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Gunnar Asmussen im Interview

Titel verloren und dauerkrank - in der letzen Saison hätte es für Gunnar Asmussen deutlich besser laufen können. Aber kein Grund Trübsal zu blasen! Der Flensburger Gunnar Asmussen erklärt uns im Interview, dass Niederlagen wichtig sind und wieso man als Windsurf-Profi am besten reiche Eltern hat.

In 2013 wurdest du IFCA Slalom-Weltmeister auf Sylt und durftest dich unter anderem in das Buch der Stadt Flensburg eintragen. Als wir das letzte Mal mit dir gesprochen haben, warst du gerade zum Training auf Teneriffa um deine Titelverteidigung vorzubereiten. Wie lief’s?
Erstmal bin ich mit der Saison 2014 eigentlich ganz happy! Ich konnte beim DWC zwei Slalom-Tourstops gewinnen und wurde einmal Zweiter. Das hat letztes Jahr sonst keiner geschafft! Im Formula bin ich Vizemeister geworden, das war auch das Maximum, da fuhr Vincent in einer eigenen Liga! Dabei hätte die Vorbereitung nicht schlechter laufen können. Ich hatte mir im Winter in Kapstadt eine schwere Ohrenentzündung eingefangen und bin dann direkt zum Training nach Teneriffa geflogen. Leider wurde auch daraus nichts, ich war eigentlich nur krank. Ganz ähnlich verlief auch der Rest des Jahres! Beim PWA World Cup in Turkmenistan hab ich mir dann wie viele andere auch eine krasse Magen-Darm-Infektion eingefangen, die auch nochmal fünf Wochen andauerte. So ein Jahr hatte ich noch nie! Ich hab wirklich gekämpft, leider waren die Waffen etwas stumpf.

Gunnar Asmussen im Interview
Gunnar Asmussen im Interview

Er hat so viel Potential, weil sein Herz auch für den Sport schlägt, er ist kein Segler, sondern ein Funsportler. Das ist seine große Stärke, die meisten in Deutschland sind Segler! - Chris Pressler
Bei der IFCA Slalom-Weltmeisterschaft auf den Azoren hatten wir dann leider auch nur ein Race. Ich wurde zwar sechster, dennoch bin ich damit recht zufrieden. Ich hätte in diesem Rennen auch aufs Podium fahren können! Als einziger bin ich ein großes Board gefahren, denn ich hatte wegen der schlechten Vorhersage meine PDs in 135 und 128 angemeldet. Natürlich feuerte es dann aber doch für drei Stunden aus allen Rohren und das 8,6er war mit dem 128 Liter Board in den Halsen dann auch recht groß. Man kann bei Überdruck mit einem 128er einfach nicht eng und schnell genug halsen. Denselben Fehler machte ich dann auch gleich nochmal beim Summer Opening auf Sylt. Danach habe ich mich nur noch aufs kleine Board mit dem 8,6er Warp konzentriert. Wie es kommen musste, war der Wind auf den letzten Events dann nicht mehr wirklich stark. Schade! Aktuell fühle ich mir sehr gut, schauen wir mal, was uns dieses Jahr erwartet!


Gunnar Asmussen im Interview

Wie schaffst du es mit solchen Rückschlägen umzugehen?
Naja Rückschlag ist vielleicht etwas hart, immerhin bin ich bei der WM sechster geworden. Die Ergebnisse waren am Ende der Saison insofern schon noch ok. Trotzdem sind Niederlagen gut. Wenn man verliert ist man viel fokussierter. Immerhin geht es ja auch um Geld. Wenn mann gewonnen hat, ist man zwar lockerer, aber wahrscheinlich auch nicht so konzentriert.

Was sind die Unterschiede zwischen dem PWA-Titel und dem IFCA-Titel? Wieso muss es zwei Weltmeistertitel geben und was hältst du davon?
Ich finde es eigentlich ganz ok, gibt es in anderen Sportarten ja auch! Der PWA Titel ist definitiv höher zu bewerten, dennoch muss man erstmal IFCA Weltmeister werden! Der IFCA WM Titel wird auf einer Regatta vergeben, der PWA Titel über die ganze Saison. Somit muss man auf allen PWA Events eine gute Leistung zeigen um Weltmeister zu werden, während bei einer IFCA WM wie dieses Jahr auch nur die Tagesform entscheiden kann!



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