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John Carter: Vom Tellerwäscher zum Starfotograf

Jeder Windsurfer kennt und liebt die Bilder von John Carter. Im Interview mit JC klären wir, wie der Brite zum Windsurffotografen Nr. 1 wurde.

Für Freelancer ist die Corona-Krise eine besondere Herausforderung, da ihre Einkommen von einen Tag auf den Nächsten auf einmal weggebrochen sind. Wir haben die Ruhephase genutzt, um den wahrscheinlich berühmtesten Fotografen der Windsurfbranche zu fragen, wie er es soweit geschafft hat und wie er mit den Herausforderungen der Corona-Zeiten umgeht.

John, es gibt so gut wie kein professionelles Windsurffoto im Internet, bei dem nicht dein Name in den Credits steht. Wie ist es soweit gekommen? Wie viele Jahre muss man dafür hinter der Kamera sitzen und Windsurfbilder schießen?
Ich habe 1990 ernsthaft damit angefangen Windsurfbilder zu schießen, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass mein Name mittlerweile bei ganz schön vielen Fotos in den Credits anzutreffen ist. Wie in jedem Business dauert es viele Jahre, bis man sich einen Namen gemacht hat. Man sammelt immer mehr Erfahrung, erweitert stetig seine Ausrüstung und sichert sich langsam alle möglichen Jobs in der Branche. Wenn man erstmal seinen Fuß in der Tür hat, dann arbeiten die meisten Leute gerne mit jemandem, den sie kennen und von dem sie wissen, dass er gute Ergebnisse liefert. Vorausgesetzt natürlich, man macht keinen Quatsch.

John Carter: Vom Tellerwäscher zum Starfotograf
John Carter: Vom Tellerwäscher zum Starfotograf

Wann hast du dein erstes Foto geschossen?
Mein erstes richtiges Windsurffoto habe ich glaube ich um das Jahr 1989 geschossen. Das war auf einer alten Canon T90 in einem selbstgemachten Wassergehäuse.

Wie ist deine Karriere als Windsurf-Fotograf zustande gekommen und wie schnell konntest du von dem Geld leben, das du mit deinen Bildern gemacht hast?
Alles fing damit an, dass ich mit meinem Kumpel Nigel Howell, der ein britischer Windsurfer war, nach Hawaii und Australien gereist bin. Das war um das Jahr 1990 und Fotos machen war eben eine gute Freizeitbeschäftigung. Damals musste ich insbesondere auf Maui aber auch ordentlich nebenher arbeiten, um mich finanziell über Wasser zu halten. Ich habe alle möglichen Jobs gemacht vom Geschirrspüler bis hin zum Gärtner. Erst um die Jahrtausendwende konnte ich mit meiner Arbeit als Fotograf soviel Geld verdienen, dass ich davon leben konnte. Aber selbst jetzt bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mit meinen Bildern niemals Millionär werde. Wie für die meisten Fotografen, die Windsurfbilder machen, ist die ganze Nummer eher eine leidenschaftliche als eine finanzielle Karriere.


John Carter: Vom Tellerwäscher zum Starfotograf

Wenn du einfach mal ins Blaue raten müsstest: Wie viele Bilder hast du in deinem Leben schon geschossen? Wie oft hast du auf den Auslöser gedrückt?
Die Zahl wird mit Sicherheit irgendwo in den Millionen liegen. Meine aktuellen Kameras brauchen nach 250.000 Bildern einen neuen Kameraverschluss und ich musste die bei beiden schon mehrmals auswechseln lassen!

Machst du ausschließlich Bilder von Windsurfern und Wellen oder fotografierst du auch mal andere Motive?
Ich fotografiere eigentlich jeden Sport oder jedes Motiv gerne. Ich habe ein paar Mal auf Hochzeiten von Freunden Fotos gemacht, was mir auch viel Spaß macht, aber Windsurffotografie nimmt eigentlich meine gesamte Zeit ein und bezahlt am Ende meine Rechnungen. Deshalb habe ich nicht so viel Zeit, um groß andere Bereiche der Fotografie zu erkunden. Ich habe auch mal auf Events von der APP Stand Up Tour gearbeitet, was auch Spaß gemacht hat. Wenn sich die ganze Corona-Situation entspannt, ist ja vielleicht die Zeit gekommen, um auch mal neue Gebiete der Fotografie zu entdecken.



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