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Sharkbanz verspricht Schutz vor Haiangriffen - Hokuspokus oder Wissenschaft?

Das Risiko von einem Hai angegriffen zu werden ist gering – die Angst davor jedoch ein sensibles Thema. WINDSURFERS probierte Sharkbanz in den Wellen Australiens aus und diskutierte mit Windsurfern und Wellenreitern vor Ort über das vermeintliche Wunderprodukt.

Der erste Eindruck

Auf der Verpackung findet man übersichtlich bereits vor dem Auspacken allerhand Informationen. Wichtig ist, dass sich in Sharkbanz ein starker Magnet befindet, der besser nicht mit medizinischen Geräten, Kreditkarten etc. in Berührung kommen soll. Am Flughafen jedoch gehen die Sharkbanz problemlos im normalen Gepäck durch alle Sicherheitskontrollen.

Ausgepackt sieht das Sharkbanz recht futuristisch aus. Das lange Armband bestehend aus mattem, stabilem Kunstsoff und einem für Hand- und Fußgelenk vorgeformtem Shape, ähnelt im Grunde einer Armbanduhr. Durch den Magneten wirkt das Armband vergleichsweise schwer.

Was steckt dahinter?

Laut Meeresbiologen haben Haie enorm starke Elektrorezeptoren, die durch den Magneten im Armband gestört werden. Das ist für Haie unangenehm und sie suchen das Weite. Auf der Website www.sharkbanz-de.com finden wir viele Erklärungen zum Produkt und auch ein Video, das die Wirkung von Sharkbanz demonstriert.

Diskussionswürdig

Im Gespräch mit Windsurfern und Wellenreitern bemerken wir, dass das Thema Haiangriffe stets präsent ist. Ein mulmiges Gefühl hat fast jeder. Manche berichten uns von ungewollter Hektik, wenn im Augenwinkel eine Alge vorbei treibt, und einigen verpassten Surftagen, wenn die Angst wieder einmal zu groß ist, um ins Wasser zu gehen. Andere wiederum gehen entspannt mit dem Thema um, berufen sich auf die niedrige Statistik der Angriffe und handeln nach dem Grundsatz „Ist der Hai kleiner als dein Surfboard, dann ist er nicht gefährlich“.

Einige der Sportler, mit denen wir sprachen, meiden das Surfen in der Dämmerung, da statistisch gesehen in diesen Zeiten die häufigsten Haiangriffe zu verzeichnen sind. Vielbesuchte Buchten werden zum Teil mit Fangnetzen und Alarmsystemen abgesichert, was für naturverbundene Wassersportler jedoch keine ökologische Lösung ist.

Als wir Sharkbanz ins Gespräch bringen, sind die meisten Surfer zunächst etwas skeptisch. Nach kurzer Erklärung ist jedoch das Interesse groß, das Armband mal auszuprobieren oder gar direkt zu kaufen. „Falls es was bringt, dann ist das doch wunderbar!“ sagte eine Windsurferin.

Handhabung

Sharkbanz werden einfach am Knöchel oder dem Handgelenk befestigt. Das lange Armand kürzten wir etwas ein, da es vom Hersteller recht lang gefertigt ist. Für uns und die „Testsurfer“ fühlt es sich zu Beginn noch etwas ungewohnt an, nach einigen Minuten bemerkte man es kaum noch. Hierbei machte es keinen Unterschied, ob es am Fuß oder dem Handgelenk angelegt ist. Das Gewicht des Magneten fällt während der Aktivität auf dem Wasser nicht auf. Bewegungseinschränkungen können wir weder beim Windsurfen, noch bei Wellenreiten, verzeichnen.

Sharkbanz verspricht Schutz vor Haiangriffen - Hokuspokus oder Wissenschaft?
Sharkbanz verspricht Schutz vor Haiangriffen - Hokuspokus oder Wissenschaft?

Vorteile und Nachteile

Die Nachteile, die wir und die „Testsurfer“ an den Sharkbanz sehen, sind eher technischer Natur. Der starke Magnet hat Einfluss auf elektronische und andere magnetische Gegenstände und kann z.B. Herzschrittmacher stark beeinflussen.

Sofern man mit diesen Nachteilen umgehen kann, überwiegen wohl die Vorteile. Wenn die Technologie tatsächlich so funktioniert, wie sie beworben wird, dann wird das Risiko von einem Hai angegriffen zu werden, minimiert. Dies kann unter Umständen Leben retten.

Die Qualität der Sessions wird definitiv erhöht. Wir und die „Testsurfer“ waren entspannter, als wir die Sharkbanz angelegt hatten. Außerdem kommen Sharkbanz gänzlich ohne Batterie aus und Bewegungen werden nicht negativ beeinflusst.

Preis und Kontakt

Die Markeninhaber sind selbst Surfer, kümmern sich mit einer gut strukturierten Website und klaren Sicherheitsinformationen um den Kunden und bieten die „Sharkbanz“ zu einem akzeptablen Preis an. Die 2016er Modelle sind derzeit reduziert und kosten 74,90€, die 2017er Modelle sind für 89,90€ zu haben. Für Wellenreiter ist auch die Sharkleash interessant. Laut Hersteller gibt es bisher keinerlei Konkurrenzprodukte.

Offizielle Website: www.sharkbanz-de.com
Deutschlandvertrieb: www.cavida-sports.de

windsurfers.de Tipp: Nach anfänglicher Skepsis denken wir, dass Sharkbanz eine gute psychische Wirkung auf Wassersportler haben können, wodurch die Qualität der Sessions deutlich erhöht wird. Außerdem ist der Preis dieses Produkts angemessen.

WICHTIG: „Sharkbanz“ garantiert keinen 100%igen Schutz vor dem Worst Case.








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