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Pleite trotz PWA: Amanda Beenen im Interview - Teil 3


Ist es als Frau einfach im Worldcup einzusteigen?
Das ist super einfach. Komm vorbei und trag dich ein. Ob es einfach ist, an die Spitze zu kommen? Nun gut, in meiner Arroganz dachte ich schon und mir wurde für Jahre richtig in den Hintern getreten.

Siehst du im Heat die anderen Fahrerinnen eher als Konkurrentinnen? Die Damen im Worldcup scheinen von außen betrachtet immer beste Freundinnen zu sein. Ist das nur Fassade hinter der sich echtes Konkurrenzdenken verbirgt?
Auf der Wave-Tour sind die meisten Mädels über die letzten Jahre recht eng zusammengewachsen. Es gibt eine solide Kerngruppe und jedes Jahr ein paar Newcomer. Wir sind alle Wettkämpfer, ich glaube sonst wären wir nicht auf der Tour. Auf dem Wasser sind wir Rivalinnen. Am Strand ist das vorbei. Ich habe eine Menge in den letzten Jahren auf der Tour gelernt, und eins davon ist, dass wir Frauen sowieso schon eine Minderheit sind. Sich nun auch noch zu bekämpfen wäre ein Fehler. Stattdessen ermutigen wir uns, wir feuern uns an und wir helfen uns gegenseitig. Das ist alles real! Natürlich ist es bei jedem ein bisschen anders, da jeder Stress und Contest-Ergebnisse anders verarbeitet, aber für mich persönlich möchte ich eine gute Konkurrentin sein, die andere Mädels unterstützt statt sie zu unterdrücken. Man muss über seinen eigenen Schatten springen aber so entstehen dann Freundschaften für's Leben.


Pleite trotz PWA: Amanda Beenen im Interview
Pleite trotz PWA: Amanda Beenen im Interview

Bei den Damen ist es im Worldcup seit Jahren immer dieselbe Berichterstattung. Es erinnert vielleicht ein wenig an die Zeit als bei den Herren immer Björn Dunkerbeck alles gewonnen hat. Bei den Damen sind das aktuell die Moreno-Twins in der Welle und Sarah-Quita im Freestyle. Was macht es so schwer für die anderen Damen auf der Worldtour diese Dominanz zu brechen?
Die Morenos haben einfach 10 Jahre Vorteil gegenüber den meisten von uns anderen. Sie kommen aus der goldenen Ära unseres Sports, sie haben Talent, sie lieben den Sport, sie hatten ein paar gute Deals, Preisgelder und werden wie richtige Athleten behandelt. Jeden Tag windsurfen, egal wo sie gerade sind. So wie man denken würde, wie es als Profi läuft. Sie bekamen die Chance ihr komplettes Potential zu entfalten, und das zeigt sich noch heute. Die meisten Fahrerinnen haben Probleme sich ihr Brot zu verdienen, woher soll da der Fortschritt kommen? Sarah-Quita ist ein Sonderfall. Ich verspreche dir, in den nächsten zwei Jahren wird sie auch in der Welle einen ersten Platz vorweisen können. In fünf vielleicht auch einen Weltmeistertitel. Ich glaube sie ist als Kind in eine Art Windsurf-Zaubertrank gefallen. Den, den auch Taty und Tonky ab und zu trinken, und von dem ich auch glaube, dass Amado seine Pfoten daran hatte. Es muss etwas mit diesen Inseln zutun haben.


Pleite trotz PWA: Amanda Beenen im Interview

Haben Sarah-Quita im Freestyle und die Moreno-Twins ihre Disziplinen kaputt gemacht? Dadurch, dass es uninteressanter für die Zuschauer geworden ist?
Das zu sagen wäre unfair. Wenn überhaupt irgendwer, dann waren es die Morenos, die den Sport zu neuen Höhen gebracht haben und damit dem Rest von uns Mädels den Weg geebnet haben. Sie zeigen jedem: Es ist alles möglich, wenn du hart genug trainierst.

Definitiv! Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Morenos mit ihrem Level auch im Feld der Herren gut durchkommen würden und für ein paar verdutzte Gesichter sorgen könnten! Trotzdem bessert selbst Iballa ihren Verdienst auf der SUP-Worldtour auf. Könntest du es dir vorstellen auch in anderen Disziplinen anzutreten?
Ich wollte Slalom schon immer einen Chance geben, aber ich hab keine Zeit das zu trainieren. Und selbst wenn ich das Material gestellt bekommen würde, könnte ich es mir nicht leisten die Tour mitzufahren. So belasse ich es bei Wave. Ich liebe Wellenreiten und SUP, aber ich glaube darin bin ich nicht talentiert genug. Trotzdem macht mir beides verdammt viel Spaß!



Alle Bilder (30):
Flugstunde auf Teneriffa: Amada Beenen gehört zu den besten Waveriderinnen der Welt.
Wohnt auf Maui: Amanda mit ihrem Freund im Paradies.
Furchtlos: Immer nur Platz 10 beim Aloha Classic reichte ihr irgendwann nicht mehr.
Neue Segel: Die 30-Jährige ist dieses Jahr mit Hot Sails unterwegs.
Hat dazugelernt: Auch bei Wind von rechts ist Beenen inzwischen eine starke Surferin!
Aerial: Davon sollten sich viele Jungs mal eine Scheibe abschneiden!
Wasser ist ihr Ding: Neben dem Windsurfboard steht sie täglich auch auf dem SUP und Wellenreiter.
Im Wellenreiten werden weibliche Athleten ganz anders vermarktet als im Windsurfen.
In ihrer Heimat Woerden, Holland gibt es solch große Wellen nicht!
Auch im Heat: Die Holländerin ist immer für einen spektakulären Sturz gut!
Auf dem Podium: Auf Teneriffa kam sie auf den dritten Platz.
Pozo: Frontside Hit in die kleinen Wellen von Gran Canaria.
Windsurfen unter Palmen: So stellt man sich das Profi-Leben vor!
Go big or go home!
Ihr Lieblingsspot? Abgesehen von ein paar Spots auf Maui auch Cabezo auf Teneriffa!
Amanda im Heat gegen die Morenos.
Bis die Finnen glühen: Volle Power in den Turn!
Aerial in Pozo mit geliehenem Segel: Es gab einfach keine kleinen Segel mehr für Amanda.
Ihr größter Erfolg? Indoor-Weltmeisterin!
Air-Beenen ready for takeoff.
Ihr Lieblingsmove: Der Tabletop-Forward.
Nichts für jeden: Masthoch in Ho'okipa.
Spinloop im Warmen…
… und ein Spinloop im Kalten.
Frauen sind im Worldcup sowieso schon eine Minderheit. Die Mädels helfen sich deswegen gegenseitig.
Dies sind die schönen Seiten des Profi-Lebens.
Cutback!
Beenen im Luftraum von Teneriffa.
Dieses Jahr will die sympathische Holländerin vielleicht das letzte mal auf der Tour mitfahren.
Amandas Sponsoren: 99NoveNove, Roxy, TomTom, Sunski, Hot Sails.


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