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Mission Titelverteidigung - Pierre Mortefon im Interview

Pierre Mortefon fährt seit Jahren konstant an der Spitze mit. 2019 hat es endlich geklappt und der sympathische Franzose konnte nach einen in Spannung nicht zu überbietenden Finale in Neu Kaledonien den ersten Titel für sich entscheiden. WINDSURFERS sprach mit Pierre über seine Ambitionen für die kommende Saison und darüber, was die Zusammenlegung der Disziplinen Foilen und Slalom zukünftig bedeutet.

Hi Pierre! Herzlichen Glückwunsch noch zu deinem ersten Weltmeistertitel! Fühlt es sich noch komisch an, jetzt ein Weltmeister zu sein und auch so genannt zu werden oder hast du dich inzwischen an den Titel gewöhnt?
Ich würde schon sagen: ich bin wieder in der Realität und fast der gleiche Pierre wie im Februar 2019. Am Anfang hat es echt eine Weile gedauert, bis ich realisiert hatte, dass ich jetzt tatsächlich Weltmeister bin, dann konnte ich es aber an Weihnachten eine Weile genießen und mit meiner Familie feiern. Seit dem zweiten Januar bin ich wieder im Training und mit meinem Team auf dem Wasser, um wieder den richtige Fokus aufzubauen und um mich optimal auf die Saison vorzubereiten.

Jetzt gerade warst du in Japan, um am Défi Wind teilzunehmen. Wie ist es für dich, auch als Weltmeister noch an einem so großen Rennen mit so vielen Surfern teilzunehmen? (Das war, bevor in Japan das Corona-Virus zu Ausnahmezuständen und Contest-Absagen führte, Anm. d. Red.)
Es macht mir echt Spaß, weil es vor allem mal weniger Druck bedeutete als ein World Cup. Mein letztes Event war der letzte Tourstopp in Neu Kaledonien, wo der Druck im Titelrennen schon fast unmenschlich war! Jetzt macht es mir einfach nur Spaß, mal wieder das Racing genießen zu können. Die Organisation hier in Japan ist super und wie man hier empfangen wird, ist einfach klasse! Zusammen mit einem guten Segelrevier und ein paar der besten Fahrer ist es ein super erster Test des Jahres, um zu sehen, wo man steht.

Mission Titelverteidigung - Pierre Mortefon im Interview
Mission Titelverteidigung - Pierre Mortefon im Interview

Lass uns nochmal das Finale der letzten Saison besprechen: wie groß war die Erleichterung bei dir, als du wusstest, dass du es tatsächlich geschafft hast? Der letzte Heat gegen Matteo, in dem es um alles ging, hätte ja nicht spannender sein können!
Ehrlich gesagt: ich habe noch nie so geweint! Der Moment war einfach der absolute Wahnsinn! All diese Rennen, Eliminations, Höhen und Tiefen, alles entscheidet sich in einem finalen Moment... und dieses Mal positiv für mich! Es war super, das mit ein paar meiner Freunde und der ganzen französischen Crew vor Ort zu feiern! Als ich an den Strand reingefahren bin, haben die alle geschrien wie noch nie! Mein Kumpel Marco Lang, der mir echt geholfen hat, meine Schwester Marion, die bei dem Event super drauf war (sie gewann das Event der Frauen in Neu Kaledonien, Anm. d. Red.) und mir wertvolle Tipps geben konnte, all diese Kids, die am Strand auf mich gewartet haben. Es war einfach großartig, diesen Titel auch noch bei einem französischen World Cup feiern zu können, denn so war es noch schöner, den Sieg mit den Leuten vor Ort zu feiern. Das einzige, was ein bisschen schade war, war dass mein Sohn, meine Frau und meine Eltern nicht dabei sein konnten, weil die meine allergrößte Unterstützung sind. Aber ich hatte sie sofort am Telefon, um diesen besonderen Moment mit ihnen zu teilen. Das Finale war super spannend, aber ich hatte einfach ein gutes Gefühl und war mega konzentriert. Ich habe erst an der vorletzten Halse realisiert, dass ich in Führung liege und habe versucht, nicht zu denken, sondern einfach zu fahren. Als ich die letzte Halse gefahren war, konnte ich nur noch geradeaus aufs Ziel gucken.


Mission Titelverteidigung - Pierre Mortefon im Interview

Wie wichtig ist es dir eigentlich in eurer Familie, dass du als älterer Bruder vor deiner Schwester Weltmeister werden konntest? (Pierres Schwester Marion ist 2019 „nur“ Vize-Weltmeisterin geworden, Anm. d. Red.)
(lacht) Gar nicht! Wir halten bei den World Cups natürlich zusammen und ich hätte mich auch echt für Marion gefreut, wenn sie als erste von uns den Titel geholt hätte! Unser Ziel ist, sie noch besser zu machen und dieses Jahr mit zwei Trophäen nach Hause zu kommen!



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