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Designer aus Leidenschaft: Patrik Diethelm im Interview

Zum 10-jährigen Jubiläum von Patrik sprachen wir mit Patrik Diethelm über die aktuellen Entwicklungen im Windsurfsport und seiner Marke.

Zur Saison 2020 gibt es bei Patrik viele Neuerungen. Über diese und die wichtigen Trends sprachen wir mit Patrik Diethelm, für den Windsurfen definitiv mehr als nur Daily Business ist. Patrik begann 1985, mit 13 Jahren mit dem Windsurfen. Anfangs als Ausgleich zum Wettkampfskifahren wurde das Hobby 7 Jahre später nach dem Windsurfurlaub zur Leidenschaft. Persönlich wollte Patrik immer bessere Boards haben, so fertigte er 1998 seinen ersten eigenen Shape an. Im Jahr 2000 gab Patrik einen Shape bei F2 ab und bekam daraufhin die Stelle als Shaper – der Einstieg in die professionelle Karriere als erfolgreicher Entwickler und Designer. Genau 10 Jahre später gründete Patrik zusammen mit Karin Jaggi die eigene Marke Patrik-Boards. Wie es zur Unternehmensgründung kam, lest ihr hier. Karin ist ebenfalls wie Patrik erfolgreich im Windsurfen unterwegs gewesen. Neben Schweizer Meistertiteln, war Karin 19 Jahre lang als Profi auf der ganzen Welt unterwegs. So wurde Karin unter anderem Speedsurf-Weltmeisterin. Seit einem Jahr wohnen beide fest in Margaret River – ein perfekter Wellenspot und ein perfekter Ort neue Produkte zu entwickeln. 2020 wird die Marke Patrik 10 Jahre alt. Ein Jubiläum welches mit einigen großen Neuerungen auf der Boot-Messe in Düsseldorf gefeiert werden soll. Ein schöner Anlass für ein Interview mit dem Firmenchef

Designer aus Leidenschaft: Patrik Diethelm im Interview
Designer aus Leidenschaft: Patrik Diethelm im Interview

Hallo Patrik, vielen Dank, dass du dir Zeit für ein Interview nimmst. Bei deinem Terminplan sicherlich nicht leicht. Was ich so höre, bist du sehr viel am Testen – aber dazu später mehr. Legen wir doch gleich einmal direkt los. Was sind die Änderung für 2020 an der Boardrange und vor allem, warum wurden die Designs abgeändert? Vorab bestach Patrik immer durch eine schlichte Linie die in den letzten beiden Jahren durch eine günstigere farbliche Brettlinie ergänzt wurde.
Bevor wir im 2010 mit Patrik starteten haben wir natürlich unsere Philosophie und Strategie überlegt. Unsere Marktanalyse hat gezeigt, dass es im Serienbrett Bereich eigentlich fast nur gemusterte farbige Bretter gibt. Im Verkauf werden diese auch mit starken Discounts angeboten und die Festigkeit lässt leider auch oft zu wünschen übrig. Im Custom Bereich gibt es natürlich auch exklusiv, schlicht und Preisstabile Angebote und die Konstruktion ist mit guter Handarbeit von Profis gemacht. Bei Custom Marken fehlt aber oft das Budget und somit ist die Entwicklung, Sponsoring von Weltcup Fahrern, Testbretter und ein komplettes Angebot mit den meisten Modellen/Größen sehr schwierig. Auch muss man in einigen Disziplinen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen Serienbretter mit einer registrierten Produktions-Mindestmenge fahren und da können Custom Marken nicht mehr mithalten. Unsere Philosophie war damit klar und wir haben uns als kleinere Marke dazwischen positioniert. Unser Angebot hat sich von den anderen Marken deutlich differenziert und wir gewannen sofort an Kunden die exklusive Serienbretter bevorzugten. Mit den Jahren kamen aber immer mehr Anfragen nach farbigeren und kostengünstigeren Brettern so dass wir Ende 2017 die zusätzliche Get-Linie präsentierten. Die Farben an sich sollen auch die verschiedenen Boardtypen voneinander abgrenzen. So steht das Rot bei den Slalombrettern für Geschwindigkeit. Ein gelbes Waveboard sieht natürlich auf Bildern mit Wasser und dem Himmel attraktiver aus als ein z.B. blaues Board. So haben wir versucht jeder Linie eine Farbe als Wiedererkennungswert zu geben.


Designer aus Leidenschaft: Patrik Diethelm im Interview

Da du die beiden verschiedenen Linien ansprichst. In den letzten beiden Jahren gab es die in „teure“ GBM-Linie und die günstigere GET Linie. Diese beiden Linien gibt es nun nicht mehr. Erkläre uns doch einmal den Hintergrund?
Mit zwei Linien im Angebot war es für den Kunden einfacher das zu finden was er wollte und wir merkten schnell, was sich besser verkauft. Im weiteren Verlauf hat sich auch durch die Rückmeldungen unserer Teamfahrer herausgestellt, dass manche Modelle mit mehr oder sogar voller Glasbauweise bei gewissen Bedingungen „besser“ funktionieren. Mit Glas werden die Bretter weicher und bei den Waveboards sind die Fahreigenschaften in der Kurve besser und bei den Slalom Brettern hat man bei starkem Wind und viel Chop mehr Kontrolle und somit mehr Top- und Durchschnitts Geschwindigkeit. Als Erkenntnis daraus haben wir die komplette Boardrange analysiert und für jedes Brett in jeder Literzahl die „passende“ ja vielleicht sogar die perfekte Bauweise rausgesucht. So weiß der Kunde ganz genau, dass jedes Modell/Größe das Beste ist, was wir anbieten können.



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