WINDSURFERS HOME
WINDSURFERS auf Facebook WINDSURFERS auf Twitter WINDSURFERS auf Google+ WINDSURFERS auf Instagram
 

Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Die Marke Lorch gehört zu den wenigen kleinen Marken, die sich erfolgreich im Windsurf-Business behaupten. Wir haben nach den Gründen geforscht.

Knallige Farben, auffallende Muster, weltbekannte Teamfahrer – was bei diversen Windsurffirmen gang und gäbe ist, lässt Brettbauer Günter Lorch kalt. Vielmehr setzt das deutsche Unternehmen auf Individualität, Kundennähe und konservative Werte: Ruhe statt Rummel und Qualität statt Quantität. Doch kann sich das heutzutage überhaupt noch rechnen? Wie kann man sich ohne Medienauftritte über Wasser halten? Und: Was ist an dem Vorurteil dran, LORCH entwickle nur Freeride- und Raceboards?

„Bei Surfbrettern sind die Rundungen das Geheimnis für Fahreigenschaften“, ist sich Shaper Günter Lorch sicher. Eine Überzeugung, die sich nicht zuletzt in dem Markenlogo Pi widerspiegelt. Die Zahl, die in jeglichem gebogenen Gegenstand allgegenwärtig ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die Ideologie des Unternehmens. Perfektion bis auf die tausendste Kommastelle. „Unsere Kunden kennen meine Shapephilosophie und meine allerhöchsten Qualitätsansprüche seit Jahrzehnten“, freut sich der Tüftler. Ein solches Maß an detaillierter Arbeit macht die Prozesse natürlich aufwendiger und langsamer. Nebenbei verbietet eine penible Konstruktion logischerweise die Massenproduktion.

Erfolgreich anders: LORCH im Porträt
Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Aufwendige Qualitätsarbeit kann sich nichtsdestotrotz dennoch rechnen. Auch wenn der Absatz längst nicht so hoch wie bei anderen Marken ist, sind viele Windsurfer durchaus bereit für ein Brett ihrer Träume tief in die Tasche zu greifen. In Zeiten, wo Windsurfequipment teurer und noch teurer wird, probiert die süddeutsche Firma Edelprodukte an den Mann zu bringen. „Ein LORCH ist ein Klassiker, wie ein Porsche 911“, meint der Namensgeber. Ein Vergleich, der hoch gegriffen wirkt, aber dennoch passt. Denn ähnlich wie der Stuttgarter Luxuskarosseriehersteller setzt auch LORCH mehr Wert auf klassische Trends. Wie das in dem bröckelnden Windsurfbusiness aber überhaupt funktionieren kann, lässt so manchen den Kopf zerbrechen. Vor allen Dingen, da das kleine Unternehmen das Internet nahezu meidet. Im 21ten Jahrhundert, wo vermehrt die jüngere Zielgruppe ihre News über Soziale Netzwerke bezieht, meint der Gründer: „Wir brauchen keine lauten und schrillen Medienauftritte!“

Am Bodensee, nahe der Schweizer Grenze, scheinen die Uhren noch etwas anderes zu ticken. Ohne viel Tohuwabohu und mit wenig Aufmerksamkeit macht der Shaper sein eigenes Ding – und das mit Erfolg. Mit über dreißig Jahren Erfahrung hat Günter Lorch sich einen Kundenkreis erarbeitet, der ihm die Treue schwört. „Selbst zehn Jahre später sind unsere Klienten leider immer noch sehr glücklich mit ihren Boards, weil wir nicht auf kurzfristige, nicht nachhaltige Trends aufspringen. Zudem stehe ich, Günter Lorch, persönlich hinter der Marke“, erklärt der Shape-Guru. Mit frei wählbarer Finne wird der Kunde zudem stets mit einbezogen. Eine Taktik, die ankommt.


Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Dennoch wird LORCH häufig abgestempelt, reine Freeride- oder Raceboards zu bauen. An Wavespots sieht man die Bretter vom Bodensee tatsächlich selten. Andererseits wird mit dem Splash ein hoch gelobtes Board für die Welle angeboten. Wie kommt es also zu der Vermutung? „Es ist richtig, dass unsere Freeride-, Freemove- und Slalomboards zu den besten der Welt gehören und wir dafür auch bekannt sind. Bei Waveshapes konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Boards mit einem sehr großen Einsatzbereich für den heutzutage minimalistisch denkenden Waver, der nicht so viel Material herumschleppen möchte.“ Getreu dem Kredo ’Ein Mann – ein Board’ soll Kunden nur das nötigste Equipment angeboten werden. Auch hierbei scheint die Idee erst wirtschaftlich sinnlos, gibt jedoch den Klienten einen entscheidenden Vorteil, ihr Lieblingsspielzeug bei Günter Lorch zu kaufen. Denn in Zeiten, wo Windsurfbretter so viel wie Kleinwagen kosten, können sich nur die wenigsten noch verschiedene Größen und Modelle leisten. Ein Allroundboard ist deswegen immer öfters der optimale Kompromiss.





