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'Die Umwelt profitiert von robusten Boards' - Günter Lorch im Interview

Hochwertige Carbonmaterialien und auffällig dunkle Optik: Das steckt hinter LORCHs „Blackline Technologie".

Günter Lorch ist ein Schwarzmaler – zumindest wenn man sich die neuen Designs seiner Produkte anschaut. Unter dem Namen „Blackline Technologie“ führt der Shape-Guru optisch seine Boards zusammen. Was diese technisch unter der Haube haben und wie er über die Entwicklung hin zu Ecco-Boards denkt, verrät er im WINDSURFERS-Interview.

Die meisten LORCH-Produkte laufen jetzt unter der „Blackline Technologie“-Linie. Was kann man sich darunter vorstellen?
Sie ist angelehnt an unsere „Platinum Line MIG“ (Made in Germany). Die Technologie ist sehr hochwertig, es werden nur beste Carbonmaterialien verarbeitet wie Textreme Carbon und in Kraftrichtung gelegte UD-Carbonbänder (flache Fasern mit geringer Harzaufnahme, d. Red.). Dadurch können wir noch leichtere und steifere Boards mit einem idealen Flexverhalten für eine lange Lebensdauer anbieten.

Alle Bretter haben außerdem einen Carbon-Double-T-Flatstringer zur Versteifung im Hals- und Standbereich. Im Unterwasserschiff wurden Carbon-T-Stringer verbaut, damit sich die Bodenkurve nach der Finnenbox nicht verändert. Der Vorteil: höhere Langlebigkeit und ein deutlich besserer Wiederverkaufswert.

'Die Umwelt profitiert von robusten Boards' - Günter Lorch im Interview
'Die Umwelt profitiert von robusten Boards' - Günter Lorch im Interview

Macht es aus Herstellersicht wirklich Sinn, dass Boards möglichst lange halten? Sind Fahreigenschaften nicht stärkere Verkaufsargumente als Langlebigkeit?
Qualität macht Sinn. Die Fahreigenschaften sind nicht ausschließlich Shape-abhängig, das haben ja nicht nur wir zu genüge getestet. Wenn die Boards weich gebaut sind, ist das ganz schlecht. Sie halten dann aufgrund von Materialermüdung nicht nur sehr kurz, sondern bringen auch eine schlechtere Leistung. Werden sie hingegen zu hart gebaut, ist das zwar schon deutlich besser, aber auch nicht optimal. Der Flex unserer Boards ist ideal ausgetüftelt – tendenziell steif, aber eben nicht zu steif. Das erreichen wir unter anderem durch das 60-Grad-Flexcarbongewebe im Unterwasserschiff.

Wahrscheinlich würden wir mehr Boards verkaufen, wenn wir diese so bauten, dass sie früher kaputt gingen. Aber wir sind begeisterte Windsurfer und sehen uns als eine große Familie. Uns ist eine glückliche Stammkundschaft lieber als das schnelle Geld. Viele unserer Kunden fahren bereits seit vielen Jahren LORCH. Und kommen, weil Sie zufrieden sind, immer wieder zu uns. Auch die Umwelt profitiert, wenn ein Board erst nach zehn Jahren auf dem Müll landet…


'Die Umwelt profitiert von robusten Boards' - Günter Lorch im Interview

Gutes Stichwort. Manche Marken entwickeln nun „grünere“ Windsurfbretter. Wie steht ihr dazu?
Na ja, die Langlebigkeit unserer Boards verdient ja schon ein wenig „grüne“ Anerkennung, da weniger Müll anfällt. Wir sind am überlegen, unsere Bretter ab 2018 bereits mit einer einfachen, funktionellen Boardbag auszuliefern, um die Verpackung in Thailand zu sparen. So würde der ganze Plastikmüll wegfallen und unnötige Transportwege bezüglich der Boardbags aus China auch.

Ansonsten wird das leider nicht so einfach mit umweltfreundlichen Boards im Windsurfen. Die Kunden verlangen Höchstleistungen. Da wird es mit höheren Gewichten, zu harten Kernen, Haltbarkeit und anderen Faktoren problematisch. Aber wir testen natürlich ständig neue Materialien. Und wenn wir etwas ersetzen können, dann werden wir das sofort tun.



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