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WINDSURFERS Quick-Test: Hot Sails GPX 7,5 qm

Sportliches Racen. Das Hot Sails Maui GPX im WINDSURFERS-Test. Keine Camber sind auch eine Alternative.

Es sind keine neuen Nachrichten mehr, dass Hot Sails Maui seit Anfang der Saison auch wieder in Deutschland vertrieben wird. Das junge Brüderpaar Nikhil und Naveen übernehmen neben Studium und Schule den Vertrieb von Hot Sails in Deutschland. WINDSURFERS hatte die Möglichkeit das GPX Freeride Segel zu testen.

Racen ohne Camber
Schnell und einfach soll es sein, das ist die Maxime nach der Jeff Henderson das Segel konzipiert hat. Wer auf der Jagd nach Top Speed ist, kommt oftmals um ein High-End Slalomsegel mit Cambern nicht herum. Und genau das ist der Punkt der viele Surfer abschreckt. Um ein Cambersegel richtig aufzubauen benötigt es dann doch eine gewisse Expertise, schnell ist das Segel vertrimmt und funktioniert nicht mehr so wie es eigentlich sollte. Das GPX wurde entworfen um alle Eigenschaften die ein Camber Segel mit sich bringt auf ein Segel ohne Camber zu übertragen. Freeride/Freerace Segel unterliegen im allgemeinen vier Ansprüchen. Einfaches Handling, guter Speed, frühes Gleiten und akzeptable Manövereigenschaften. Das sind auch die Kriterien, die wir als Redaktion berücksichtigt haben. Wir haben das Segel in 7,5 qm getestet, diese Größe soll den Windbereich von guten 4 bis 5 Windstärken abdecken.

WINDSURFERS Quick-Test: Hot Sails GPX 7,5 qm
WINDSURFERS Quick-Test: Hot Sails GPX 7,5 qm


An Land
Viele Freeride-Segel kommen mit extrem viel Monofilm, nach dem ausrollen an Land fällt auf, dass das GPX keines dieser Segel ist. Hot Sails setzt auf X-Ply und davon viel. Das gesamte Segel ist verstärkt. Um die Haltbarkeit des Segels zu verlängern wurde im Hauptfenster Slam-Lam Laminat verwendet. Das Laminat im Hauptfenster verkraftet somit klar mehr als andere Monofilm Segel. Im oberen Teil des Segels setzt die Hawaiianische Marke auf widerstandsfähige und leichte Laminate, die noch einmal das Gewicht deutlich reduzieren sollen, somit wiegt das 7,5er laut Hersteller nur 4,4 Kilo. Die Masttasche wirkt dünn, aber solide. Ab 2018 wird erstmals das OX-Webbing für die Masttasche verwendet, das Material ist eine Kombination aus Dyneema und Polyester die nur 0,55 mm dick ist. Falls der Mast bricht, soll die Masttasche aber halten sagt Hot Sails. Drei der sechs Latten des Segels, sind Tube Latten aus dem Race Bereich. Diese sollen dem Segel ein tieferes Profil ermöglichen und eine bessere Stabilität bei ordentlich Druck.
Des weiteren finden sich drei leicht zu wechselnde Mini-Latten im oberen Bereich des Segels, diese Latten helfen vor allem bei den großen Tüchern um das Profil im oberen Drittel des Segels solide zu halten. Der Mastschoner am unteren Teil, lässt sich einfach wegklappen und ermöglicht ein entspanntes Einführen des Mastes. Hot Sails empfiehlt das Segel auf einem 100% 460 RDM Mast zu fahren. Erwähnenswert ist das auf jedenfall, denn normalerweise finden sich bei größen ab 7,0 qm eher die dicken SDM Masten wieder. Der Cut-Out am Schothorn sorgt dafür, dass die Gabelbaumlänge verkürzt wird und sich das Segel bei gleichbleibender Power in Manövern deutlich agiler und kontrollierter fahren lässt.

Auf dem Wasser
Bereits beim Tragen zum Strand fällt auf, dass sich das Segel für die größe wirklich leicht anfühlt. Zugegebener Maßen mussten wir ein wenig mit dem Trimm experimentieren bis das Segel sich gut angefühlt hat. Ein wenig mehr Vorlieksspannung war der ausschlaggebende Punkt. Die ersten Schläge sind gefahren und früh Gleiten kann das GPX schonmal, nach 2-3 kräftigen Pumpzügen überträgt das Segel den generierten Schub gut auf das Brett und es geht zügig nach vorne. Generell lässt sich aber sagen, dass das Segel zu den weicheren Vertretern gehört und somit minimal mehr Einsatz an der Gabel erfordert um es auf Touren zu bringen. Aufgrund des soften Profils dämpft es Böen und Kabbelwasser jedoch sehr angenehm ab. Wir testeten das GPX bei mäßigem Wind, gerade in Phasen des Dümpelns fühlte sich das Segel wie bereits erwähnt leicht an. Sobald die erste Böe das Segel erwischt, bildet sich ein sattes Profil welches gerade im Bereich der ersten drei Latten deutlich erkennbar ist. Wenn man die Gleitgrenze überschritten hat, bringt das Segel konstant guten Zug nach vorne und erreicht sehr schnell guten Speed. Auf langen Schlägen merkte man dass der Topspeed eher vom Fahrer, als vom Segel abhängt. Das 7,5er verteilt den Druck sehr konstant auf beiden Händen und in der Kurvenfahrt spielt es dann letztendlich alle Karten gegenüber einem Cambersegel aus. Ohne große Mühe lässt sich das Segel in die Halse manövrieren und auch das Schiften erfolgt ohne viel Zug auf der vorderen Hand. Nachdem die Halseneigenschaften definitiv eher an ein Wave Segel erinnern, stellten auch Duckjibes oder Carving 360er keine große Hürde für das GPX dar.

Fazit
Wer häufiger in Bedingungen fährt, die es einfach nicht zulassen kleine Segel und Bretter zu fahren, aber auch nicht auf reinrassiges Slalom-Material umsteigen will, hat mit diesem Segel Spaß. Wer ein einfach aufzubauendes, schnelles und gut kontrollierbares Segel für die weniger windigen Tage sucht ist mit dem GPX bestens bedient. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und vor allem durchdacht. Dass der Mastschoner sich bis zum Trimmblock hochklappen lässt, erleichtert das einführen des Mastes ungemein. Wer viel auf dem Wasser ist, dem wird die komplett X-Ply Konstruktion gefallen, aber auch als Gelegenheitssurfer, der nicht jedes Jahr das Material durch tauscht, kommt die solide aber leichte Konstruktion zugute. Das GPX wird in den Größen von 5,5 bis 8,5 qm angeboten. Die kleineren Segelgrößen fungieren als Low-End Bump&Jump Segel. Das Segel ist uneingeschränkt für diejenigen zu empfehlen, die Geschwindigkeit auf dem Wasser lieben, aber nicht auf eine gewisse Agilität und Sportlichkeit verzichten wollen.
Preislich liegt das 7,5 qm GPX mit 830€ UVP im Mittelfeld.



WINDSURFERS Quick-Test: Hot Sails GPX 7,5 qm
X-Ply sorgt für Haltbarkeit

Die gesamte Hot Sails Palette findet ihr hier.





TESTS


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