PEOPLE


Tochter, Titelverteidigung und Triple: Philip Köster im Interview

Tochter, Titelverteidigung und Triple

Philip Köster im Interview

WINDSURFERS-Redakteur Ingo Meyer erwischte einen ...
Bunt und anders: Der JAKLAR-Macher Harry Goeft im Interview

Bunt und anders

Der JAKLAR-Macher Harry Goeft im Interview

Auf der anderen Seite des Bildschirms von JAKLAR Positive Vi ...
Auf Erfolgskurs: Nico Prien im Interview

Auf Erfolgskurs

Nico Prien im Interview

Nico Prien hat eine mehr als ordentliche Saison hinter sich – Deutscher Meister ...

MORE PEOPLE


Designer aus Leidenschaft: Patrik Diethelm im Interview

Designer aus Leidenschaft

Patrik Diethelm im Interview

Zum 10-jährigen Jubiläum von Patrik sprachen wir mit Patrik Diethelm über die aktuellen Entwicklungen im Windsurfsport und seiner Marke. ...
Schnelle Turns und lauter Tekkno: Lina Erpenstein im Interview

Schnelle Turns und lauter Tekkno

Lina Erpenstein im Interview

Lina Erpenstein ist nicht nur Deutschlands erfolgreichste Windsurferin, sondern auch eifrige Medizinstudentin und engagierte D-Jane. Wie das geht, erfahrt ihr im W ...
Sebastian Wenzel: Der Shaper der Weltmeister

Sebastian Wenzel

Der Shaper der Weltmeister

Weltmeistertitel, Teamwork und der Mythos von Shaperaum-Romantik - ein Gespräch mit Fanatic Shaper Sebastian Wenzel. ...
Meiky Wieczorek: Der Freestyle-Hotshot

Meiky Wieczorek

Der Freestyle-Hotshot

Wer springt Double Powermoves mit kraftvollem und doch geschmeidigem Style in beide Richtungen? Wer lässt die böigsten Starkwindbedingungen aussehen wie eine Session mit Traumb ...
Lennart Neubauer im Interview: Deutschlands neue Freestyle Waffe

Lennart Neubauer im Interview

Deutschlands neue Freestyle Waffe

Platz 13 beim PWA Worldcup auf Sylt, dazu ein Sieg gegen Kiri Thode – der 15 Jahre junge Lennart Neubauer ist der neue Shooting Star im Freestyle. Im Interview ...
Michele Becker: Noch lange nicht am Ziel

Michele Becker

Noch lange nicht am Ziel

Manchmal verliert man, manchmal gewinnen die anderen. Michele Becker im WINDSURFERS Interview über sein Wintertraining, kleinere Rückschläge und warum er trotzdem noch la ...
New Kids on the Wave: Anton und Leo Richter beim Summer Opening auf Sylt

New Kids on the Wave

Anton und Leo Richter beim Summer Opening auf Sylt

Foilen statt Heulen? Nein! Leo und Anton Richter berichten von ihrer ersten großen Regatta. ...
Der Segelmacher: Monty Spindler

Der Segelmacher

Monty Spindler

Seinen Namen kennt fast jeder Windsurfer auf der Welt. Zwar sind die „fetten Jahre“ längst Geschichte, aber Monty Spindler ist noch immer hochmotiviert seine Segel weiter zu entwickeln. Nac ...
Finian Maynard im Interview: Von der Passion zur eigenen Marke

Finian Maynard im Interview

Von der Passion zur eigenen Marke

Finian Maynard hat in seiner sportlichen Karriere schon vieles erreicht, jetzt wagt er den nächsten Schritt um seine Fußspuren für immer im Windsur ...
Werner Kosellek: Der heimliche Pionier des Windsurf-Foils

Werner Kosellek

Der heimliche Pionier des Windsurf-Foils

Es gibt sie – die Leute im Sport die nicht im Rampenlicht stehen und trotzdem ihren kleinen Teil zum großen Ganzen beitragen, während sie im Hintergrund „st ...
Nic Hibdige im Interview: Her mit Hand Drags und Duck Jibes!

Nic Hibdige im Interview

Her mit Hand Drags und Duck Jibes!

Nic Hibdige ist Windsurfprofi, zumindest gehört er zu den 17 besten Freestylern auf dieser Welt. Warum er trotzdem täglich die Schaufel schwingt und Zäu ...
Bandscheibenvorfall: Plötzliches Saisonaus für Vincent Langer

Bandscheibenvorfall

Plötzliches Saisonaus für Vincent Langer

Vincent Langer hat bei der Deutschen Meisterschaft im August ordentlich abgeräumt. Jetzt stand für den ehemaligen Serienboard- und Formula-Weltmeister noch der PWA W ...
'Ich bin nicht der beste Freestyler der Welt': Ein Interview mit dem besten Freestyler der Welt

'Ich bin nicht der beste Freestyler der Welt'

Ein Interview mit dem besten Freestyler der Welt

Gollito Estredo ist die ultimative Wettkampf-Maschine. Im WINDSURFERS-Interview zeigt er sich von seiner menschlichen Seite. ...
Dany Bruch startet durch: Der Gründer von Bruch Boards im Interview

Dany Bruch startet durch

Der Gründer von Bruch Boards im Interview

Heißt es jetzt Diamond Boards oder Bruch Boards? Wir haben Gründer Dany Bruch bei seinem Wave-Worldcup auf Teneriffa persönlich gefragt. ...