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Spotguide Teneriffa: Mehr als Godzilla

Teneriffa, die größte der sieben Kanarischen Inseln, ist seit jeher ein Hotspot für Wave-Profis. Inzwischen rückt die Insel aber auch wegen der Slalom-Trainingscamps immer mehr in den Fokus. WINDSURFERS Redakteur Lars Niggemeyer verrät, warum du bei deinem nächsten Trip unbedingt den finnenzerstörenden Stein auf Teneriffa besuchen solltest.

Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: Wer Bock hat 24/7 nur windsurfen zu gehen – das geht auf Teneriffa super! Den Reiz der Insel macht aber gerade aus, dass man hier mehr machen kann, als sich nur die Seele aus dem Leib zu surfen.

Fast jedes Jahr verzeichnet Teneriffa einen neuen Besucher-Rekord. Bei deutschen Trekking- und bei englischen Pauschal-Urlaubern ist die Kanareninsel schon immer beliebt gewesen. Inzwischen kommen auch immer mehr die Franzosen auf die Insel, weil ihnen Länder wie Marokko und Tunesien zum Reisen zu unsicher geworden sind. Ein Trip auf die Kanaren ist neben dem ganzjährig angenehmen Klima auch unkompliziert. In nur fünf Stunden mit dem Flugzeug von Deutschland aus ist man auf der Insel.

Spotguide Teneriffa: Mehr als Godzilla
Spotguide Teneriffa: Mehr als Godzilla

Wer auf der Insel Windsurfen gehen will, sollte in El Médano sein Zelt aufschlagen. Médano ist ruhiger als das touristische Las Américas. Im Ort herrscht eine gute Mischung aus Locals und Touristen. Eine kleine, entspannte Hippie Community hat sich hier niedergelassen und verkauft am Strand gebatikte Klamotten und Schmuck. Im Gegensatz zu dem eher tristen Pozo Izquierdo auf Gran Canaria hat man hier auch die Möglichkeit in mehr als nur einen Restaurant essen zu gehen. Selbst die Einwohner Teneriffas, die Tinerfeños, kommen am Wochenende für einen Strandtag nach El Médano.

Der Wave-Worldcup, der hier im Sommer stattfindet, produziert seitdem er existiert jedes Jahr ein Ergebnis. Keine Action auf dem Wasser wegen Flaute hat es noch nie geben. El Médano seit Jahrzehnten ein Treffpunkt für Top-Windsurfer aus ganz Europa. Wenn die Windmaschine läuft, dann hat man hier im Winter regelmäßig 25, im Sommer quasi täglich 30 Knoten. Wer mit Minimal-Equipment fliegt sollte auf jeden Fall 4,7 und 4,2qm einpacken. Im Schnitt kann man im Jahr genauso viele Tage wie in Pozo aufs Wasser gehen, die Locals sprechen in Größenordnungen von bis zu 250 Tagen in einem guten Jahr. Im Vergleich zu Pozo fährt man eher eine Nummer größer, dafür kann man aber mehr als nur einen Pseudo-Frontside-Turn auf der Welle fahren.


Spotguide Teneriffa: Mehr als Godzilla

El Médano profitiert davon an der Stelle der Insel zu liegen, an dem der Passat-Wind durch den Leitplanken-Effekt am stärksten ist. Die konstante Belüftung kann eigentlich nur durch den Kalima, ein Wüstensturm aus der Sahara, oder im Winter von einer Tiefdrucklage unterbrochen werden. In dem Fall ist es praktisch, dass Teneriffa durch die Topographie in viele kleine Mikro-Klimazonen unterteilt ist. Wer einen Mietwagen hat, kann 30 Minuten fahren und man hat auf einmal wieder Sonnenschein – und im Idealfall auch Wind. Meistens hält sich der schwache Wind aber sowieso nur ein paar Tage, dann startet der Passat wieder durch. Langeweile kommt also auf keinen Fall auf. Dazu aber später mehr.



Spots
In El Médano selbst gibt es im Grunde drei Hauptspots. Ganz in Luv befindet sich der berühmte Worldcup-Spot Cabezo. Cabezo wird dein Waveriding auf die nächste Stufe bringen. Wenn die Windmaschine läuft, knallt der Nord-Ost Passat hier richtig rein. Das sind dann die "Classic Cabezo" Bedingungen. Die größte Hürde ist der Einstieg. Der kann nämlich je nach Tide und Swell extrem stressig werden. Wenn man hier einen Fehler macht landet man quasi sofort auf dem berühmt berüchtigten Godzilla – ein spitzes Lava-Massiv, dass direkt(!) neben dem Einstieg befindet und sich je nach Tide unterschiedlich weit nach draußen fortsetzt und gefährlich nah unter der Oberfläche schlummert. Der Name soll daher kommen, dass das Stein-Massiv bei Low-Tide manchmal über der Wasseroberfläche liegt. Mit ein bisschen Vorstellungskraft sollen dann die schwarzen Steine so aussehen, als würde Godzilla, die japanische, verstrahlte Echse, wie ein Krokodil unter der Wasseroberfläche auf einen Warten. Godzilla ist nicht nur so etwas wie eine lokale Legende, sondern auch der Namens-Geber zum besten lokalen Surf-Shop. Wenn man zum ersten mal am Strand steht, sollte man definitiv einen der Windsurfer fragen, wo man auf keinen Fall hinsurfen darf. Täglich knallen Windsurfer auf Godzilla und zerstören sich (im Optimal-Fall nur) ihre Finnen. Im Hochsommer passiert es, dass nach großen Tagen, trotz der super Surf-Infrastruktur (es gibt zahlreiche Shops, einen Segelmacher, Duschen am Strand und sogar eine Custom-Schmiede) im ganzen Ort keine Finnen mehr erhältlich sind. Einmal an Godzilla vorbeigedümpelt, aus dem Windschatten des Lava-Massivs in Luv heraus, ist der Spot dann jedoch relativ zugänglich. Etwas weiter draußen in Luv vom Einstieg läuft eine gute Beach-Break Welle, auf der man meistens auch ordentlich Platz hat.



Alle Bilder (23):
Los Gigantes sind ein imposantes Naturschauspiel
Auf Teneriffa gibt es immer etwas zu sehen
An windlosen Tagen kann man auch auf dem SUP Spaß haben
Der Blick auf El Medanos Spots aus dem Flugzeug: Ganz unten Cabezo, dann gut sichtbar El Muelle und die Bucht
Alex Mussolini: Goiter
In Cabezo wird es wahrscheinlich einen 14-Jährigen geben, der besser surft als du
Der zentrale Badestrand von El Medano wird auch von den Einheimischen gerne besucht
Der felsige Einstieg von Cabezo bei absoluter Low-Tide
In Cabezo kann man sich richtig rausschießen!
Caro Weber im Duell mit dem Shorebreak
Vor dem Bunker brechen die Wellen über dem Lava-Riff
Antoine Martin
Backloop: Morgan Noireaux
Steffi Wahl mit einem richtig späten Hit
Jules Denel mit perfektem Timing
Robby Swift mit Style direkt vor dem Bunker
Camille Juan aus der Karibik fühlt sich wohl
Cabezo ist perfekt für das Lernen jeglicher Sprünge
Meister des Spots: Julian Salmonn
Style-Meister Jaeger Stone mit einem fetten Backloop


TRAVEL


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