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Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview - Teil 2


Wie schwer ist es einen Heat im Worldcup zu gewinnen?
Kommt natürlich darauf an, gegen wen man fährt. In meinem Heat auf Sylt hatte ich einen der Vorrunden-Heats. Wir hatten wirklich sehr schwierige Bedingungen. Der Wind war so schwach, dass kein Sprung gezählt hat, sondern nur zwei Wellen. Dazu gab es einen krassen Shorebreak, dass schon das Rauskommen eine große Herausforderung war. Ich hatte ein bisschen Glück in meinem Heat und konnte ein paar Turns auf der Welle machen. Unter normalen Umständen ist der Frontloop auf jeden Fall sehr wichtig. Dazu muss man auch vertikal in die Wellen gehen können, und wenn man dann noch den Backloop steht, hat man super Chancen eine Runde weiter zu kommen.

Deinen Videos nach zu urteilen stehst du deine Frontloops sicher. Wie sieht es mit Backloops aus?
Den Backloop konstant zu stehen, ist mein Projekt für das nächste Jahr. Der Move ist recht schwierig. Die Rotation ist eigentlich schon ganz gut, aber an der Landung scheitere ich meistens.


Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview
Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview

Du wurdest in Düsseldorf zum boot Windsurftalent 2015 gewählt und hast eine Prämie von 2000€ gewonnen. Sind die auf dem Sparbuch gelandet oder anderweitig verplant?
Mehr als verplant! Also mein Plan ist erstmal nächstes Jahr die gesamte Tour mitzufahren, bis auf Maui wahrscheinlich. Da wird das Budget, wenn man das Training mit einrechnet, dann wahrscheinlich doch nicht komplett reichen. Aber Gran Canaria, Teneriffa und Sylt sind auf jeden Fall fest eingeplant. Im Juni mache ich mein Abi und will danach direkt nach Gran Canaria um für den Worldcup zu trainieren. Es ist jetzt nicht unbedingt der Spot, den man unbedingt gesehen haben muss, weil er so wunderschön ist, aber er liefert einfach gute Trainingsbedingungen. Auf Teneriffa war ich zum Beispiel auch noch nie! Es soll ähnlich sein wie Pozo aber dann doch ganz anders, darauf bin ich auch auf jeden Fall gespannt. Im Winter soll es dann wahrscheinlich nach Australien gehen. Da ein wenig rumzureisen, das ist natürlich ein großer Traum. Auf dem Sparbuch wird von den 2000€ also wenig landen (lacht).


Das klingt so, als würdest du für ein Jahr „Profi auf Probe“ sein.
Sozusagen ja!

Wenn es dir gefallen wird, würdest du dann komplett umsatteln?
Ich glaube im Frauensport ist das nicht möglich. Ich glaube auch, dass ich auch etwas nebenbei bräuchte. Das Windsurfen ist ein großer Teil von meinem Leben, aber es ist nicht alles. Ich würde gerne studieren und auch in einem Beruf ein Standbein haben.


Lina Erpenstein - das boot-Windsurftalent des Jahres im Interview

Machst du auch noch anderen Sport nebenbei?
Also ich spiele nebenbei noch Tennis. Das ergänzt sich super mit dem Windsurfen. Eins von beidem geht immer. Bei Wind kann man nicht Tennis spielen und ohne Wind kann man nicht auf’s Wasser. Das passt ganz gut. Ich gehe auch ins Fitness-Studio um mich zwischen den Windsurf-Phasen in den Ferien fit zu halten. Gerade dann merkt man nämlich dass man die Grundfitness braucht. Da hilft das Training sehr. Auf dem Wasser muss man dann nicht erst mit der körperlichen Fitness anfangen, sondern man kann gleich beim technischen einsteigen.

Eine letzte Frage noch: Wie wird man boot Windsurf-Talent?
Ich kann natürlich nur von mir sprechen: Ich habe mich beim Surf Magazin mit einer umfassenden E-Mail beworben. Man stellt sich kurz vor und schreibt über seine bisherigen Ergebnisse und seine Motivation. Wichtig sind vor allem die Pläne für die eigene Windsurfzukunft, denn der Preis soll ja nicht nur für bereits erbrachte Leistungen vergeben werden, sondern eine Talentförderung für junge motivierte Surferinnen und Surfer sein. Noch ein paar Actionfotos und gegebenenfalls Links zu Videos die man bereits veröffentlicht hat dazu und abgeschickt! In der Jury sitzen dann neben Redakteuren aus dem Surfmagazin auch Zuständige von der boot Wassersportmesse und der Projektleiter. Genaue Zahlen über die Bewerbungen erfährt man leider nicht, aber ich habe etwas von über 20 gehört. In meiner Bewerbung wollte ich vor allem zeigen, dass ich Spaß am Sport habe und hochmotiviert bin nach meinem Abi durchzustarten. Für mich ist Windsurfen mehr als ein Sport, mehr wie ein Lifestyle, der die konventionellen Muster durchbricht. Diese Einstellung zu haben hilft mir auch im Surfen weiterzukommen. Ein bisschen Ehrgeiz und Engagement sind natürlich auch nicht schlecht. Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet ausgewählt zu werden. Ich habe mich unheimlich gefreut, denn der Preis eröffnet mir nun ganz neue Möglichkeiten. Es ist ein toller Preis und ich finde das sollte unbedingt fortgeführt werden. Das ist wirklich eine gute Investition. Meine Vorgänger Julian Wiemar und Nico Prien geben auch richtig Gas, das werde ich auch versuchen.



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