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Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Die Marke Lorch gehört zu den wenigen kleinen Marken, die sich erfolgreich im Windsurf-Business behaupten. Wir haben nach den Gründen geforscht.

Knallige Farben, auffallende Muster, weltbekannte Teamfahrer – was bei diversen Windsurffirmen gang und gäbe ist, lässt Brettbauer Günter Lorch kalt. Vielmehr setzt das deutsche Unternehmen auf Individualität, Kundennähe und konservative Werte: Ruhe statt Rummel und Qualität statt Quantität. Doch kann sich das heutzutage überhaupt noch rechnen? Wie kann man sich ohne Medienauftritte über Wasser halten? Und: Was ist an dem Vorurteil dran, LORCH entwickle nur Freeride- und Raceboards?

„Bei Surfbrettern sind die Rundungen das Geheimnis für Fahreigenschaften“, ist sich Shaper Günter Lorch sicher. Eine Überzeugung, die sich nicht zuletzt in dem Markenlogo Pi widerspiegelt. Die Zahl, die in jeglichem gebogenen Gegenstand allgegenwärtig ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die Ideologie des Unternehmens. Perfektion bis auf die tausendste Kommastelle. „Unsere Kunden kennen meine Shapephilosophie und meine allerhöchsten Qualitätsansprüche seit Jahrzehnten“, freut sich der Tüftler. Ein solches Maß an detaillierter Arbeit macht die Prozesse natürlich aufwendiger und langsamer. Nebenbei verbietet eine penible Konstruktion logischerweise die Massenproduktion.

Erfolgreich anders: LORCH im Porträt
Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Aufwendige Qualitätsarbeit kann sich nichtsdestotrotz dennoch rechnen. Auch wenn der Absatz längst nicht so hoch wie bei anderen Marken ist, sind viele Windsurfer durchaus bereit für ein Brett ihrer Träume tief in die Tasche zu greifen. In Zeiten, wo Windsurfequipment teurer und noch teurer wird, probiert die süddeutsche Firma Edelprodukte an den Mann zu bringen. „Ein LORCH ist ein Klassiker, wie ein Porsche 911“, meint der Namensgeber. Ein Vergleich, der hoch gegriffen wirkt, aber dennoch passt. Denn ähnlich wie der Stuttgarter Luxuskarosseriehersteller setzt auch LORCH mehr Wert auf klassische Trends. Wie das in dem bröckelnden Windsurfbusiness aber überhaupt funktionieren kann, lässt so manchen den Kopf zerbrechen. Vor allen Dingen, da das kleine Unternehmen das Internet nahezu meidet. Im 21ten Jahrhundert, wo vermehrt die jüngere Zielgruppe ihre News über Soziale Netzwerke bezieht, meint der Gründer: „Wir brauchen keine lauten und schrillen Medienauftritte!“

Am Bodensee, nahe der Schweizer Grenze, scheinen die Uhren noch etwas anderes zu ticken. Ohne viel Tohuwabohu und mit wenig Aufmerksamkeit macht der Shaper sein eigenes Ding – und das mit Erfolg. Mit über dreißig Jahren Erfahrung hat Günter Lorch sich einen Kundenkreis erarbeitet, der ihm die Treue schwört. „Selbst zehn Jahre später sind unsere Klienten leider immer noch sehr glücklich mit ihren Boards, weil wir nicht auf kurzfristige, nicht nachhaltige Trends aufspringen. Zudem stehe ich, Günter Lorch, persönlich hinter der Marke“, erklärt der Shape-Guru. Mit frei wählbarer Finne wird der Kunde zudem stets mit einbezogen. Eine Taktik, die ankommt.


Erfolgreich anders: LORCH im Porträt

Dennoch wird LORCH häufig abgestempelt, reine Freeride- oder Raceboards zu bauen. An Wavespots sieht man die Bretter vom Bodensee tatsächlich selten. Andererseits wird mit dem Splash ein hoch gelobtes Board für die Welle angeboten. Wie kommt es also zu der Vermutung? „Es ist richtig, dass unsere Freeride-, Freemove- und Slalomboards zu den besten der Welt gehören und wir dafür auch bekannt sind. Bei Waveshapes konzentrieren wir uns auf die Entwicklung von Boards mit einem sehr großen Einsatzbereich für den heutzutage minimalistisch denkenden Waver, der nicht so viel Material herumschleppen möchte.“ Getreu dem Kredo ’Ein Mann – ein Board’ soll Kunden nur das nötigste Equipment angeboten werden. Auch hierbei scheint die Idee erst wirtschaftlich sinnlos, gibt jedoch den Klienten einen entscheidenden Vorteil, ihr Lieblingsspielzeug bei Günter Lorch zu kaufen. Denn in Zeiten, wo Windsurfbretter so viel wie Kleinwagen kosten, können sich nur die wenigsten noch verschiedene Größen und Modelle leisten. Ein Allroundboard ist deswegen immer öfters der optimale Kompromiss.





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