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Naturgewalten verhindern The Stretch

2017-06-07 16:51:30 - Bis zu 9 Windstärken und unruhige See zwingen selbst Björn Dunkerbeck & Co in die Knie.

Naturgewalten verhindern The Stretch

Am heutigen Mittwoch war die Natur stärker als die Crew um Windsurf-Legende Björn Dunkerbeck. Das Comeback des 47-Jährigen beim Langstreckenrennen „The Stretch“, das die deutsche Stadt Flensburg mit der dänischen Stadt Hejlsminde verbindet, endete nach mehr als fünfstündigem Kampf gegen die Naturgewalten. Bei bis zu neun Windstärken, über zwei Meter hohen Wellen und peitschendem Regen brach der Wettkampfleiter das Rennen schließlich ab. Die Sicherheit der Starter hatte Vorrang.

Björn Dunkerbeck war am Mittwochmorgen um 11 Uhr zusammen mit dem 16-maligen Deutschen Meister Bernd Flessner, dem PWA-Profi und Speed-Spezialisten Gunnar Asmussen und dem Dänen Mikkel Asmussen im Flensburger Hafen gestartet. Nach 78 Kilometern durch die aufgewühlte Ostsee war Schluss: Wind und Wellen hatten gewonnen.

Da war auch der erfolgreichste Profisportler der Welt beeindruckt. „So etwas habe ich noch nie erlebt. Zu dem extrem starken Wind und den hohen Wellen, die von allen Seiten anrollten, kam noch ein peitschender Regen, der einem komplett die Sicht nahm. Ich konnte teilweise nicht mehr erkennen, wo ich überhaupt hin gesurft bin. Es ist schade, dass wir das Rennen nicht beenden konnten. Aber es gibt Momente, da muss man erkennen, dass die Natur stärker ist als man selber. Und das war einer davon. Wir haben es aber geschafft, Deutschland und Dänemark miteinander in einem Rennen zu verbinden. 75 Prozent der Distanz legten wir immerhin zurück“, erklärte Björn Dunkerbeck.

So sah es auch Bernd Flessner: „Der Wind wurde immer stärker, wir waren teilweise Kilometer weit auseinander und konnten uns und auch das Begleitboot nicht mehr sehen. Wenn in dieser aufgewühlten See irgendetwas passiert, kann Dir kein Mensch mehr helfen. Deshalb mussten wir das Rennen abbrechen,“ so der 16-malige Deutsche Meister.

Gunnar Asmussen machte vor allem die enorme Kälte zu schaffen „Meine Hände fühlten sich kurz nach dem Start taub an, so kalt war es da draußen. Ich habe mich ins Rennen hinein gekämpft und es hat zu Beginn auch unheimlich viel Spaß gemacht. Aber auf der zweiten Hälfte wurden die Bedingungen immer extremer da draußen und zum Schluss ging gar nichts mehr“, verriet der gelernte Segelmacher.

Das Kurz-Comeback und die Teilnahme bei „The Stretch“ war Björn Dunkerbecks Geschenk zum 50sten Geburtstag, den das Windsurfen in diesem Jahr feiert. Das Langstreckenrennen bildete den Auftakt zur Dunkerbeck Longdistance Pro/Am Regatta, die vom 9. – 11. Juni in Hejlsminde bereits zum zweiten Mal ausgetragen wird. Organisatorin ist Dunkerbecks Schwester Britt, die als Windsurferin 17 WM-Titel bei den Frauen sammelte. „The Stretch war eine gemeinsame Idee von Björn und mir, schade, dass wir das Rennen nicht beenden konnten. Im nächsten Jahr versuchen wir es wieder und wollen das Feld auf bis zu 20 Teilnehmer aufstocken. Beim Event am Wochenende sind zwei Langstreckenrennen geplant, es gibt aber auch kürzere Kurse, so dass auch Neueinsteiger mitmachen können. Der Spaß am Wassersport soll im Vordergrund stehen und wir werden natürlich auch ausgiebig Party feiern.“

Einen NDR-Bericht zum Rennen findet ihr hier.





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