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Marius Keckeisen - Mr. Black (Roll)

Ex DWC-Fahrer Marius Keckeisen beliefert die Deutsche Fußball Nationalmannschaft, Dirk Nowitzki und fast jeden anderen Profisportler der Welt. Der Macher einer faszinierenden Erfolgsgeschichte im Interview.

<b>Marius, noch heute bist du begeisterter Windsurfer. Wann und wie bist du zu deinem Lieblingssport gekommen?
Als Kind durch meinen Vater. Wir waren im Urlaub immer nur an Plätzen, wo man gut Windsurfen konnte. Nachdem ich das mit dem Schwimmen gelernt hatte wollte ich unbedingt windsurfen. Mein Vater hat mir dann sein kleinstes Board und Segel gegeben und ich war erst mal beschäftigt. Seit dem dreht sich jede Reise nur noch darum die besten Bedingungen zu finden und so viel wie möglich aufs Wasser zu kommen. Daran hat sich auch heute nichts geändert. Windsurfen ist und bleibt der schönste Sport der Welt für mich. Das kann ich sagen, obwohl ich durch meine berufliche Tätigkeit viele Sportarten kennen gelernt habe.

Marius Keckeisen - Mr. Black (Roll)
Marius Keckeisen - Mr. Black (Roll)

Auf deinen beruflichen Werdegang kommen wir auf jeden Fall noch zu sprechen. Wie hast du denn den Einstieg in die Regattaszene gefunden?
1999 gab es am Bodensee eine Regattaserie. Ich wollte mal an einem Windsurf-Wettkampf teilnehmen und das hat sich dann angeboten. So sind wir damals ein paar Tage früher aus dem Urlaub zurück gefahren um dann noch ein Wochenende am Bodensee bei meiner ersten Regatta zu verbringen. Ich hatte mit meinem 7,5 qm und einem 120l Board wohl sicher das unpassendste Material und als die Regatta trotz keinem Wind gestartet wurde endete mein erstes Rennen dann sehr unbefriedigend.Aber im kommenden Jahr lief es besser. 2000 bin ich zum ersten mal DWC gefahren und dort Rookie of the Year geworden.

Was sind deine beste Erinnerungen an deine Regattazeit, was deine schlechtesten? Mit wem warst du Unterwegs?
Eine meiner besten Erfahrungen war beim Europa Cup auf Sylt die „youth“-Kategorie zu gewinnen, das war eine meiner ersten internationalen Regatten. Ich fand es großartig mich mit den ganzen Pro’s zu messen die ein paar Jahre zuvor noch auf diversen Postern in meinem Zimmer an der Wand hingen. Neben der Zeit auf dem Wasser erinnere ich mich aber auch sehr gerne an die Zeit neben der sportlichen Aktivität zurück. Da gab es einiges was man erlebt hat, vielleicht gar nicht erleben wollte, aber trotzdem viel Spaß gemacht hat (lacht). Man hat recht schnell gelernt dass man bei Regatten mit einer sehr schlechten Windvorhersage einfach nur den Abend und die Nacht richtig nutzen muss um Spass zu haben. Die vermutlich schlechteste Erfahrung hatte ich auf Rügen, hier bin ich am ersten Regattatag direkt auf dem Weg ins Wasser in eine Scherbe getreten und musste genäht werden. Die Jungs im Krankenwagen hatten mich dann gefragt ob ich Lust auf eine Stunde fahrt ins Krankenhaus hätte oder doch lieber zur Dorfärztin möchte. Ich habe mich für die Dorfärztin entschieden. Sie hat die Wunde dann genäht, jedoch ohne Spritze oder andere Betäubung. Das würde ich so nicht noch mal machen. Alles in Allem war die Zeit bei den DWC-Events und anderen Regatten ein wunderbare Zeit die ich nicht missen möchte. Ich kann jedem jungen Windsurfer nur empfehlen, es selbst zu probieren. Mann lern jede menge tolle Menschen kennen, erlebt eine aufregende Zeit.


Marius Keckeisen - Mr. Black (Roll)

Wann und warum hast du aufgehört?
Ich glaube es war 2006. Ich war auf einer Regatta in Heiligenhafen und es hatte mal wieder keinen Wind und hat nur geregnet. Ich hatte irgendwann einfach keine Lust mehr 1-2 mal im Monat vom Bodensee durch ganz Deutschland zu fahren um eventuell nur auf Wind zu warten. Gleichzeitig hatte ich auch keine Lust mehr so viel Material mit mir rum schleppen zu müssen. Da ich immer in allen Disziplinen angetreten bin, damit sich die lange Anfahrt auch lohnt, hatte ich in der Regel mind. 6 Boards und über 10 Segel dabei. Im Anschluss an die Regattazeit bin ich im Sommer nach Oahu geflogen und habe Peter Garzke kennengelernt. In den folgenden Jahren habe ich recht viel mit Peter unternommen. Parallel zum Studium war ich jedes Jahr einige Monate im Sommer auf Oahu im Winter in Kapstadt. Dort habe ich dann Material getestet, Fotoshootings für Sponsoren gemacht und diverse Trips unternommen. Nach meinem ersten Trip nach Oahu hab ich mich dann nur noch auf Wave konzentriert und alles andere wurde für mich uninteressant. Von diesem Zeitpunkt war Windsurfen für mich eigentlich nur noch mit Wellen verbunden und jede Reise hatte immer das Zeil möglichst gute Wellen zu finden.



Alle Bilder (14):
Backloop in Südafrika. Waffenruhen ist Marius' große Leidenschaft.
Perfekt getimter Aerial.
Bilder in dieser Qualität kann uns nicht mal jeder Surfprofi liefern.
Goiter am Sunset Beach, Capetown.
Marius fährt in der Welle auf höchstem Niveau.
Nach Südafrika schafft es Marius trotz Job jeden Winter.
Das Regattasurfer hat Marius an den Nagel gehängt. Windsurfen findet für ihn nur noch in der Welle statt.
Tweaked Aerial.
Backloop im 2.Stockwerk.
Close up Shot in Melkbos.
Marius beim Fotoshoot auf Mauritius.
Marius am Sunset Beach. Im Hintergrund sieht man die Skyline von Capetown.


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