass sich mit dem Aufkommen der 4-Latten Segel das Spektrum der Möglichkeiten, welche Wavesegel bieten können, vergrößert hat. Zugleich sind weichere, kompakte und zugkräftigere Segel beliebter geworden. Diese Segel bieten eindeutig Vorteile beim Wellenreiten und zugleich gutes Handling in den passenden Bedingungen.

Die Auswahl an Wavesegeln hat sich in den vergangenen 5 Jahren erheblich vergrößert. Es gibt reinrassige Wavesegel speziell zum Abreiten in Side Off-Bedingungen, zumeist ausgestattet mit 4 oder neuerdings sogar nur 3 Latten. Diese Segel sind weicher und kompakter als je zuvor. Auf der anderen Seite sind die Power Wavesegel nicht mehr die Kraftmaschinen von gestern, sondern auch für leichtere Fahrer geeignet, die sich für ein schnelles und sportliches Fahrgefühl interessieren. In der Mitte der neuen Segeltypen sind die Allrounder, die eine gelungene Mixtur der New School Eigenschaften der 4-Lattensegel mit der Stabilität und Kontrolle der Power-Wavesegel bieten. In einigen Fällen, wie beim Combat, sind sie innerhalb der Range je nach Größe mit 4 oder 5 Latten ausgestattet. Es ist offensichtlich, dass seit der Entwicklung der 4-Latten Segel Wavesegel generell ein weicheres Feeling mit einem Plus an Drive bieten. Das ist ein großer Fortschritt für alle Wavesegel.

Welche Art von Wavesegel passt zu mir?

Die Marketingstrategen fördern derzeit den Absatz der Sideshore 4-Latten Segel für reinrassiges Waveriding. Hier ist Vorsicht geboten! Denn die genannten Vorteile werden durch Nachteile beim Einsatzbereich erkauft, zugleich sind die Segel oftmals anfälliger für einen nicht perfekten Trimm. Die Allrounder haben zugleich von den reinrassigen Side-off Segeln gelernt und kombinieren deren Vorteile mit einem größeren Einsatzbereich, besserer Kontrolle und einem guten Handling. Diese Argumente machen diese Segel sicher zur idealen Wahl für die meisten Waverider! Der Fakt, dass sogar die meisten NeilPryde Teamrider das Combat fahren, unterstützt unsere Meinung. Unabhängig davon um welche Segelmarke es sich handelt, jeder Käufer sollte sich seiner Argumente sehr sicher sein und genau abwägen, wenn er sich für ein anderes Modell als einen Allrounder entscheidet.





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