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Philip Köster – Wie steht es um den deutschen Weltmeister?

Der 22-Jährige verletzte sich vor einem Monat schwer. Wir sprachen mit Philip Köster über seinen Unfall und ein mögliches Comeback.

Eine Woche vor dem World Cup im dänischen Klitmöller erwischte es den „unkaputtbaren“ Philip Köster bei einer Trainingssession in Australien. Neben einem Innenbandan- sowie Kreuzbandriss zog sich der 22-Jährige auch noch einen Meniskusschaden zu. Üble Sache – immerhin bedeutet das das Saisonaus und eine monatelange Pause für den mehrfachen Weltmeister. Schon damals meldete sich Köster direkt zu Wort: „Ich kann es nicht fassen. Meine Vorbereitung in Australien war perfekt, ich war topfit. Und dann passiert mir so etwas, ausgerechnet in der letzten Trainingseinheit. Die Saison ist leider gelaufen.“

Doch seit gut einem Monat hört man von dem Weltmeister nicht mehr viel. Grund genug also, um einmal nachzufragen, wie es um seine Gesundheit steht und was eigentlich genau damals in Down Under passierte. Zwischen Reha und Bettruhe erwischen wir den deutschen Wavechampion zu einem kurzen Interview.

Philip, vor genau einem Jahr sagtest du im WINDSURFERS-Interview: „Ach, eigentlich passiert beim Windsurfen doch nichts Schlimmes.“ Nun hat es dich das erste Mal so richtig erwischt – wirst du etwa alt?
Vor dem Unfall wähnte ich mich eigentlich in absoluter Topform. Es waren bis zur Verletzung wirklich traumhafte Tage zum Windsurfen in Australien. Außerdem war mit einer Verletzung überhaupt nicht zu rechnen – das war also einfach mal Pech.

Philip Köster – Wie steht es um den deutschen Weltmeister?
Philip Köster – Wie steht es um den deutschen Weltmeister?

Erstaunlicherweise hast du dich ja nicht bei einem deiner Monstersprünge, sondern beim Aerial verletzt. Bitte erkläre uns einmal, was genau passierte.
Nach vier bis fünf Turns auf einer richtig guten Welle bin ich bei einem Aerial aus der hinteren Schlaufe gerutscht und bin dann dementsprechend blöd aufgekommen. Dabei habe ich mich dann leider schwerer verletzt.

Was schoss dir nach der Landung durch den Kopf? Und wie kamst du anschließend aus den Wellen am anderen Ende der Welt in ein deutsches Krankenhaus?
Zum Glück war mein Freund Jorge mit mir in Gnaraloo. Er hat mich sofort mit zwei anderen Jungs vom Strand aus dem Wasser gezogen. Nach kurzer Behandlung ging es dann ins Flugzeug. Über meine Versicherung konnte ich glücklicherweise Business Class fliegen und bin nach einigen Schwierigkeiten und erheblichen Schmerzen in Hamburg gelandet, wo ich gleich am nächsten Tag operiert wurde.


Philip Köster – Wie steht es um den deutschen Weltmeister?

Wie geht es dir denn inzwischen? Ab wann kannst du mit der Reha beginnen und kannst du dich derzeit überhaupt sportlich auf irgendeine Weise betätigen?
Ich mache leichte Reha-Übungen und ruhe mich hauptsächlich den ganzen Tag aus. Mehr geht bisher noch nicht. In zwei Wochen habe ich einen Kontrollbesuch in Hamburg und ich denke, dann kann ich ein paar mehr Übungen machen.

Denkt man in deiner Situation bereits an das Comeback? Wann hoffst du, wird es soweit sein?
Klar – ob ich ein Comeback starte, ist gar keine Frage! Nächste Saison geht es wieder voll los. Aber es ist blöd, dass es insgesamt so lange dauert. In dieser Zeit werde ich mir überlegen, welche Merchandising-Produkte ich außer meinen G44-Beanies noch anbieten möchte. Außerdem müssen der Onlineshop und viele weitere Dinge organisiert werden. Aber so kann ich mich immerhin ein wenig vom Windsurfen ablenken.

Fotos: PWA / John Carter



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