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WINDSURFERS Quick-Test: Severne Primo 4/3

Severne bringt ab sofort Neoprenanzüge speziell für Windsurfer. Ob die zweite Haut was taugt, haben wir für euch getestet.

Severne ist auf dem Weg sich zu einer Full-Product-Concept Marke zu etablieren.
Seit dieser Saison zählen auch Neoprenanzpüge zum Sortiment des australischen Herstellers. WINDSURFERS hatte die Möglichkeit den neuen Severne PRIMO 4/3 zu testen. Wir haben den Anzug auf Herz und Nieren überprüft.

Der erste Anzug von Severne war ein Impact-Suit für Philip Köster, der für seine furchtlosen Triple-Frontloop Versuche einen Neoprenanzug brauchte, der an den wichtigen Stellen gepolstert ist, aber trotzdem hohe Bewegungsfreiheit gewährleistet. Aus diesem Impact-Suit entstand die Idee Anzüge speziell an die Bedürfnisse von Windsurfern angepasst zu entwickeln. Severne bietet mittlerweile drei Modelle an, den EXO mit klassichem Backzip Verschluss, den IMPACT Suit mit Polsterungen um harte Abgänge angenehmer zu machen und den PRIMO mit Frontzip. Severne legt das Hauptaugenmerk auf den “Windsurf fit Shape”.

WINDSURFERS Quick-Test: Severne Primo 4/3

Das Thermofleece Material trocknet fix. Die Abschlüsse an den Beinen und Armen sind noch einmal abgedichtet. Das Verkleben von außen soll laut Severne die Flexibilität steigern.

An Land
“Windsurf fit Shape” was das bedeutet wird beim ersten Blick an Land deutlich. Die weit geschnittene Unterarm Partie soll das Verkrampfen der Unterarme verhindern. Wer viel an der Gabel arbeitet kennt das Problem, die Unterarme machen Dicht und die Haltekraft geht gegen Null. Die Halsmanschette beim PRIMO wirkt sehr klein, was sich die Jungs in der Entwicklungsabteilung dabei gedacht haben, war zuerst ein Rätsel. Die meisten Hersteller wollen mit ihren Neoprenanzügen eher Wellenreiter erreichen, da ist es sinnvoll einen höheren Halsabschluss zu verwenden, damit bei Duckdives nicht zu viel Wasser in den Neoprenanzug gedrückt wird. Einige Windsurfer empfinden die hoch abschließende Halsmanschette allerdings als störend oder einschränkend. Beim geradeaus fahren schaut man mit gedrehtem Kopf über die Schulter und das soll durch die kurz abschließende Halsmanschette erleichtert werden. Die Nähte des PRIMO sind nicht von innen wie bei einigen anderen Herstellern verklebt, sondern von außen. Hinzu kommt allerdings dass die Stresszonen, also im Schrittbereich, unter den Achseln und an den Nahtenden von innen mit kleinen Patches abgeklebt sind. Der hintere Teil der Oberschenkel ist mit kleinen Noppen versehen (Anti-Abrasion-Panels), diese sollen helfen den Anzug auch an Land haltbarer zu machen. Zur Ausstattung gehört ebenfalls ein ziemlich solide wirkender Frontzip mit großen Krampen. Vorteil ist hier, dass der Zipper von Innen nach Außen geschlossen wird, das ist schon mal ein Pluspunkt und erspart Gefummel am Reisverschluss. Dreht man den Anzug auf Links entfaltet er seine volle Farbpracht. Roter Lycra-Stoff kombiniert mit Thermofleece Panelen die sich vom Brustbereich bis zu den Oberschenkeln erstrecken. Der Oberkörper soll damit auch bei kühleren Temperaturen zusätzlich warm gehalten werden. Das verarbeitete Neopren wirkt geschmeidig und flexibel. Von außen steht der Severne PRIMO schon mal gut da.

Auf dem Wasser
Angezogen wird das, was man an Land gesehen hat bestätigt. Die Unterarme fühlen sich weniger eingeengt an, der Kopf ist angenehm zu drehen und der generelle Sitz des Anzugs überzeugt. Die ersten Schläge hat der PRIMO nun hinter sich. Man merkt, dass der etwas breiter geschnittene Rückenbereich, die an der Gabel “hängende” Körperhaltung noch ein wenig begünstigt. Auch nach ordentlichen Abgängen scheint der Anzug an der kurzen Halsmanschette dicht zu halten, nach einem Abgang á la Seemannköpper kam doch ein kleiner Schwall Wasser zum Brustbereich durch. Aber das ist ein Punkt über den man hinweg sehen kann. Nach der Session überzeugte der Neo auch am Kleiderbügel, das Thermofleece-Material im Brust- und Oberschenkelbereich war bereits nach 20 Minuten nur noch leicht feucht. Das Wasser wird gut über die Innenbeschichtung des Anzugs abgeleitet und somit trocknet der PRIMO recht fix.

Noppen am Gesäß sollen die Haltbarkeit erhöhen.
Fazit
Severne ist mit der Maxime an die Neoprenherstellung herangegangen einen Anzug für Windsurfer zu konzipieren. Das haben sie geschafft. Der PRIMO ist ein reiner Windsurfanzug. Wer also nach einem Allrounder fürs Wellenreiten/Wakeboarden etc. sucht, sollte auch Alternativen in Betracht ziehen. Wer allerdings genau auf diese Features wie breit geschnittene Unterarme und abgesägte Halsmanschette Wert legt, wird mit dem PRIMO sehr zufrieden sein. Wer Zwischengrößen benötigt, also Short und Tall sucht, wird bei Severne nicht fündig. Die Anzüge gibt es in den Größen von S bis XL. Der PRIMO ist als Langarmanzug in den Dicken 4/3 mm und 5/3 mm erhältlich. Die verwendeten Materialien sind Top und der Neo macht einen gut verarbeiteten und haltbaren Eindruck. Da die Nähte von außen verklebt sind, stellt sich die Frage ob die äußeren Einflüsse das Material stärker in Mitleidenschaft ziehen, als die von Innen. Abschließend lässt sich sagen, dass Severne sich mit dem Neoprenanzug in keinster Weise vor der Konkurrenz verstecken muss. Mit 369€ liegt der Anzug im oberen Mittelklasse Bereich.

WINDSURFERS Quick-Test: Severne Primo 4/3



Alle Bilder (7):
Der PRIMO 4/3 überzeugte in vielen Aspekten
Der Primo wird auch als 2mm Sommeranzug mit kurzen Beinen und langen Armen Angeboten.
Freiheit an den Unterarmen
Verdrehte Rotationen werden nicht durch den Anzug behindert.
Philip Köster auf Sylt mit dem PRIMO
Keine Einschränkungen beim Flex des Neoprenmaterials
Halsmanschette im Vergleich: Rechts Severne PRIMO und Links RipCurl Flashbomb


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