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Vincent Langer über seine neue Marke VINC Wetsuits

Vincent Langer rebelliert mit einer eigenen Neopren-Marke gegen die etablierten Industrie-Giganten.

Slalom-Profi Vincent Langer eilt sportlich von Erfolg zu Erfolg. 2017 wurde er auf Sylt zum Formula-Weltmeister gekrönt. Im Oktober letzten Jahres hat der 30-Jährige mit seiner neuen Firma "VINC Wetsuits" die ersten von ihm designten Neoprenanzüge auf den Markt gebracht. Das Motto des mehrfachen Deutschen Meisters ist "Klein aber fein". Es gibt bisher nur einen Anzug in nur einer Dicke und einen Long John für den Profi-Einsatz. Wir haben mit ihm über den immensen Aufwand und die horrende Investition in sein Start-Up gesprochen. Unser Eindruck: Langer ist nicht nur auf der Regatta-Bahn ehrgeizig.

Was hat dich auf die Idee gebracht eine eigene Marke zu gründen? Tendenziell wahrscheinlich der Ärger über andere Neos?
Ja. Ich bin wahrscheinlich mehr in Neoprenanzügen unterwegs als die meisten anderen. Deswegen weiß ich sehr genau was gut und was schlecht ist. Ganz besonders in den letzten Jahren habe ich mich über bestimmte Marken geärgert. Es ist definitiv nicht alles gut, was super angepriesen wird! Das Problem ist, dass die Neoprenanzüge, die es für uns Wind- und Kitesurfer gibt, alles letztendlich Wellenreit-Anzüge sind. Deswegen sind sie an den Unterarmen zu eng geschneidert – oder haben gleich einen komplett falschen Aufbau bei den Armen. Daher kommen die bekannten Unterarm-Krämpfe. Bei unseren Anzügen hat man das gar nicht mehr. Am Handgelenk läuft der Ärmel konisch zu einem ovalen Ending zu. Die Armkrämpfe wurden dadurch komplett eliminiert aber von außen tritt trotzdem kein Wasser ein.

Vincent Langer über seine neue Marke VINC Wetsuits
Vincent Langer über seine neue Marke VINC Wetsuits

Wie gründet man eine eigene Marke? Wie läuft das ab? Habt ihr euch einfach einen Karton Beispiel-Neos aus China schicken lassen, um den besten dann in einer großen Order zu bestellen?
So einfach war das letztendlich nicht. Zuerst hatte ich nur die Idee und dann muss man natürlich einen Partner finden. Der finanzielle Aspekt ist hier natürlich nicht zu vernachlässigen, alleine kann man das eigentlich nicht stemmen. Die Summen um die es bei der Entwicklung eines Anzugs geht, sind schon immens. Zusätzlich muss man sich über die Vertriebswege klar werden, was ich persönlich ja gar nicht kann. Deswegen habe ich mir einen Partner gesucht. Dem hab ich das vorgeschlagen und der war total begeistert. Dann haben wir beiden ein gewisses Budget in den Topf geschmissen und angefangen Neoprenanzüge in Fernost entwickeln zu lassen. Wir haben verschiedene Marken und Fabriken angeschrieben, aber die ersten Sachen, die wir bekommen haben, waren ein einziges, riesengroßes Desaster. Zehn Fabriken haben wir ausprobiert und bei der allerletzten hatten wir extrem viel Glück, dass wir da überhaupt reingekommen sind. Es ist der größte Produzent der Welt. Hier kommen auch die O'Neill-, Quiksilver- und Xcel-Anzüge her.


Vincent Langer über seine neue Marke VINC Wetsuits

Wie kommt man als Start-Up überhaupt an so einen renommierten Hersteller heran?
Das ist tatsächlich gar nicht so einfach. Deren Mindest-Abnahmemenge ist wirklich utopisch hoch. Darunter fangen die nicht einmal an für dich zu produzieren. Das heißt, dass ich da Bewerbungen hingeschrieben habe, ich habe da angerufen aber die Reaktionen waren natürlich immer: "Ne, auf euch haben wir keinen Bock." Aber irgendwann habe ich mir wieder für 4h einen Wecker gestellt und da angerufen, und auf einmal hatte ich den obersten Chef der Firma am Telefon. Ich hab ihm dann die ganze Sache erklärt – Profi-Windsurfer, Formula-Weltmeister, dass ich Jugendarbeit mache und, dass wir etwas gutes tun wollen, indem wir ein richtig geiles Produkt machen. Und der hat dann tatsächlich gesagt: "Ok, bei dir machen wir eine Ausnahme!" Und nur dadurch sind wir überhaupt bei denen gelandet.

Nicht schlecht, das nennt man mal Einsatz! Wie groß war denn eure erste Bestellung?
Durch die Ausnahme sind wir natürlich bei einer viel kleineren Summe als die etablierten Hersteller – aber die ist immer noch groß. In der ersten Lieferung waren das 1200 Stück. Weniger wäre auch gar nicht möglich gewesen. Das habe ich letztendlich – das kann man auch so offen sagen – über die Bank finanziert. Das ist eine ganz spannende Nummer, da ich natürlich nicht weiß, wie die Geschichte angenommen wird.





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